Nicolas Vernier im SMM-Interview zur Innoteq 2025 Dixi Polytool: stärkerer Fokus auf Diamant- und PKD-Werkzeuge

Von Matthias Böhm 3 min Lesedauer

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Die Messe nehme im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung eine besondere Rolle ein, weil sie den menschlichen Faktor betone, sagt Nicolas Vernier, Director Sales von Dixi Polytool SA. Dixi Polytool verfügt über hohe Kompetenzen im Bereich der Mikrowerkzeuge, speziell im Bohren und Fräsen, wie auch bei Sonderwerkzeugen für die Uhren-, Schmuck und Medizintechnik. Diamant- und PKD-Werkzeuge werden vermehrt in den Fokus gestellt, in diesem Sektor erhöht sich die Nachfrage kontinuierlich.

Nicolas Vernier, Director Sales der Dixi Polytool SA: «Glücklcherweise befinden sich einige Branchen wie die Schmuckindustrie, die Medizintechnik und die Luftfahrtindustrie noch in guter Verfassung.»(Bild:  Dixi Polytool)
Nicolas Vernier, Director Sales der Dixi Polytool SA: «Glücklcherweise befinden sich einige Branchen wie die Schmuckindustrie, die Medizintechnik und die Luftfahrtindustrie noch in guter Verfassung.»
(Bild: Dixi Polytool)

SMM: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bereich Werkzeuge am Standort Schweiz?

Nicolas Vernier: Dixi Polytool ist stark von der Uhrenindustrie in der Westschweiz abhängig. Wie Sie wissen, ist die wirtschaftliche Lage in diesem Sektor derzeit sehr schlecht, und das betrifft – in diesem Sektor – auch uns. Glücklicherweise befinden sich einige Branchen wie die Schmuckindustrie, die Medizintechnik und die Luftfahrtindustrie noch in guter Verfassung. Dies ermöglicht es uns, den Rückgang unserer Auftragseingänge zu begrenzen.

In der Deutschschweiz haben wir die Talsohle der Wirtschaftskrise erreicht und hoffen, dass das Jahr 2025 für Dixi Polytool in der Deutschschweiz ein Wachstumsjahr sein wird.

Man darf nicht vergessen, dass die aktuellen internationalen politischen Entscheidungen die Dinge schnell ändern können.

Welche Innovationen zeigt Dixi Polytool im Bereich der Werkzeuge zur Innoteq?

N. Vernier: Dieses Jahr werden wir auf der Innoteq vor allem für Diamant- und PKD-Werkzeuge werben, da wir in diesem Bereich in den letzten Jahren viel investiert haben. Wir sehen auch, dass die Nachfrage nach diesen Produkten steigt. Dieses Werkzeugsegment wird uns in Zukunft das Wachstum unseres Werkzeug-Geschäfts bringen. Wir stellen auch unseren neuen Fräser für die Bearbeitung des hexalobularen Innensechsrunds (Torx) medizintechnischer Schrauben vor. Unser Fokus liegt auf dem Markt für die medizinische Industrie, und dieses neue Werkzeug erweitert unsere Produktpalette für diesen Sektor.

Wir präsentieren noch weitere Neuheiten, aber ich überlasse die Überraschung denjenigen, die uns an unserem Stand besuchen werden.

Im Fertigungsbereich stehen vermehrt die Automation und bedienerarme Fertigung im Fokus. Welche Herausforderungen bringt diese Entwicklung für die Werkzeughersteller betreffend Standzeiten, Produktivität und Prozesssicherheit?

N. Vernier: Wir arbeiten seit mehreren Jahren an diesen Herausforderungen und die Werkzeuge nehmen hier eine Schlüsselrolle ein, die vielen nicht so bewusst ist. Deshalb konzentrieren wir uns auf Produkte von hoher Qualität und Leistung. Dies ermöglicht es, den Herstellungsprozess prozesssicher zu gestalten, eine gleichbleibende Qualität der produzierten Teile zu gewährleisten und die Fertigungslinien so weit wie möglich zu automatisieren. Unser patentiertes, integriertes Kühlmittelsystem «Dixi Cool+» ist ein gutes Beispiel dafür. Wir haben eine Reihe von Produkten entwickelt, die eine lange Standzeit gewährleisten und gleichzeitig die Sicherheit des Bearbeitungsprozesses verbessern. Das «Cool+ System» sorgt dafür, dass die Werkzeuge besser geschmiert und gekühlt werden und alle Späne vor und nach der Bearbeitung aus dem Arbeitsbereich entfernt werden.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Innoteq?

N. Vernier: Die Innoteq ist die einzige Messe, an der wir in der Deutschschweiz teilnehmen. Es ist für uns eine Gelegenheit, unsere Kunden in einem anderen Kontext zu treffen und uns über verschiedene Themen auszutauschen. Dixi Polytool ist als französischsprachiges Unternehmen in der Deutschschweiz weniger bekannt und einige Kunden haben vielleicht aufgrund der Sprache Bedenken, mit uns zu zusammenzuarbeiten. Hier können wir unser Deutschschweizer Verkaufsteam vorweisen, das das gesamte Gebiet mit der gleichen Kultur und Sprache abdeckt. Es ist wichtig, dass wir uns an den Markt anpassen.

Die Innoteq ist auch eine Gelegenheit, neue Kunden zu erreichen und potenziellen Kunden, die uns vielleicht noch nicht kennen, neue Produkte zu zeigen. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, unserem Geschäft eine menschliche Dimension zu verleihen.

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