Trumpf erwirtschaftet Gewinn
Die Trumpf-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr trotz der massiven Einbrüche auf den Weltmärkten mit einem Gewinn beendet. Das gab Firmenchefin Nicola Leibinger-Kammüller bei der
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Die Trumpf-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr trotz der massiven Einbrüche auf den Weltmärkten mit einem Gewinn beendet. Das gab Firmenchefin Nicola Leibinger-Kammüller bei der Vorstellung der Bilanz am Firmenstandort Ditzingen bekannt. Im Geschäftsjahr 2008/09 erzielte die Unternehmensgruppe einen Vorsteuergewinn von 52,2 Millionen Euro, obwohl der Umsatz um 22% auf 1,66 Milliarden Euro sank. «Dieser zweistellige Gewinn spricht für die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens und dafür, dass wir sehr schnell die richtigen Massnahmen ergriffen haben», so Leibinger-Kammüller.
Gleichwohl hat die weltweite Krise bei Trumpf zu Einbrüchen in fast allen Geschäftsfeldern geführt. Auch für das laufende Geschäftsjahr ist Trumpf vorsichtig: «Die Situation im weltweiten Maschinenbau und auch bei uns bleibt angespannt. Wir stellen zwar in einzelnen Märkten eine konjunkturelle Belebung fest, und es gibt Anzei-chen, dass der Auftragsrückgang gestoppt sein könnte. Aber im Moment sehen wir nicht, dass es wieder deutlich nach oben geht», so Leibinger-Kammüller.
Entscheidend sei im laufenden Jahr die Liquidität. «Wir haben frühzeitig begonnen, ausreichende finanzielle Reserven zu bilden, um die Liquidität der Unternehmensgruppe zu sichern», betonte Leibinger-Kammüller. Zudem stieg die Eigenkapitalquote im vergangenen Geschäftsjahr von 49 auf 53 Prozent. Die Gesellschafter führten 75 Millionen Euro dem haftenden Eigenkapital zu.
Im Geschäftsjahr 2008/09 (30.6.2009) verbuchte die Grup-pe beim Auftragseingang einen Rückgang von 35% auf 1,4 Milliarden Euro. Der Umsatz sank von 2,14 auf 1,66 Milliarden Euro. Dabei wuchs einzig der Umsatz des Geschäftsbereichs Medizintechnik um 11% Die bei-den grossen Geschäftsbereiche traf die weltweite Investitionsschwäche: Der Umsatz bei Werk-zeugmaschinen/Elektrowerkzeugen sank um 29%, bei Lasertechnik/Elektronik um 24%. Die stärksten Rückgänge verzeichnete das Unternehmen in Asien-Pazifik und Osteuropa. Moderater fielen die Einbrüche in Deutschland und in den USA aus.
Trumpf begegnete den schweren Einbrüchen frühzeitig und massiv. Vor allem startete das Unternehmen eine umfassende Innovationsoffensive in allen Geschäftsfeldern. Weltweit senkte das Unternehmen seine Kosten und passte in Produktion und Verwaltung die Arbeitskapazität der gesunkenen Nachfrage an, und zwar vor allem über den Abbau von Zeitkonten sowie über Kurzarbeit. Dabei blieb die Mitarbeiterzahl im In- und Ausland nahezu konstant.
Kurzarbeit verbindet das Unternehmen mit der Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Studiengänge stellt Trumpf weiter ein. Die Instrumente zur flexiblen Kapazitätsanpassung hätten sich in diesem Jahr bestens bewährt, so der Maschinenbauer. Er wolle deshalb daran festhalten.
Das neue Geschäftsjahr gilt als Übergangsjahr. «Wir stellen Trumpf in der Krise bestmöglich auf die Zeit nach der Krise ein», formulierte Leibinger-Kammüller als Ziel. Deshalb will das Unternehmen weiter investieren. 80 Millionen Euro sind für neue Maschinen, Anlagen und Gebäude geplant. Im abgelaufenen Jahr beliefen sich die Sachinvestitionen auf 127 Millionen Euro. Die Hälfte entfiel auf Deutschland. Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen hoch bleiben. Im vergangenen Jahr wandte Trumpf 9,3% vom Umsatz oder 155 Millionen Euro dafür auf. «Das aktuelle Geschäftsjahr wird sicher nicht einfach, aber wir werden es meistern», so Leibinger-Kammüller. Das Unternehmen habe sich auf unterschiedliche Entwicklungen eingestellt und könne je nach Lage der Dinge deshalb schnell reagieren. Die flexiblen Strukturen, die hohe Liquidität und die starke Eigenkapitalausstattung seien gute Voraussetzungen, um die Durststrecke zu überwinden.
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