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Thurgauer Technologietag: Blick in die industrielle Zukunft

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Mit dem 3-D-Druck beschäftigt sich auch das „institute for rapid product development“ aus St. Gallen intensiv. Dessen Leiter, Dieter Woschitz, warnte zwar vor zu hohen Erwartungen, versicherte aber, dass diese Technologie die Welt verändern werde. Sie vermöge vor allem, komplexe Bauteile herzustellen und werde ihre nicht nur kleine Nische finden. Die Herausforderungen sei noch gross, und Maschinen für die industrielle Anwendung verlangten beträchtlichte Investitionen.

Den Bogen etwas weiter spannte Elgar Fleisch, Professor am Lehrstuhl für Informations- und Technologiemanagement an der Universität St. Gallen und an der ETH Zürich. Das Internet der Dinge, das heisst die Verbindung mechanischer und elektronischer Komponenten, eröffne neue Möglichkeiten in Produktionslogistik, Kommissionierung und in der Maschinenüberwachung.

Global und lokal kombinieren

Im globalen Wettbewerb könne sich der Werkplatz Schweiz durchaus behaupten, versicherte Roman Boutellier, Professor für Innovations- und Technologiemanagement an der ETH Zürich. Gerade Industrieunternehmen hätten eine Chance, wenn sie globale und lokale Aktivitäten geschickt kombinierten. Geld verdient werde immer noch in der Fabrik, nicht in schönen Innovationsparks.

Calvin Grieder, CEO und Verwaltungsratspräsident der weltweit tätigen Bühler AG, Uzwil, plädierte für eine weltoffene Haltung und schilderte, wie Lehrlinge der Bühler AG dank eines neuen Modells auch im Ausland geschult werden und so wertvolle Erfahrungen sammeln könnten, zum Nutzen aller.

«Ohne gute Ideen geht es nicht»: Unter diesem Titel rundete mit Elmar Mock, Begründer und Geschäftsleiter der Creaholic SA, eine Persönlichkeit den Referentenreigen ab, die es wissen muss. Mock war Miterfinder der «Swatch»-Uhr, eines Schweizer Produkts, das die Schweizer Industrie im allgemeinen und die Uhrenindustrie im besonderen zu neuen Erfolgen geführt hat. <<

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