Gewinnsteigerung

Trumpf Gruppe: Deutlicher Gewinnsprung

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Industrie 4.0 an die Hand nehmen

Trumpf präsentierte erstmals weitreichende Pläne zu Industrie 4.0. «Für uns steht fest, dass wir die Smart Factory nicht Dritten überlassen werden, sondern die digitale Vernetzung selbst in die Hand nehmen», so Leibinger-Kammüller. Im Mittelpunkt steht dabei ein neues Unternehmen, die AXOOM GmbH, die Trumpf in Karlsruhe gegründet hat. Sie entwickelt ein Betriebssystem mit vorinstallierten Apps für die Fertigungswelt. Die offene, herstellerunabhängige Plattform ermöglicht den sicheren Datentransport sowie die Speicherung und Analyse von Daten. Gleichzeitig bietet sie Lösungsmodule für die durchgängige Auftragsbearbeitung in einem Produktionsbetrieb. «Mit AXOOM begründen wir ein ganz neues Geschäftsmodell. Wir bieten allen Kunden mit industriellen Fertigungsprozessen die Möglichkeit, ihre Prozesse in einem einzigen System selbst zu organisieren», so Leibinger-Kammüller.

Trumpf werde so erstmals zum Provider eines Betriebssystems. «Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir die installierte Maschinenbasis haben. Wir sind ein Softwareanbieter, der den Markt wirklich kennt.»

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Trumpf Schweiz: Umsatz- und Ertragsrückgang

Der gute Geschäftsgang im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 bildet sich nicht in den Geschäftszahlen von Trumpf Schweiz mit den beiden Standorten in Baar und Grüsch ab. Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank vom 15. Januar 2015 zur Aufhebung des Mindestkurses hatte erhebliche Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. Trumpf Schweiz erzielt seinen Umsatz hauptsächlich im Export und fakturiert in Fremdwährungen. Bei einem Umsatz von CHF 671,0 Mio. blieb dieser um 7 Prozent unter dem Vorjahr (CHF 720,9 Mio.). Der Auftragseingang kam um 9 Prozent auf CHF 672,7 Mio. (Vorjahr CHF 738,8 Mio.) zurück. Der EBIT wurde von CHF 62,0 Mio. auf CHF 30,8 Mio. halbiert.

Im Inland unterstützt Trumpf seine Kunden seit dem 20. Januar 2015 mit einem Euro-Bonus. Damit leistet das Unternehmen seinen Beitrag zur Erhaltung eines wettbewerbsfähigen und starken Werkplatzes Schweiz und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Diese Politik schlägt sich vor allem im Ertrag nieder, indem Trumpf seine Einkaufsvorteile an die Kunden weitergibt. Auf der Umsatzseite führen die schwächeren Fremdwährungen – insbesondere der Euro – zu geringeren Werten.

Trumpf steht weiterhin zum Standort Schweiz. Dies zeigt auch die Entwicklung des Mitarbeiterbestandes, welcher um 2% auf 788 Personen (Vorjahr 774) zulegte. Mit insgesamt 74 Lernenden – dies entspricht einer Ausbildungsquote von knapp 10 Prozent - leistet Trumpf auch hier seinen Beitrag zu gut ausgebildeten technischen Fachkräften für einen zukunftsfähigen Werkplatz Schweiz. <<

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