SGL Carbon: Neue Verfahren für Carbonfaser-Bauteile

Verfahrenstechnik deutlich erweitert

| Redakteur: Konrad Mücke

Aus TowPregs, einem Gemisch von Carbon- und Glasfasern, automatisiert dreidimensional gewickeltes Bauteil
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Aus TowPregs, einem Gemisch von Carbon- und Glasfasern, automatisiert dreidimensional gewickeltes Bauteil (Bild: SGL Carbon SE)

Zur Messe Composites Europe in Stuttgart wird die SGL Group die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum einbaufertigen Bauteil aus Verbundwerkstoffen zeigen. Neben Exponaten gehört dazu auch ein virtueller Rundgang durch die Fertigungsstätten.

Die SGL Group präsentiert zum einen jüngst verwirklichte duro- und thermoplastische Werkstoffe. Zum anderen stellt das Unternehmen innovative Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen vor. Dazu gehören zum Beispiel eine Blattfeder für einen Automobilhersteller und eine Traverse aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff für die Automatisierungstechnik. Darüber hinaus zeigen die Spezialisten eine besonders innovative Komponente aus Kohlefaser, die aus einem Carbonfaser-TowPreg für das Fertigungsverfahren «xFK in 3D» besteht. TowPregs wurden gemeinsam mit der AMC (Automotive Management Consulting) entwickelt und entstehen in einem speziell dafür realisierten Prozess.

Automation dank vorimprägnierter Gewebe und Fasern

Das imprägnierte Halbzeug für dieses neuartige Fertigungsverfahren kommt von der SGL Group. Die SIGRAPREG® genannten TowPregs aus einem Gemisch von Carbon- und Glasfasern eignen sich aufgrund ihrer Breitenstabilität und des hervorragenden Abwickelverhaltens besonders für automatisierte Fertigungsprozesse. Zudem sorgen sie für sehr gute mechanische Eigenschaften. Sie können darüber hinaus auch mit schnell härtenden Pre­pregharen kombiniert werden. Diese werden derzeit mit Blick auf die Forderungen einer künftigen Fertigung in grossen Serien zum Beispiel für die Automobilindustrie entwickelt. Bei der von AMC zum Patent angemeldeten Prozesstechnik «xFK in 3D» werden in einem Verfahren faserverstärkte Kunststoffe basierend auf Berechnung und Simulation dreidimensional gewickelt. Als besondere Vorteile erweisen sich die günstige Faserablage, die auf die Kraft- und die Lastaufnahme abgestimmt ist, sowie der minimale Werkstoffverschnitt.

Von der Faser zur Karosserie

Im erstmals präsentierten Innovationsbereich der Messe in Stuttgart wird die SGL Group ihr Know-how anhand von Exponaten der gesamten Wertschöpfungskette für Faserverbund-Werkstoffe vorstellen. Dazu gehören Fasern, Gewebe, Prepregs und kleine Bauteile. Besonderes Highlight wird die sogenannte Carbon-Core-Karosserie einer Luxuslimousine eines bayerischen Automobilherstellers sein.

Darüber hinaus zeigen die Spezialisten für Verbundwerkstoffe ihre Fertigung im Produktionsstandort Meitingen mithilfe einer Virtual-Rea­lity-Brille. Im Lightweight and Application Centers (LAC) entstehen kundenspezifische Bauteile aus Verbundwerkstoffen. Von der Idee für eine Composite-Struktur über die Konzept- und die Proto­typenentwicklung bis zum Fertigen in Serien verwirklichen hier die Experten sämtliche Prozessschritte. SMM

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