Firmennachrichten Tornos: verlangsamter Geschäftsgang

Redakteur: Susanne Reinshagen

Der Geschäftsgang der Tornos Gruppe hat sich im 1. Quartal 2012 verlangsamt. Dies zeigt sich deutlich am rückläufigen Bestellungseingang, der gegenüber dem Vorjahreszeitraum 17,5% eingebüsst hat.

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Der Geschäftsgang bei Tornos hat im 1. Quartal 2012 an Dynamik verloren.
Der Geschäftsgang bei Tornos hat im 1. Quartal 2012 an Dynamik verloren.
(Bild: Tornos)

Im 1. Quartal 2012 gingen bei der Tornos-Gruppe Bestellungen im Wert von CHF 64.7 Mio. ein. Dies bedeutet einen Rückgang von 17.5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ist ein Beleg für die bereits im zweiten Halbjahr 2011 festgestellte Verlangsamung. Auch die Prognosen für ein relativ schwaches erstes Halbjahr 2012 bestätigen sich hiermit. Die Aufträge gingen vor allem im europäischen Raum zurück, da insbesondere die südeuropäischen Länder unter der Schuldenkrise zu leiden hatten. In Nord- und Südamerika verlangsamten sich die Aufträge weniger stark. Asien entwickelte sich gut, konnte aber die Einbrüche nicht kompensieren. In allen Bereichen stehen die Investitionsprojekte der Kunden auf einem Wartegleis, obwohl durchaus gute Arbeitsvorräte vorhanden sind.

Rückläufiger Umsatz, ausgeglichenes Betriebsergebnis

Der Bruttoumsatz beträgt CHF 51 Mio. und liegt damit 12.9% unter dem ersten Quartal 2011. Nachdem bereits das zweite Halbjahr 2011 rückläufig ausgefallen war, kam diese Entwicklung nicht überraschend. Daher wurde die Produktionskapazität für den Monat Mai an den Auftragseingang und den Lagerbestand angepasst. Angesichts dieser Umsatzentwicklung fiel das Betriebsergebnis (EBIT) mit CHF 0.1 Mio. ausgeglichen aus, im Vergleich zu einem positiven Betriebsergebnis von CHF 3.0 Mio. in der gleichen Vorjahresperiode. Der Reinverlust von CHF 1.2 Mio. geht in erster Linie auf Wechselkursverluste zurück; im Vorjahr hatte die Gruppe einen Reingewinn von CHF 1.5 Mio. erzielt.

Ausblick 2012

Die schwache Entwicklung des ersten Quartals hat sich zu Beginn des zweiten Quartals fortgesetzt. Daher und wegen der geringeren Sichtbarkeit der zukünftigen Geschäftsentwicklung können Prognosen für das Geschäftsjahr 2012 nur mit äusserster Vorsicht abgegeben werden, sodass die Gruppe auf Zahlenangaben verzichtet. Die Gesellschaft stützt sich in erster Linie auf die bereits in der Vergangenheit eingesetzte Politik zur Senkung der Betriebskosten und Einführung von Kurzarbeit, um geringere Umsatzvolumen abzufedern und ihr industrielles und kommerzielles Potenzial zu wahren. <<

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