Mit Virtual Reality den Messauftritt unvergesslich machen

Virtual Reality im B2B – wenn Business zum Erlebnis wird

| Autor / Redakteur: Kristian Kerkhoff / Georgina Bott

Bei der „Offshore Rig VR-Experience“ von Dräger taucht der Nutzer in eine Bohrinsel-Szenerie ein und gerät in einen simulierten Notfall.
Bei der „Offshore Rig VR-Experience“ von Dräger taucht der Nutzer in eine Bohrinsel-Szenerie ein und gerät in einen simulierten Notfall. (Bild: Demodern / Dräger)

Erlebtes bleibt in Erinnerung und weckt Gefühle – das gilt für alle Bereiche im Leben und erklärt den Siegeszug von Virtual Reality. Das enorme Potenzial dieser Technologie entdecken nun auch immer mehr B2B-Entscheider. Wann sich der Einsatz von VR für Unternehmen lohnt und wie ZEISS und Dräger die Technologie am Messestand einsetzen.

Wenn Kunden das nächste Reiseziel, ihr zukünftiges Familienauto oder das Traumhaus im Vorfeld erkunden und erleben dürfen, fühlt sich das Produkt realer, verständlicher und nicht selten wünschenswerter an. Warum eigentlich soll es dem Vertriebler auf der Messe anders gehen? VR ermöglicht es, Menschen in kurzer Zeit in die Markenwelt eintauchen zu lassen und mitzureißen – im privaten wie im geschäftlichen.

Fest steht, dass vor allem diejenigen Unternehmen und Marken von der VR-Technologie profitieren, die auf eine starke Produktpräsentation und ihre Darstellung im Raum setzen. Virtuelle 3D-Welten und Räume werden genutzt, um Produkte zu visualisieren, zu konfigurieren und Anwendungsszenarien zu simulieren. So können Unternehmen beispielsweise große Maschinen für den Nutzer erlebbar machen, ohne das teure Equipment tatsächlich vor Ort zu haben. Während der virtuellen Führung ist es Mitarbeitern möglich, gemeinsam mit dem Nutzer in die 3D-Welt einzutauchen und ihm das Produkt ausgiebig zu erklären und vorzuführen. Dabei lassen sich die Szenarien beliebig an die Bedürfnisse des Kunden anpassen und ermöglichen somit ein individuelles und überzeugendes Markenerlebnis.

Doch auch unternehmensintern eignet sich der Einsatz von VR: In Produktionsprozessen, im Bereich des E-Learnings, der Schulung, aber auch bei Fortbildung des Personals kann die Technologie von großem Nutzen sein. Denn neben der Visualisierung von Orten lassen sich mit ihr gewünschte Situationen simulieren. So lassen sich etwa Reisekosten einsparen sowie eine anschauliche Visualisierung mit Hilfe von Multiuser VR für mehrere Menschen gleichzeitig umsetzen – auch an unterschiedlichen Orten.

Der Messestand als Tor zur Markenwelt

Ein Bereich, der von dem Vormarsch der Technologie besonders profitiert, ist die Messe. VR revolutioniert die Unternehmenspräsentation am Stand und erweitert das Angebot vor Ort beliebig. Ob umfangreiche Produktpaletten, die Veranschaulichung von Arbeitsprozessen oder spielerisches Eintauchen in die Welt der Marke – Besucher dürfen erleben und erkunden, was Unternehmen auch jenseits des Messestandes zu bieten haben.

Während einer sechsminütigen Entdeckungstour konnten die Besucher einer medizinischen Fachmesse die Produkte von ZEISS erleben und benutzen.
Während einer sechsminütigen Entdeckungstour konnten die Besucher einer medizinischen Fachmesse die Produkte von ZEISS erleben und benutzen. (Bild: Demodern / ZEISS)

Ein Beispiel: Auf einer medizinischen Fachmesse in Kopenhagen ermöglichte eine Virtual Reality-Anwendung am Messestand von ZEISS eine immersive Reise in das Universum der feinmechanisch-optischen Industrie. Eine Kombination aus visuellen Welten und spielerischen Elementen ließ die Besucher – in erster Linie Ärzte – das Produktportfolio des Unternehmens kinderleicht entdecken. Und wie lässt sich das im Falle von Zeiss besser veranschaulichen als im menschlichen Auge? Während einer sechsminütigen Entdeckungstour konnten die Besucher die Produkte von ZEISS erleben und benutzen.

Bei der „Offshore Rig VR-Experience“ von Dräger taucht der Nutzer in eine Bohrinsel-Szenerie ein und gerät in einen simulierten Notfall.
Bei der „Offshore Rig VR-Experience“ von Dräger taucht der Nutzer in eine Bohrinsel-Szenerie ein und gerät in einen simulierten Notfall. (Bild: Demodern / Dräger)

James Bond-Feeling auf der Fachmesse

Auch Dräger, das international führende Unternehmen auf dem Gebiet hochwertiger Medizin- und Sicherheitstechnik, setzt mithilfe einer VR-Anwendung seine Produktwelt spielerisch und realitätsnah in Szene. Bei der „Offshore Rig VR-Experience“ taucht der Nutzer in eine Bohrinsel-Szenerie ein und gerät in einen simulierten Notfall, aus dem er sich dank der Dräger-Warnsysteme retten kann. Die VR-Anwendung kommt in erster Linie auf internationalen Messen und Events zum Einsatz. Fachbesucher, Kunden und Einkäufer aus dem B2B-Segment erleben dort die Produkte interaktiv und werden gleichzeitig für die Notwendigkeit von Sicherheitsvorrichtungen und Notfallwarnsysteme sensibilisiert. Diese Real Time VR-Experience demonstriert, dass VR eine ernstzunehmende Technologie ist, die der spielerischen Wissensvermittlung und Erklärung komplexer Produkte dient – auch im B2B-Bereich. Darüber hinaus ist hier die Aufmerksamkeit des Nutzers zu 100 Prozent der Marke zugewandt – eine Tatsache, von der andere Medien nur träumen können.

Bleibt festzuhalten: Virtual Reality ist inzwischen aufgrund der erreichten technischen Möglichkeiten fast überall zugänglich und vielseitig einsetzbar. Zwar hat sich diese Technologie noch nicht vollumfänglich verbreitet, Unternehmen und Marken schöpfen das Potenzial bislang nicht vollkommen aus. Klar ist aber, dass Virtual Reality aufgrund ihrer Immersivität gerade im Vergleich zu anderen aktuellen Display-Anwendungen im B2B-Bereich punktet und einen signifikanten Einfluss auf diverse Industrien und Branchen hat – und verstärkt haben wird. Wir gehen davon aus, dass die bereits heute etablierte Virtual Reality-Technologie in den nächsten Jahren einen festen Platz in verschiedenen Bereichen finden wird.

Kristian Kerkhoff ist Inhaber, Managing Partner & Creative Director von Demodern.
Kristian Kerkhoff ist Inhaber, Managing Partner & Creative Director von Demodern. (Bild: Demodern)

Über den Autor

Kristian Kerkhoff ist Inhaber, Managing Partner & Creative Director von Demodern – Digital Agency. Als unabhängige Digitalagentur mit Sitz in Köln, Hamburg und Frankfurt entwickelt Demodern seit 2008 innovative Kommunikation für das digitale Zeitalter und arbeitet für namhafte Kunden wie Nike, IKEA, Daimler, Gatorade, Mazda oder Montblanc. Demodern wurde bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnet.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal marconomy.de

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