Hohe Effizienz und Präzision dank Schweizer Drehzentren Texanisches Unternehmen setzt auf Drehautomaten von Tornos
Wenn William T. «Bill» Cox Jr. von seinem Unternehmen spricht, kommt er schon bald und ganz selbstverständlich auf das Motto von Cox Manufacturing Company zu sprechen: «Cox liefert Vertrauen.» Tornos-Technik hilft ihm dabei, dieses Versprechen jeden Tag aufs Neue einzulösen.
Anbieter zum Thema

Das im Nordosten von San Antonio im wirtschaftlich bedeutenden texanischen Metropolendreieck ansässige Unternehmen Cox Manufacturing hat sich auf anwenderspezifische Fassondrehteile, CNC-gesteuertes Drehen und weitere Bearbeitungsprozesse spezialisiert. Das Vermächtnis der engen Ausrichtung am Kunden stammt aus der Zeit, als Cox’ Vater William T. Cox Sr. das Unternehmen 1956 gründete, um Spulenkörper für die frühen Computerspeichersysteme zu fertigen. «Wir fühlen uns dem, was wir sagen, verpflichtet. Wir geben niemals auf. Beharrlichkeit ist einer unserer Grundwerte. Wir legen grossen Wert auf ein modernes Auftragsmanagement, das uns hilft, auf Blankoaufträgen basierende Kundenbeziehungen zu pflegen und die schnelle Belieferung unserer Kunden zu gewährleisten», erläutert Cox. «Dank der bei uns etablierten stabilen Prozesse wissen unsere Kunden, dass sie keine Überraschungen erleben werden, wenn sie uns beauftragen.»
Cox Manufacturing nahm seinen Anfang mit der kühnen Idee von William T. Cox Sr., «irgendeine Art von Produktionsunternehmen» zu gründen, nachdem er auf einer Auktion auf einen Langdrehautomaten gestossen war. Obwohl seine Kenntnisse über die Maschine begrenzt waren und er so gut wie nichts über Schrauben- oder Langdrehautomaten wusste, zeichnete sich Cox Senior durch echte Leidenschaft für die Fertigung aus. Er war ein echter Könner, wenn es darum ging, technische Probleme zu lösen. Das waren die Eckpfeiler, auf denen er sein Unternehmen aufbaute, ein Unternehmen, das heute einer der führenden Zulieferer auf dem Gebiet der Präzisionsbearbeitung im ganzen Südwesten der Vereinigten Staaten ist. Cox Manufacturing beliefert heute einige der anspruchsvollsten Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie, LKW-Bau, Rüstungsindustrie und Medizintechnik mit massgeschneiderten Teilen in grossen Stückzahlen.
Bereits früh in der Verantwortung – Ausbau der Geschäfte
Bill Cox hat sich bereits in jungen Jahren dem Familienunternehmen verschrieben: Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters im Jahre 1968, Bill Cox war gerade einmal 12 Jahre alt, nahm ihn seine Mutter zur Seite und erzählte ihm, dass Cox Manufacturings grösster Kunde daran interessiert sei, das Unternehmen zu kaufen. Sie fragte ihn dann, ob er sich vorstellen könne, das Unternehmen eines Tages zu übernehmen. Seine Antwort war ein kurzes und entschiedenes «Ja». Seit diesem Zeitpunkt setzt er sein ganzes Bestreben darein, all das zu erlernen, was nötig ist, um das Unternehmen auf dem von seinem Vater gelegten Fundament weiter auszubauen. Er lernte schnell, sich mit Geschäftsberichten auseinanderzusetzen und begleitete seine Mutter auf Besprechungen mit Bankkaufleuten, Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Auftragnehmern.
«Ich erkannte schon früh, dass unser Kundenstamm nicht allzu weit gefächert war: 80 Prozent der Aufträge lieferten wir in die Elektronikbranche. Es bestand für uns eine starke Abhängigkeit von fünf Kunden, die alle von uns das gleiche Produkt bezogen. Mir wurde klar, dass wir lernen mussten, auch andere Teile zu fertigen», erklärt Bill Cox. Nach zwei Jahren Studium an der Texas A&M University – gerade lang genug, um die Seminare zu besuchen, die für Cox Manufacturing und den hoffentlich bald wachsenden Kundenstamm des Unternehmens von Nutzen waren – stieg Bill Cox 20-jährig in Vollzeit in den Familienbetrieb ein.
«Noch mehr als die Seminare an der Uni haben mir allerdings die Mitschriften von Fachkonferenzen der Precision Machine Products Association (früher National Screw Machine Products Association) geholfen, die mein Vater über einen Zeitraum von 15 Jahren gesammelt hatte und die ich allesamt durchgelesen habe», erzählt Cox. «Der gleiche Verband hatte auch Handbücher zu Finanzbuchhaltung für Unternehmen, Auftragskostenrechnung und Kalkulation veröffentlicht, die ich ebenfalls durchlas.»
Biel und die Automobilindustrie
Auf den Spuren einer langen Tradition
Für die Zukunft gerüstet mit Technik von Tornos
Zu dem Zeitpunkt, als Bill Cox voll in das Unternehmen einstieg, arbeitete Cox Manufacturing mit Drehzentren sowie Langdrehautomaten verschiedener Hersteller sowie kurvengesteuerten Einspindlern – Cox aber dachte bereits an die Zukunft. Er begann damit, gebrauchte Deco-Maschinen von Tornos zu kaufen. Heute besitzt er über 30 davon. «Die Werkzeugbestückung und die grundlegenden Bearbeitungsstrategien der Maschinen waren vergleichbar, sodass wir das umfangreiche Fachwissen, das wir an den Maschinen der Konkurrenz erworben hatten, auf unsere Tornos-Maschinen übertragen konnten», so Cox. «Wir stellten fest, dass die ohnehin genaueren Tornos-Maschinen auf lange Sicht auch rentabler waren, und das trotz der höheren Investitionskosten. Der Grund dafür ist ihre höhere Effizienz.»
1980 machte Cox Manufacturing dann einen grossen Sprung nach vorn. Die Triebkraft war hierbei der Umzug in ein neues Gebäude, welches auf einem Grundstück errichtet worden war, das Cox und seine Mutter – mit Blick auf die Zukunft – noch zu seiner High-School-Zeit gekauft hatten. «Wenn ich zurückblicke, staune ich immer wieder. Schliesslich geschah das alles nicht von heute auf morgen. Das Wichtige dabei war, dass wir immer vorausgedacht und den Blick in die Zukunft gerichtet haben, mit dem Kauf des Grundstücks und dem Bau des neuen Werksgebäudes genauso wie mit dem Umstieg auf Mehrspindler«, sagt Cox. «Heute besitzen wir 33 Deco-Maschinen, darunter die Deco 10, Deco 13 und Deco 20. Auch ein paar der alten kurvengesteuerten Tornos-Maschinen des Typs R10, R125 und MS-7 tun bei uns noch immer ihre Arbeit, aber wir schicken diese nach und nach in den Ruhestand und ersetzen sie durch CNC-Maschinen.»
Swissnano – die perfekte Wahl, und das in mehrerlei Hinsicht
Erst kürzlich hat Cox eine neue Tornos-Swissnano erworben, und er denkt bereits jetzt über den künftigen Kauf weiterer Swissnano-Maschinen nach. «Die Besonderheiten der Swissnano sind der ungehinderte Zugang und ihre Ergonomie, beides Merkmale, die die Bearbeitung feiner, kleiner Teile unglaublich erleichtern», erläutert er. «Ein gutes Beispiel ist ein Präzisionsteil aus Messing für die Medizintechnik, das mit Toleranzen von +/– 10 Mikrometern gefertigt werden muss. Dank ihrer Masshaltigkeit und ihrer hohen Bedienerfreundlichkeit ist die Swissnano deutlich effizienter als Alternativmaschinen. Früher hätten wir dieses Teil auf einer Deco 10 und davor auf einer MS-7 gefertigt.» Laut Cox passt die Swissnano darüber hinaus in der Werkstatt genau auf die Standfläche einer MS-7. Zudem werde sich die Investition für das Unternehmen auf lange Jahre auszahlen.
«Ich bin fest davon überzeugt, dass die Swissnano auch in 20 bis 30 Jahren noch die Toleranzvorgaben einhalten wird. Gegebenenfalls können wir sie nach 20 Jahren überholen», so Cox. «Dieser Kauf ist als Teil einer langfristig angelegten Strategie zu verstehen. Noch befinden wir uns mit der Swissnano in der Experimentierphase, aber wir haben sie bereits an Teilen für die Medizintechnik und die Automobilbranche sowie auch an Elektronikteilen getestet. Für uns steht fest, dass wir in Zukunft weitere Swissnano-Maschinen kaufen werden.» Cox sieht für sein Unternehmen kontinuierliches Wachstum voraus. Cox Manufacturing hat gerade eine Werkserweiterung von 6000 Quadratfuss abgeschlossen, wobei der Anbau als Materiallager genutzt werden soll. Obendrein ist für die nächsten Jahre der Bau einer weiteren Fertigungsstätte geplant.
«Ich bin, was die Zukunft der US-amerikanischen Fertigungsindustrie betrifft, sehr optimistisch», sagt Cox. «Seit meinen Anfängen in der Branche sahen sich die US-Hersteller immer wieder mit der Meinung konfrontiert, die Fertigung spiele keine grosse Rolle mehr und die Zukunft gehöre dem Dienstleistungssektor. Meiner Meinung nach ist die Fertigungsindustrie in den USA aber wieder im Kommen, und ich weiss, dass wir im Wettbewerb mithalten können, vorausgesetzt, wir setzen auf die richtige Technik. Und dabei spielt die Technik von Tornos für uns eine wichtige Rolle.» -ari- SMM
(ID:45176115)
