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Ihre Maschinen Dixi 270 und 210 sind aus den DMG-Mori-Bearbeitungszentren DMU 210P und DMU 270P entstanden. Daneben bieten Sie auch die JIG 1200 II sowie die DHP 80 II und DHP 100 II an. Sind alle diese Maschinen ursprünglich bei DMG Mori entstanden? Welches sind die hauptsächlichsten Unterschiede zwischen diesen Modellen?
Y. Meyer: Die Grundlagen der Serien JIG/DHP wurden noch vor unserer Integration in den Konzern entwickelt. Diese Maschinen sind bestens auf sehr spezifische Märkte ausgerichtet und bleiben deshalb auch in unserem Verkaufsprogramm. Hingegen sind die Bearbeitungszentren Dixi 210 und 270 in Zusammenarbeit mit DMG Mori entwickelt worden. Die gemeinsame Basis erlaubt uns dank dem grösseren Volumen nicht nur eine wichtige Auswirkung auf die Kostenstruktur, sondern auch die Möglichkeit zur Wahl von Optionen, die wir alleine nie hätten entwickeln können. Dank diesem Modell stehen uns auch ganze Reihen von erprobten und optimierten Komponenten zur Verfügung, auf deren Qualität wir uns von Anfang verlassen konnten. Dieses Modell ist sicher ein grosser Teil unserer Zukunft.
Ihre geografische Nähe zu Frankreich öffnet Ihnen den Zugang zu qualifizierten Facharbeitern. Beschäftigt Sie die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative? Wie begegnen Sie den Befürchtungen der Schweizer Arbeitnehmer bezüglich der Lohnsituation gegenüber der billigeren europäischen Konkurrenz?
Y. Meyer: Unsere Lage an der französischen Grenze gibt uns tatsächlich die Möglichkeit zur einfacheren Rekrutierung von vielseitigen Fachkräften. Wir suchen Mitarbeiter, die sich langfristig bei uns engagieren und stolz darauf sind, in einem Bereich der Hochpräzision zu arbeiten. Deshalb sind wir natürlich darauf bedacht, Mitarbeiter aus der Region anzustellen. Für viele Stellen suchen wir bestqualifizierte Berufsleute. Die duale Ausbildung wird deshalb auch von uns unterstützt. Die Lehrlingsausbildung ist dabei ein fester Bestandteil. Der Exportanteil am Umsatz beträgt 98 % unter enger Zusammenarbeit mit Deutschland und Japan. Darum suchen wir regelmässig Leute, die sowohl Deutsch als auch Englisch sprechen. Schweizer sollten von unserer mehrsprachigen Kultur profitieren, damit sie sich noch besser differenzieren können. Deshalb würde ich den jungen Westschweizern anraten, ihre Sprachkenntnisse durch ein oder zwei Jahre Arbeit in der Deutschschweiz zu vervollständigen. Damit hätten sie eine «USP» (unique selling proposition) entwickelt, welche sie auf dem Arbeitsmarkt noch besser aussehen lässt. Die Auswirkungen dieser Masseneinwanderungsinitiative auf mögliche Zollbarrieren beschäftigen uns noch mehr. Es ist eine Binsenwahrheit, dass wir vom weltweiten Import und Export abhängen. Jedes Zollabkommen ist vorteilhaft für uns. Dagegen macht uns jeder Rückschritt enorme Mühe. In diesem Zusammenhang sind die bilateralen Abkommen von entscheidender Wichtigkeit für unsere Zukunft. <<
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