KOF-Konjunkturbarometer Umfeld für die Schweizer Industrie etwas schwieriger

Redakteur: Sergio Caré

Im Mai 2017 stand das KOF-Konjunkturbarometer nach wie vor leicht über seinem langfristigen Durchschnitt, allerdings war der Rückgang gegenüber dem April ausgeprägt. Mit diesem Stand signalisiert das Barometer für die nähere Zukunft jedoch noch immer solide Wachstumsraten.

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Im Mai 2017 stand das KOF Konjunkturbarometer nach wie vor leicht über dem langfristigen Durchschnitt. Allerdings war der Rückgang gegenüber dem April ausgeprägt. Mit seinem Stand signalisiert das Barometer jedoch noch immer solide Wachstumsraten.
Im Mai 2017 stand das KOF Konjunkturbarometer nach wie vor leicht über dem langfristigen Durchschnitt. Allerdings war der Rückgang gegenüber dem April ausgeprägt. Mit seinem Stand signalisiert das Barometer jedoch noch immer solide Wachstumsraten.
(Bild: KOF / ETH)

Zürich – Das Konjunkturbarometer der KOF fiel im Mai 2017 um 4,7 Punkte (von revidiert 106,3 im April) auf den aktuellen Stand von 101,6 und muss darum nach unten korrigiert werden. Nachdem bereits im Vormonat der Indikatorwert geringfügig nach unten korrigiert werden musste, brach das Wirtschaftsbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH nun deutlich ein. Mit einem Stand leicht über dem langfristigen Durchschnitt signalisiert der Indikator für die nähere Zukunft jedoch noch immer solide Wachstumsraten für die Schweizer Wirtschaft nahe am langfristigen Mittelwert.

Negative Beiträge aus der Industrie

Im Mai 2017 stand das KOF-Konjunkturbarometer mit seinem Wert nach wie vor leicht über seinem langfristigen Durchschnitt, allerdings war der Rückgang gegenüber dem April ausgeprägt. Dieser war insbesondere das Resultat deutlich negativer Beiträge von der Industrie. Aber auch die Indikatoren für die Exportentwicklung und für den inländischen Konsum sowie jene aus dem Finanzsektor und dem Baubereich sorgten für negative Impulse für die Dynamik des Barometers. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes wurde der eingetrübte Ausblick insbesondere in den Branchen Papier, Metall und Elektronik sichtbar. Diese negativen Tendenzen wurden durch einen etwas verbesserten Ausblick in der Nahrungsmittelindustrie leicht abgeschwächt.

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Insgesamt scheint das Umfeld für die Schweizer Industrie schwieriger geworden zu sein. Die deutlich schlechtere Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe widerspiegelt sich hauptsächlich in einer skeptischeren Beurteilung der Auftragslage und der Wettbewerbsfähigkeit. Dagegen sprechen die Indikatoren zur Lagerhaltung für einen etwas günstigeren Verlauf.

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