Trumpf Maschinen AG: Blechfertigung der Zukunft

Redakteur: Hermann Jörg

>> Auf der kommenden Blechexpo zeigt Trumpf die Vorteile der vernetzten Produktion und präsentiert auf dem Messestand eine automatisierte Prozesskette, vom Stanzen oder Laserschneiden über Biegen und Schweissen bis hin zum Beschriften. Als weiteres zentrales Thema steht die Materialeffizienz im Fokus, repräsentiert unter anderem durch die Bearbeitungsstrategie der neuen Stanzmaschine Tru Punch 3000.

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Trumpf-Geschäftsführer Dr. Mathias Kammüller (Bild: Trumpf)
Trumpf-Geschäftsführer Dr. Mathias Kammüller (Bild: Trumpf)

joe. Was braucht eine ideale Fabrik? Diese Frage beantwortet Trumpf charakteristisch für die Blechbearbeitung auf der kommenden Blechexpo in Stuttgart. Die Maschinen des Technologieführers werden auf dem Messestand eine automatisierte Prozesskette vom Stanzen oder Laserschneiden über das Biegen und Schweissen bis hin zum Beschriften abbilden – und dabei stets miteinander und mit dem Anwender kommunizieren. Das tun sie mit Hilfe von «TruTops Fab», diese hauseigene Software zur Fertigungssteuerung verbindet die gesamte Produktion.

Navi für die Blechfertigung

«Ein solches System wird bald aus den meisten Betrieben nicht mehr wegzudenken sein», sagt dazu Dr. Mathias Kammüller, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge. «Denn es spart Zeit, optimiert die Prozesse und erhöht die Transparenz ganz wesentlich.» Mit einem Blick auf den Monitor sieht der Verantwortliche, welche Fertigungsaufträge vorhanden sind und in welchem Status sich diese gerade befinden. So können die gesamten Abläufe von der Angebotserstellung bis zu den Versandpapieren überwacht und gelenkt werden. Die besagte Software bietet dabei als Navigationssystem einen kompletten Überblick, von der Kalkulation über Produktion und Lager bis hin zur Rechnungserstellung. Der modulare Aufbau ermöglicht jedem Anwender, den Umfang des Systems mit individuellen Anforderungen in Einklang zu bringen.

Materialeffizienz als zentrales Thema

Ein weiteres zentrales Thema des Messestands ist die Materialeffizienz. Bestes Beispiel dazu ist die neue Stanzmaschine Tru Punch 3000. Die Blechtafel wird hier bis zum Rand mit Gutteilen belegt und mit gemeinsamen Stanzhüben getrennt, statt wie bisher einen L-förmigen Rand übrig zu lassen. Das erhöht die Teileausbeute im Schnitt um gut zehn Prozent. Die Maschine bearbeitet die Tafel Reihe für Reihe, stanzt also parallel Gutteile und Abfallteile und schleust sie mit Hilfe einer Weiche sofort sortiert aus. Wenn nötig, kann der Monostanzkopf das Teil auf die Teileklappe drehen und prozesssicher fallen lassen. «Auf diese Weise wird auch der komplette Reststreifen ausgeschleust, so dass am Ende wirklich nichts mehr von der Blechtafel übrig bleibt», erklärt Kammüller. «Diese Bearbeitungsstrategie ist der grösstmögliche Sparhebel beim Stanzen, denn das Material macht fast drei Viertel der Teilekosten aus.»

Lösung für Schlacke aller Art

Das Geschäftsfeld Elektrowerkzeuge präsentiert für Betriebe mit Laserflachbettmaschinen den neuen Auflageleisten-Reiniger Tru Tool TSC 100. Das standardmässig von einer Person bedienbare Gerät ermöglicht den Anwendern, neben Baustahl- und Aluminiumschlacken nun auch hartnäckige Edelstahlschlacke zu entfernen. Der Auflageleisten-Reiniger ist an Laserflachbettmaschinen mit einer Leistung bis zu 7 kW einsetzbar. Er entschlackt die Leisten sowohl seitlich als auch in den Zwischenräumen und kann bis an den Palettenrahmen reinigen. Entscheidend für die hohe Leistungsfähigkeit ist der technische Aufbau des neuen Geräts: Zwei parallel laufende, gezahnte Reinigungswerkzeuge schaben die Schlacke gründlich von den Leisten. Das Gerät ist in der Lage, alle diejenigen Materialien zu entfernen, die der Laser schneiden kann.

Automatisierung als Trend

Daneben erwarten den Messebesucher diverse neue Automatisierungslösungen für das Stanzen, Laserschneiden und Biegen. «Das Potenzial des automatisierten Arbeitens wird häufig immer noch unterschätzt», erläutert Dr. Mathias Kammüller. «Viele Betriebe können damit nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern, sondern auch dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken.» <<

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