Wie die Robert Ott AG sich für die Zukunft aufstellt «Think positive» à la Robert Ott AG

Redakteur: Matthias Böhm

2020 wird als das Jahr, das vieles verändert hat, in die Geschichtsbücher eingehen. Das Jahr, als die Welt wirtschaftlich fast zum Stillstand, zum Erliegen kam und viele die Krise nicht überstanden. Aus Sicht der Robert Ott AG im aargauischen Seon sieht das Fazit dazu doch eher positiv aus.

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Robert Ott beweist mit seinem Pandemie-Team auch Durchschlagskraft in schwierigen Zeiten.
Robert Ott beweist mit seinem Pandemie-Team auch Durchschlagskraft in schwierigen Zeiten.
(Bild: Valérie und Raphael Rudolf)

Die 1989 gegründete Robert Ott AG steht seit jeher für konsequentes Wachstum und Weiterentwicklung. Das Unternehmen ist spezialisiert auf CNC-Zerspanungstechnik und hat sich auf dem Gebiet einen sehr guten Ruf erworben. Auffallend ist, dass man selbst in krisengeschüttelten Jahren, wie auch 2020, definitiv nie den Kopf in den Sand steckt und mit viel Tatkraft und dem seit Anbeginn typischen Pioniergeist voranschreitet.

Dank an die Mitarbeiter

Robert Ott sinniert aus aktuellem Anlass und samt Gesichtsmaske im Besprechungszimmer: «Schon zu Zeiten der Eurokrise wussten wir uns zu wehren und suchten nach Lösungen. Im Endeffekt war es für uns eine Chance. Man wird als Unternehmen gefordert und motiviert, das Bestmögliche aus einer gegebenen schwierigen Situation herauszuholen, und versucht, noch besser zu werden.» Der Firmeninhaber lobt in dem Zusammenhang die Geschäftsleitung, das Pandemie-Team und die Mitarbeiter. Er ist sich sehr wohl bewusst, dass es in Zeiten wie diesen mehr Einsatz braucht, um Extremsituationen zu meistern. Als Wertschätzung wurde den Mitarbeitern trotz zeitweiliger Kurzarbeit immer 100% Lohn ausbezahlt.

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Investitionen trotz der Krise

Das Verkünden von Durchhalteparolen ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite haben wir im Falle des Betriebs in Seon auch Ziele und Visionen, verbunden mit stetigen Investitionen, die bei empfindlichen Umsatzeinbussen durchaus ins Wanken geraten könnten. Doch auch hier geht die Robert Ott mit gutem Beispiel voran. So hat man schon vor Corona aufgegleiste Investitionen in eine neue Drahterodiermaschine, eine neue Reinigungsanlage sowie während der Krise eine neue 3D-Mess­maschine erfolgreich umgesetzt. Und aktuell ist man in der Evaluationsphase für ein grösseres CNC-Doppelspindel-Drehcenter mit B-Achse, welches 2021 im Maschinenpark in Seon implementiert werden soll.

Die Robert Ott AG hat in den letzten Jahren Sicherheit aufgebaut und Zielsetzungen umgesetzt. Da schliesst sich auch wieder ein für das Unternehmen typischer Kreis. Schon seit Anbeginn – die Firma ging seinerzeit als Einmann-Betrieb an den Start – waren sie da, die innovativen und mutigen Visionen, die geradezu nach Umsetzung schrien. Ein stetes und imposantes Wachstum zeugt seither von einer beispiellosen Firmengeschichte und -entwicklung. Der Firmengründer führt weiter aus: «Die Strategie, hochkomplexe Werkstücke mit mehreren Herstellungsverfahren im eigenen Betrieb herstellen zu können, ist heute ein entschiedener Faktor, um erfolgreich und konkurrenzfähig zu sein.»

Berufsausbildung – ein zentrales Thema mit Weitsicht

Nach vorn zu schauen, ist in jeder Beziehung tief verankert in der Firmenkultur. Auch etwas für den Berufsnachwuchs zu tun, liegt Robert Ott stets am Herzen. Wurden noch bis vor kurzem zwei bis drei Polymechaniker pro Lehrjahr ausgebildet, hat man in dem Bereich zwischenzeitlich auf fünf Ausbildungsplätze für die vierjährige Lehre erweitert und bildet zusätzlich seit dem Sommer 2020 auch Produktionsmechaniker mit einer dreijährigen Lehrzeit aus. Die Firma will gerade auch für Junge ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und setzt mit dem 2019 lancierten 600 m2 grossen Ausbildungszentrum voll auf diese zukunftsträchtige Karte. «Die Lehrlingsausbildung sollte in jeder Unternehmenskultur, egal welcher Grösse, fest verankert sein», sagt Robert Ott.

Für den Fokus von morgen

Stillstand ist für Robert Ott und sein Team ein Fremdwort. Nicht nur der bewegte Alltag zeugt davon, sondern auch die Denkweise. Man arbeitet in und für die Zukunft. Und es wird viel investiert. In Maschinen einerseits und in Mitarbeiteraus- und -weiterbildung andererseits. So will die Firma bestens gerüstet und fit sein für die Jahre und Jahrzehnte, die noch kommen, weit über das letztjährige 30-jährige Jubiläum hinaus.

«Famous last words»

Der im Titel verwendete Begriff des positiven Denkens sagt schon manches aus. Aber mit positivem Denken alleine ist es nicht getan, wie wir alle wissen. Es braucht auch Ziele und Visionen und last, but not least sicher auch immer das Quäntchen Glück, um diese umsetzen zu können. Und es braucht einen Führungs- und Mitarbeiterstab, der aus gutem Grund hinter dem Chef steht wie eine Eins. In dieser Aussage liegt er wohl, der Schlüssel zum Erfolg der Robert Ott AG. SMM

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