Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer MEM-KMU kämpfen weiter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Drei von vier Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) beurteilen ihre aktuelle Lage als ungünstig. Das zeigt der neue Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer.

Swissmechanic-Geschäftsklimaindex: Kein Aufschwung in Sicht, aber bemerkenswerte Ausdauer der KMU-MEM-Betriebe.(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)
Swissmechanic-Geschäftsklimaindex: Kein Aufschwung in Sicht, aber bemerkenswerte Ausdauer der KMU-MEM-Betriebe.
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)

Die MEM-KMU stehen weiterhin unter Druck – geprägt von schwacher Nachfrage, der anhaltenden Stärke des Schweizer Frankens und den Folgen der US-Zölle, die die Unternehmen seit Sommer spürbar belasten. Zwar bringt der Zolldeal mit den USA Entlastung, zum Zeitpunkt der Erhebung waren die hohen Zölle jedoch noch voll wirksam.

Aus dem Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer geht hervor, dass rund die Hälfte der Betriebe rückläufige Auftragseingänge und Umsätze meldet. Nur jedes fünfte Unternehmen berichtet von steigenden Aufträgen und Umsätzen, lediglich jedes siebte von steigenden Margen.

Die drei grössten Herausforderungen der MEM-KMU: Auftragsmangel, Wechselkurs und Mangel an Arbeitskräften.(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)
Die drei grössten Herausforderungen der MEM-KMU: Auftragsmangel, Wechselkurs und Mangel an Arbeitskräften.
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)

Die Margenerosion hält nun bereits seit drei Jahren unvermindert an und schränkt die Investitionsmöglichkeiten vieler Unternehmen ein. Jedes vierte Unternehmen muss geplante Investitionen aufgrund von Finanzierungsrestriktionen aufschieben. Bei den meisten dieser Unternehmen fehlen die Eigenmittel dafür.

«Unsere KMU sind keine Kurzstreckenläufer. Sie beweisen seit Jahren, dass sie auch auf langen Distanzen durchhalten – von der Energiekrise über die Pandemie bis zu den aktuellen Zöllen. Doch jetzt braucht es stabile Rahmenbedingungen, damit dieser Marathon nicht endlos wird», sagt Nicola Tettamanti, Präsident von Swissmechanic.

Auslastung der Produktionskapazitäten: Die Kapazitätsauslastung bleibt unter dem mehrjährigen Durchschnitt.(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)
Auslastung der Produktionskapazitäten: Die Kapazitätsauslastung bleibt unter dem mehrjährigen Durchschnitt.
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic-Quartalsbefragung)

Die Kapazitätsauslastung bleibt unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Zwar verfügen 71 Prozent der Unternehmen über Aufträge für die nächsten vier Wochen, doch nur ein Viertel kann die Produktion länger als zwölf Wochen sichern. Auch der Anteil der Betriebe mit Kurzarbeit ist gestiegen: Aktuell nutzen 21 Prozent dieses Instrument, wobei es bei über der Hälfte mehr als 40 Prozent der Mitarbeitenden betrifft.

Trotz dieser Belastungen zeigen viele MEM-KMU eine bemerkenswerte Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit. Vier von zehn Unternehmen haben bereits Massnahmen zur Stabilisierung umgesetzt – von Prozess- und Kostenoptimierungen bis zur Erschliessung neuer Märkte in Europa.

Swissmechanic-Direktor Erich Sannemann betont: «Unsere Mitglieder denken unternehmerisch, handeln lösungsorientiert und bleiben innovativ – auch unter Druck. Doch ohne gezielte Entlastungen und Investitionsanreize droht die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erodieren. Jetzt braucht es klare Signale aus Politik und Wirtschaft.»

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