In vielen Branchen müssen Bauteile eine bestimmte Technische Sauberkeit aufweisen. Hier ist ein kompetenter Dienstleister gefragt. In seinem Labor für Technische Sauberkeit analysiert Hydac Engineering Bauteile und Systeme und unterstützt Unternehmen mit einer Prozesskettenanalyse, Sauberkeitsanforderungen zu erreichen.
Hydac Extraktionsmodule CTU dienen der Bestimmung der Technischen Sauberkeit gering verschmutzter Bauteile.
(Bild: Anne Richter, SMM)
Bauteile, die in mobilen Systemen eingesetzt werden, müssen eine bestimmte, definierte Sauberkeit aufweisen. Denn die gesamte Performance, die Leistung und die Genauigkeit von Anlagen hängen auch von der Sauberkeit der einzelnen Komponenten ab. Vor allem in der Automobilindustrie und im gesamten Automotive-Bereich definieren die Hersteller ganz genaue Anforderungen zur Technischen Sauberkeit der eingesetzten Funktionsteile. Anzahl und Grösse der möglichen Verunreinigung ist genau festgelegt, sogar die Materialien werden unterschieden. Aber auch in der Uhrenindustrie und in der Luft- und Raumfahrt gelten strenge Vorschriften an die Sauberkeit.
Zulieferunternehmen werden häufig verpflichtet, die geforderte Sauberkeit der gelieferten Bauteile zu garantieren. Gerade für kleinere Unternehmen ist das oft eine besondere Herausforderung, da die Kernkompetenzen in der Zerspanung oder generell in der Metallbearbeitung liegen. Hier bietet die Hydac Engineering Abhilfe. Das Unternehmen mit Sitz in Steinhausen im Kanton Zug betreibt ein eigenes Labor für Technische Sauberkeit als Dienstleistung für ihre Kunden. «In unserem Labor bieten wir die Analyse von Bauteilen und Systemen nach Technischer Sauberkeit. Damit sind wir eines der wenigen Labore in der Schweiz und das einzige Labor hier im Land mit genau unserem Dienstleistungsportfolio. Uns ist wichtig, als unabhängiges und neutrales Labor unsere Kunden zu bedienen und bestmöglich zu beraten», berichtet Mirella Gora, Leiterin Labor und Qualitätsmanagement.
Das Hydac-Labor wurde vor drei Jahren eröffnet, ist hochmodern ausgestattet und arbeitet nach den verschiedensten Kundennormen sowie dem VDA-Band 19 Teil 1 und 2 und der DIN-Norm ISO 17025/2017. Es handelt sich um einen sogenannten Sauberraum, Lüftung und Klimatisierung arbeiten aber nach den Richtlinien der Reinraum-Klasse 9. Eingesetzt werden zwei modernste Extraktionsmodule CTU (Contamination Test Unit), von Hydac entwickelt und gebaut. Hier wird die Feststoffverschmutzung von der Bauteiloberfläche durch Nassbeprobung abgereinigt und mittels Membrane einer späteren Bewertung zugeführt. Dafür wird die Filtermembran abgescannt und die Partikelanzahl bestimmt. Zusätzlich wird zwischen metallischen und nichtmetallischen Partikeln unterschieden. Darüber hinaus ermöglicht die Analyse der Partikel einen Rückschluss auf die mögliche Kontaminationsquelle.
Nicht immer erfüllen die untersuchten Bauteile die erforderliche Technische Sauberkeit. Auch hier bietet Hydac Engineering Unterstützung. «Über die Labordienstleistung hinaus unterstützen wir Kunden auch mit einer Prozesskettenanalyse, um eventuelle Verschmutzungsquellen zu detektieren. Dabei wird der gesamte Prozess von der Bearbeitung bis zum Reinigungs- und Verpackungsprozess nach Verschmutzungsquellen analysiert und wir suchen nach Möglichkeiten, diese Verschmutzungsquellen zu eliminieren», erklärt Mirella Gora.
Als globales Unternehmen betreibt Hydac an verschiedenen Standorten der Welt Labors für Technische Sauberkeit und bietet damit die Dienstleistungen weltweit an. Alle Labors arbeiten nach den gleichen Standards und es gibt eine gute Vernetzung untereinander. Damit kann auch das Schweizer Labor auf internationale Erfahrungen zurückgreifen. «Es hat sich gezeigt, dass es innerhalb der Schweiz wenige Kollaborationen und auch kaum Netzwerke in dem Bereich Technische Sauberkeit gibt», berichtet Mirella Gora. Ziel von Hydac Engineering ist deshalb, in Kooperation mit der Bossard AG die Zusammenarbeit mit Swissmem zu intensivieren, um schlussendlich eine Fachgruppe für Technische Sauberkeit zu gründen. «Egal ob Labor, Herstellerunternehmen oder Zulieferer – alle Beteiligten sollen unter dem Dach von Swissmem zusammenkommen, um Probleme oder Herausforderungen in Bezug auf Technische Sauberkeit zu besprechen und Lösungen zu finden», erklärt Mirella Gora.
Über Hydac Engineering
Die Hydac Engineering AG ist die Schweizer Niederlassung des weltweit tätigen Firmenverbundes Hydac International. Gegründet wurde Hydac Engineering im Jahr 2007 als eigenständige Tochtergesellschaft für den Schweizer Markt. Über die Jahre ist das Unternehmen stetig gewachsen und hat sich vom Komponenten- zum Systemlieferanten entwickelt. Heute zählt die Hydac Engineering AG gut 40 Mitarbeiter. Das hochqualifizierte Team von Ingenieuren und Konstrukteuren entwickelt kundenspezifische Systemlösungen im Bereich Hydraulik. Das Systemgeschäft macht etwa 40 Prozent des Umsatzes aus, die restlichen 60 Prozent Umsatz werden mit Hydac-Komponenten erzielt. SMM
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Stand vom 30.10.2020
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