Optoelektronik

Teilereinigung: fertig zur Beschichtung

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unterschiedliche chemische Beständigkeit und Empfindlichkeit gegenüber Ultraschall auf», erklärt Dr. Matthias Jäger, der im Geschäftsbereich Optik für Technologieentwicklung und Reinigungstechnologien zuständig ist.

Auf höchste Reinheit ausgelegtes Anlagenkonzept

Über diese Anforderungen sprachen die Projektverantwortlichen bei Jenoptik mit mehreren Anlagenherstellern, von denen drei in die engere Wahl kamen. Durchgesetzt hat sich das Anlagenkonzept der Schweizer UCM AG, eines Unternehmens der Dürr-Ecoclean-Gruppe. «Überzeugt haben uns sowohl die Verfahrenstechnik und Verarbeitung dieser Anlage als auch die Steuerung mit sehr komfortabler Programmierung. Ausserdem arbeiten wir schon mit zwei Anlagen dieses Herstellers und haben sehr gute Erfahrungen damit», begründet Dr. Matthias Jäger die Entscheidung.

Das Ultraschallreinigungssystem verfügt über acht Tauchbecken mit Vierseitenüberlauf: In den drei Reinigungs- und fünf Spülbecken wird das Medium von unten eingebracht, nach oben transportiert und läuft dann an allen Seiten über. Diese für Aufgaben in der Feinstreinigung entwickelte Technik ermöglicht eine sehr gute und gleichmässige Behandlung der Teile. Gleichzeitig sorgt der Überlauf dafür, dass die abgereinigten Rückstände und Partikel sofort und komplett aus den Becken ausgetragen werden. Dies verhindert sowohl eine Rückkontamination der Teile beim Herausnehmen als auch die Bildung von Schmutznestern in den Becken. Jedes Reinigungsbad ist mit einem eigenen Kreislauf mit Kerzenfiltration ausgestattet. Die Zwischenspülstufen werden mit Osmosewasser, die beiden letzten Spülbecken mit voll entsalztem (VE-)Wasser betrieben. «UCM hat uns empfohlen, das Wasser aus den Spülkreisläufen ebenfalls über eine Feinfiltration zu führen, wodurch wir das Reinigungsergebnis noch weiter verbessern konnten», berichtet der Technologieentwickler.

Werkstückträger für sehr kleine Teile

Eine Besonderheit weisen auch die Spülprozesse auf: Das Wasser wird mit so hohem Druck in das Becken gepumpt, dass sich Turbulenzen bilden. Dies ermöglicht, das Spülen prozesssicher ohne Ultraschallunterstützung durchzuführen, woraus ein verringerter Energieverbrauch resultiert. Nach dem zweiten Spülprozess werden die optischen Teile von der Lift-out-Einheit sehr langsam aus dem Becken herausgehoben und dabei durch den Kapillartrocknungseffekt vorgetrocknet. Die vollständige Trocknung erfolgt durch ein Infrarot-Strahlerband.

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