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Schnittstelle aus geschmiedeten Titanlegierungen
Damit die CFK-Spannsysteme die Kräfte optimal an die Bauelemente übertragen können, muss eine Schnittstelle aus geschmiedeten Titanlegierungen oder Chrom-Nickelstählen an die Schlaufen der Carbon-Endlosfasern eingepasst werden. Hier kommen die 5-Achs-Simultan-Bearbeitungszentren VERSA 825 und PICOMAX 95 der Fehlmann AG ins Spiel. Klar ist: Ohne Fehlmann und seinen Mitarbeitern wäre diese Erfolgsgeschichte so nicht möglich geworden.
A. Winistörfer: «Beim America’s Cup oder der Formel 1 kommt es auf Sekunden an. Deshalb müssen wir alles selbst fräsen. Wenn wir von den Teilnehmern des America’s Cup einen Änderungswunsch für mechanische Schlüsselteile bekommen, müssen wir sofort reagieren. Wenn ein Trainingstag verloren geht, ist das eine Katastrophe. Die Einzelteile sind nicht nur komplex, sondern noch dazu aus geschmiedeten Titanblöcken, die hohe Ansprüche an die Zerspanungs-Parameter stellen. Das heisst Höchstbelastung für Maschine und Werkzeuge.»
Dank Guss extrem stabiles Maschinenkonzept
Lohnfertiger sind für solche Aufträge wegen der ultrakurzen Reaktionszeit und dem hohen Risiko schwer zu finden. Allein das Rohmaterial eines solchen Titan-Schmiedeblocks kostet 20 000.– CHF. Die Bearbeitung macht etwa 6000.– CHF Mehrwert aus. Die Wahrscheinlichkeit ein Ausschussteil zu produzieren, ist hoch.
A. Winistörfer: «Deshalb haben wir uns in kürzester Zeit entschieden, selbst zu fertigen. Wir wussten, wir benötigen für diese schwierigen Werkstoffe ein Maschinenkonzept, das den hohen Anforderungen gewachsen ist.
J. Solenthaler: «Gerade beim Zerspanen von Titan oder Chrom-Nickelstählen treten enorme Zerspankräfte auf, die von der Maschinenstruktur aufgenommen werden müssen. Fehlmann setzt bei seinen Maschinen auf eine Guss-Maschinenstruktur, was aus unserer Sicht die beste Wahl ist punkto Steifigkeit, Dämpfung und thermische Stabilität. Ein weiteres grosses Plus ist unsere geschabte Maschinengeometrie, das machen nur noch ganz wenige WZM-Hersteller. Der Hauptgrund eines geschabten Maschinenaufbaus liegt darin, dass praktisch keine elektronischen Korrekturen mehr nötig sind. Dies bringt vor allem bei der 5-Achsen-Bearbeitung enorme Genauigkeitsvorteile. Diese Kombination macht das Maschinenkonzept von Fehlmann stabil und hoch präzis. Das zeigt sich letztlich auch entscheidend am Werkstück, wo wir Wiederholgenauigkeiten im 5-um-Bereich bringen und ausgezeichnete Oberflächen fertigen können. Zudem halten die Werkzeuge erheblich länger, weil weniger Schwingungen auftreten. Da auch sehr viele Prototypen dh. Einzelteile bearbeitet werden müssen, überzeugen unsere Maschinen auch durch hervorragende Bedienbarkeit und Ergonomie, was zu einer deutlichen Reduktion der Einrichtzeiten beiträgt.»
Fehlmann: die Herausforderung angenommen
A. Winistörfer: «Bevor Fehlmann den Zuschlag bekam, hatten wir preislich einige sehr gute Angebote von Mitbewerbern ins Haus. Wir mussten uns für eine Maschine entscheiden. Unser Produktionsalltag ist unkonventionell: Manchmal bekommen wir von unseren Kunden am Abend einen Auftrag mit der Aufforderung, das fertige Teil am nächsten Tag auszuliefern. Deshalb war es uns wichtig, dass die Werkzeugmaschinenhersteller unser Worst-Case-Szenario simulieren konnten. Also haben wir die Solid-Daten genommen, dem WZM-Hersteller geschickt und gesagt, wir würden morgen kommen und uns den Fertigungsprozess anschauen. Fehlmann war das einzige Unternehmen, das diese Herausforderung angenommen hat. Alle anderen wollten eine Woche Einarbeitungszeit. Fehlmann dagegen hat uns am nächsten Tag die Fertigung des Bauteils unter Span auf einer Picomax 90 präsentiert. Sie machten das damals mit zusätzlichem Rund-Schwenktisch. Das hat uns überzeugt und wir sind noch heute davon überzeugt, dass wir mit Fehlmann auf den richtigen Fertigungspartner gesetzt haben.»
Jürg Solenthaler (Fehlmann): «Ich kann mich gut daran erinnern. Die Anfrage war, was den zeitlichen Ablauf anbetrifft, schon sehr aussergewöhnlich eine echte Herausforderung eben. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Mit der Picomax 90 und dem Teil-Schwenkapparat ATS 160 hatten wir damals eine passende Lösung für das anfängliche Teilespektrum der Carbo-Link.»
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