Swissmetal Holding Ltd noch nicht in der Gewinnzone
>> Die positive konjunkturelle Entwicklung bescherte Swissmetal im Jahr 2010 in praktisch allen Marktsegmenten steigende Auftragseingänge und Umsätze. Die Nachfrage nach Speziallegierungen für Steckverbinder für die Bereiche Elektronik, Luftfahrt und Automobil stieg sogar überproportional an. Trotzdem schaffte es das Unternehmen noch nicht in die Gewinnzone.
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Im Jahr 2010 erwirtschaftete Swissmetal gegenüber dem Vorjahr einen um 41% gesteigerten konsolidierten Bruttoumsatz im weitergeführten Geschäft («Continuing Operation») von CHF 270,8 Mio. (2009: 191,7 Mio.) Die starke Umsatzzunahme ist im Wesentlichen auf die allgemein bessere Geschäftstätigkeit über das ganze Jahr und die gestiegenen Metallpreise zurückzuführen.
Verkauf von SDS
Belastet wird das Jahresergebnis durch Sonderaufwendungen für die Tochter Swissmetal Design Solutions AG (SDS). Wie bereits angekündigt, wird Swissmetal die Aktivitäten der SDS nicht mehr weiterführen. Die erste Phase des Markteintritts hat gezeigt, dass es für dieses innovative Produkt weiterer erheblicher Anstrengungen bedarf, um es erfolgreich am Markt zu etablieren. Swissmetal ist derzeit aber nicht in der Lage, diese Markteinführung mit den notwendigen Mitteln zu begleiten. Der Verkaufsprozess ist im Gange. Die Effekte dieser nicht weitergeführten Tätigkeit («Discontinuing Operation») belaufen sich in Bezug auf den EBIT auf CHF –11,7 Mio. Beide Geschäfte, «Continuing» und «Discontinuing Operation», führen zu einem Gruppen-EBIT von CHF –19,4 Mio. Das operative Ergebnis (EBIT) des weitergeführten Geschäfts («Continuing Operation») belief sich somit auf CHF –7,7 Mio. und konnte im Vergleich zum Vorjahr um CHF 6,7 Mio. verbessert werden. Im operativen Ergebnis sind negative Effekte von CHF 3,2 Mio. aufgrund des starken Schweizer Frankens für die in die Euro-Zone verkauften Produkte enthalten.
Die Bruttomarge des weitergeführten Geschäfts für das Jahr 2010 belief sich auf CHF 98,3 Mio. und lag somit um CHF 4,7 Mio. oder 5% über dem Vorjahr.
Trotz des gestiegenen Produktionsvolumens reduzierte sich der Betriebsaufwand im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um CHF 4,0 Mio. auf CHF 33,7 Mio. Diese Kostensenkung konnte mit Massnahmen zur Prozessoptimierung erreicht werden.
Ausblick
Swissmetal ist für das Jahr 2011 optimistisch. Besonders in den Segmenten Steckverbinder und Kraftwerksbau zeigen die Märkte deutlich nach oben. Die gestiegene Nachfrage sorgt innerhalb des Unternehmens für eine sehr gute Kapazitätsauslastung und volle Auftragsbücher. Um die Euro-Schwäche abzufedern, reagiert das Unternehmen mit einem Portfolioumbau, der das Spezialitätensegment weiter ausbaut. Swissmetal ist im ersten Quartal 2011 auf Budgetkurs.
Insgesamt erwartet Swissmetal für die Geschäftsjahre 2011/2012 eine verbesserte Geschäftsentwicklung. Das strategische Wachstumsprogramm weist für die kommenden Jahre ein zusätzliches Umsatzpotenzial mit Neuprodukten aus. Damit will Swissmetal die Voraussetzungen schaffen, um die zukünftigen Chancen im globalen Wettbewerb zu nutzen. <<
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