Eurokurs

Swissmechanic: Personalabbau als letztes Mittel

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Lohnkosten reduzieren

Für Unternehmen mit einem Lohnkosten-Anteil am Gesamtergebnis von beispielsweise 60%, seien aus langfristiger Sicht einschneidende Massnahmen im Personalbereich unumgänglich. „Um eine langfristige Parität des Franken-Eurokurses zu überstehen, müssen einige Unternehmen die Lohnkosten reduzieren. So schmerzlich sie sind für die Betroffenen sind, es sind Massnahmen, die langfristig zum Überleben einer Unternehmung beitragen“, so Müller weiter. Erste Swissmechanic-Mitglieder haben entsprechende Massnahmen getroffen und Stellen abgebaut. Wie viele Stellen betroffen sind, kann derzeit nicht beziffert werden. „Derzeit sprechen wir zum Glück noch von einzelnen Stellen die betroffen sind. Gelingt es uns nicht die Auftrags- und Margensituation der KMU in der MEM-Branche zu verbessern, werden weitere folgen.“ Auch Konkurse seien möglich.

Personalabbau als letztes Mittel

Swissmechanic betont, dass es sich beim Personalabbau um das letzte Mittel handeln sollte, welches ein Unternehmen einsetzt. „Unsere Unternehmer verfügen über eine hohe soziale Verantwortung. Die Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass der Personalbestand trotz steigendem Druck auf die Margen stabil geblieben ist. Dies zeigt, dass die Mitarbeitenden geschützt wurden. Viele Unternehmen haben dafür die Reserven angezapft. Doch nun müssen sie unternehmerisch handeln“, betont Swissmechanic-Direktor Oliver Müller. Die MEM-Branche leidet seit Jahren unter einem Mangel an Fachkräften, was die Unternehmen dazu anhalten wird, einen Stellenabbau erst ganz am Ende als Mittel für die Verbesserung der langfristigen Situation einzusetzen. Anders als grosse Konzerne, sind die Mitgliedsunternehmen von Swissmechanic – mit durchschnittlich 30 Mitarbeitenden – gezwungen, mit den Rahmenbedingungen auf dem Werkplatz zu operieren. Sie können aufgrund ihrer Grösse weder beim Einkauf einen grossen Nutzen erzielen, noch über Standorte im Ausland Kosten abwälzen.

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