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Nachschau zur «K 2013» in Düsseldorf Viel Schweizer Technologie auf der grössten Kunststoffmesse

| Redakteur: Luca Meister

Über 3 200 Aussteller haben auf der Kunststoffmesse «K 2013» ihre neuesten Entwicklungen für verschiedenste Industriebereiche vorgestellt. Das Düsseldorfer Messegelände war mit allen 19 Hallen komplett ausgebucht. Im Mittelpunkt standen sowohl Effizienz als auch Umweltverträglichkeit.

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Joschka Fischer eröffnet die Sonderschau «Kunststoff bewegt» auf der «K 2013».
Joschka Fischer eröffnet die Sonderschau «Kunststoff bewegt» auf der «K 2013».
(Bild: SMM)

Kunststoffe und Kautschuk sind Paradebeispiele für Effizienz. Isolierungen aus Kunststoff schützen gegen Kälte und Wärme. Ihr Einsatz spart weitaus mehr Öl ein als zu ihrer Herstellung nötig ist. Kunststoff statt Metall macht Autos und Flugzeuge leichter.

Velo aus mehr als 20 verschiedenen Kunststoffen

Fahrräder, die fast nur aus Kunststoff bestehen, gibt es zwar schon lange. Was es bisher aber noch nicht gab, ist ein Konzept-E-Fahrrad, in das verschiedene, zum Teil sehr innovative Kunststoffgattungen ihren spezifischen Vorteil einbringen. BASF hat ihre auf der Materialplattform «Performance Materials» seit Januar 2013 gebündelten Kunststoffe von Polyurethanen über Thermoplaste, Schaumstoffe, Epoxidharze und Composite-Produkte in ein Konzept-Fahrrad gesteckt: Von der Design-Agentur Ding3000 konzipiert, besteht das E-Bike «Concept 1865 – Rethinking Materials» aus mehr als 20 verschiedenen BASF-Kunststoffen. Warum 1865? Das Gründungsjahr von BASF fällt in die Zeit der ersten Pedalfahrräder: Daher hat die funktionstüchtige und fahrbereite Fahrrad-Design-Studie die äussere Form eines historischen Hochrads. Darin steckt ein Gestalt gewordenes Gedankenexperiment zum Thema «Rethinking Materials – Materialien zum Nachdenken». Das Fahrrad ist eine Einladung an die Kunden, Bewährtes in Frage zu stellen, gemeinsam mit dem Unternehmen neue Anwendungen und Produktideen auf Basis moderner Kunststoffe rund um das Thema Mobilität und Urbanisierung zu entwickeln.

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Schweizer Kaffeekapseln aus kompostierbarem Kunststoff

BASF präsentierte ausserdem etwas ganz anderes: Kaffeebohnen aus zertifiziertem Bio-Anbau, fair gehandelt, in der ältesten Schweizer Rösterei traditionell schonend weiterverarbeitet und zum Schluss in Kaffeekapseln aus kompostierbaren Kunststoff verpackt – und dem tassenweisen Kaffeegenuss steht nichts mehr im Weg. Der kompostierbare Kunststoff «Ecovio» von BASF hat seine erste Serienanwendung in einer Systemlösung für Verpackung gefunden. Zusammen mit der Swiss Coffee Company ist es BASF gelungen, ein System zu entwickeln, das aus einer Kaffeekapsel und einer aromafesten Umverpackung besteht. Es genügt den hohen Anforderungen, die an den Schutz des Produkts und das Brühen des Kaffees in Hochdruckkaffeemaschinen gestellt werden, und lässt sich trotzdem kompostieren. Die Systemlösung basiert zum überwiegenden Teil auf nachwachsenden Rohstoffen.

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