Die Zusammenarbeit zwischen dem Off-Highway-Motorenhersteller Deutz und dem Werkzeugspezialisten Walter existiert bereits seit einem Jahrzehnt. 2012 stieg Walter Tools Iberica am Produktionsstandort von Deutz in Spanien ins Tool-Management ein. Mittlerweile ist Walter nicht nur an der spanischen Deutz-Produktionsstätte für das komplette Tool-Management, sondern auch für Fremdwerkzeuge verantwortlich.
Maurizio Martorana (Hauptansprechpartner und Projektleiter bei Deutz) und Michael Hartsch (Tool-Manager Walter) an der Werkzeugentnahmestation.
(Bild: Walter)
Seit 2021 liegt auch das Tool-Management für die Produktionswerke von Deutz in Köln-Porz, Köln-Kalk und Herschbach komplett bei Walter Deutschland. Im Kompetenzzentrum für Rotationsteile Köln-Porz wird zusätzlich nach dem Fee-per-Part(FPP)-Modell abgerechnet. Das heisst konkret: Deutz und Walter definieren gemeinsam den Zerspanungswerkzeugkostenanteil an einem Bauteiltyp, den Walter dann für jedes gefertigte Bauteil erhält. Walter und Deutz profitieren damit von der hohen Qualität der Walter-Zerspanungswerkzeuge und von Prozesskompetenz der Zerspanungsexperten aus Tübingen.
Tool-Management als strategische Partnerschaft
«Ohne grosses Vertrauen und Transparenz zwischen den Partnern kann ein FPP-Modell beim Tool-Management nicht funktionieren. Mit Walter machen wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen, da war das FPP-Modell einfach der logische nächste Schritt. Wir sichern uns damit nicht nur über einige Jahre gut kalkulierbare Kosten, sondern bringen auch das Walter-Zerspanungsknowhow direkt in unsere Prozesse ein», sagt Marcus Paehlike, Leiter Technologieentwicklung und Technik Fertigung bei Deutz.
Bildergalerie
Deutz hat das Kompetenzzentrum für Rotationsteile erst 2017 in Betrieb genommen. Hier werden am Hauptstandort des Unternehmens in Köln in einer der modernsten Produktionsstätten Europas Kurbel- und Nockenwellen für die Deutz-Motoren produziert. Was Deutz von Walter kauft, sind im Prinzip nicht Werkzeuge, sondern das Ergebnis eines Zerspanungsvorgangs: Gewinde, Bohrlöcher, Kurbelwangen oder Gegenlager etc. Das Walter-Team vor Ort in der jeweiligen Produktion ist deswegen nicht nur für den kompletten eigentlichen Tool-Management-Prozess verantwortlich, von der Beschaffung über das Betreiben der Werkzeugausgabe und das Auffüllen und Verwalten der Werkzeugschränke bis zum Reconditioning und Recycling.
Im Deutz-Werk in Zafra, Spanien, übernehmen die Mitarbeitenden von Walter darüber hinaus auch die Werkzeugvoreinstellung. Generell unterstützen die Tool-Manager von Walter die jeweiligen Deutz-Teams vor Ort auch beim Troubleshooting im Prozess, justieren die Prozessparameter nach, optimieren Werkzeugkosten und bringen beim Einrichten neuer Prozesse ihr Knowhow mit ein.
Gerade beim Zerspanen von Kurbel- und Nockenwellen verfügt Walter über langjährige Kompetenz aus zahllosen Zerspanungsprozessen, die man bis heute weltweit eingerichtet hat. Deutz profitiert von sicheren, zügig eingerichteten Prozessen. Bei neuen Maschinen oder der Neueinrichtung für neue oder veränderte Bauteile wird man schneller produktiv. Ein weiterer Vorteil für Deutz: Das Outsourcing des Tool-Managements an Walter reduziert für das Unternehmen Deutz den Kapitaleinsatz für Werkzeuglager und -logistik erheblich.
Softwaregesteuerte Prozesse
Damit Werkzeugmanagement und -logistik tatsächlich reibungslos funktionieren und es nicht zu Stillständen oder Fehlern an den Zerspanungsmaschinen kommt, müssen die Prozesse beider Partner stark miteinander verzahnt sein. Gesteuert wird das Tool-Management über eine eigene Walter-Software: Sie managt nicht nur die Abläufe, überwacht Lagerbestand und -entnahmen und veranlasst automatisiert Nachbestellungen, sondern verfügt auch über umfassende Analyse-Möglichkeiten. So werden Live-Daten aus der Fertigung konsequent genutzt, um Lagerbestände, Beschaffungsprozesse und technische Optimierungen zu steuern und Schwachstellen und Verbesserungspotentiale zu identifizieren. Das System integriert auch Fremdwerkzeuge – so verwaltet Walter für Deutz nicht nur die eigenen Zerspanungswerkzeuge, sondern auch die Anwendungslösungen, die man nicht selbst im Portfolio hat.
Strategisch: Outsourcing des Tool-Managements
Manuel Dunst, Regional Manager TMS West Europe, sagt: «Das Outsourcing des Tool-Managements ist eine strategische Entscheidung. Walter taucht bei Deutz tief in Prozesse ein und ist integraler Bestandteil der Fertigung. Gleichzeitig hängt der Erfolg sehr davon ab, dass die beiden Teams vor Ort gut miteinander arbeiten. Dass wir für Deutz an mehreren internationalen Standorten arbeiten, beruht auf der langjährigen positiven Erfahrung miteinander.»
Koordiniert wird das Projekt in Köln-Porz von Michael Hartsch, Tool-Manager Walter TMS. Er sieht deutlich die Vorteile für den Kunden in der Praxis: «Durch die Einführung eines Tool-Management und die Abrechnung per Bauteil entstehen dem Kunden viele Vorteile. Wir als Werkzeughersteller analysieren die Bearbeitungsprozesse und setzen durch unsere Innovationen immer neue Benchmarks. Dadurch werden in der Produktion Kosten reduziert, die Produktivität erhöht und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden gesteigert. Der Erfolg beruht auf einer guten Partnerschaft, um alle Ressourcen auszuschöpfen.» -böh- SMM
Stand vom 30.10.2020
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group AG, Seestrasse 95, CH-8800 Thalwil, einschließlich aller mit ihr verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de/de/smm abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.