Bosch schloss das Geschäftsjahr 2025 auf dem Schweizer Markt und in Liechtenstein mit 762 Millionen Franken positiv ab. Mit 1,6 Milliarden Franken blieb der Gesamtnettoumsatz, inklusive interner Lieferungen an Tochtergesellschaften, auf Vorjahresniveau stabil – dies gelang trotz einer gedämpften Weltkonjunktur, des starken Frankens und hoher US-Zölle.
Mit dem neuen Hauptsitz in Zuchwil bekräftigt Bosch das Engagement für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Bosch beschäftigt in der Schweiz rund 2160 Mitarbeitende.
(Bild: Bosch Schweiz)
«Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation weltweit erwarten wir auch in der Schweiz ein herausforderndes Jahr 2026, glauben jedoch weiterhin an das langfristige Potenzial im lokalen Markt», sagte Ute Lepple, Repräsentantin der Bosch-Gruppe in der Schweiz. Mit dem im vergangenen Jahr errichteten neuen Hauptsitz bekräftigt Bosch das Engagement für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Bosch beschäftigt in der Schweiz rund 2160 Mitarbeitende.
Umsatzentwicklung nach Unternehmensbereichen
Die Umsatzentwicklung der Schweizer Bosch-Geschäftsbereiche zeigte ein gemischtes Bild. Innerhalb des Unternehmensbereichs «Mobility» verzeichnete der Geschäftsbereich «Mobility Aftermarket» ein robustes Wachstum. Haupttreiber ist das steigende Durchschnittsalter von Fahrzeugen in der Schweiz, das von 9,5 Jahren auf 10,8 Jahre stieg. Diese Entwicklung sowie der Sortimentsausbau sorgten für eine höhere Nachfrage nach Reparatur- und Serviceleistungen.
Im Unternehmensbereich «Consumer Goods» verzeichnete der Geschäftsbereich «Power Tools» aufgrund der volatilen Rahmenbedingungen ein durchwachsenes Geschäftsjahr, während sich der Geschäftsbereich «BSH Hausgeräte» positiv entwickelte. Dieser konnte in der Schweiz nicht nur Marktanteile dazugewinnen, sondern auch das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern. Zu diesem Erfolg trug insbesondere der Produktbereich der Einbaugeräte wesentlich bei.
Im vergangenen Jahr erzielte der Unternehmensbereich «Energy and Building Technology» mit den Marken Bosch und Buderus in der Schweiz den höchsten Umsatz und das beste Ergebnis seiner Geschichte.
Die hohe Nachfrage im Geschäftsbereich «Home Comfort» traf auf ein innovatives Produkteportfolio in Bezug auf Qualität, Technik und Design. Es gelang, die Position im Markt signifikant zu stärken und Marktanteile hinzuzugewinnen.
Im Unternehmensbereich «Industrial Technology» zeigte die Auftragslage eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr, konnte aber noch nicht an das höhere Niveau früherer Jahre anknüpfen.
Neuer Bosch-Hauptsitz in Zuchwil
Bosch Schweiz hat 2025 seinen neuen Hauptsitz in Zuchwil eröffnet.
(Bild: Bosch Schweiz)
Bosch Schweiz hat 2025 seinen neuen Hauptsitz in Zuchwil eröffnet. Er beherbergt die Zentrale von Bosch Schweiz sowie den Hauptsitz der Scintilla AG (Teil des Produktbereichs Zubehör von «Bosch Power Tools») und bietet rund 450 Mitarbeitenden ein modernes und flexibles Arbeitsumfeld. Das Gebäude schafft eine inspirierende Arbeitsatmosphäre, die Kreativität und Zusammenarbeit fördert. Auf 10 700 Quadratmetern Bürofläche wurde ein vielseitiges Raumkonzept für hybride Arbeitsmodelle umgesetzt. Technologisch setzt der Bau Massstäbe durch eine Grundwasser-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage und eine intelligente Lüftung. Das Projekt unterstreicht das Bekenntnis von Bosch zu Nachhaltigkeit und zukunftsweisenden Arbeitswelten.
Ausblick 2026 und strategischer Kurs
Die Bosch-Gruppe will im Geschäftsjahr 2026 trotz geopolitischer Spannungen und Handelsbarrieren mit voller Innovationskraft die Wachstumsperspektiven in ihren Weltmärkten nutzen. Die dafür notwendigen Vorleistungen für Zukunftsfelder sollen das hohe Niveau der Vorjahre erreichen. In Forschung, Entwicklung und Sachanlagen investierte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen allein 2025 rund zwölf Milliarden Euro. Für 2026 plant Bosch ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und eine operative EBIT-Rendite auf vier bis sechs Prozent.
«Als globaler Technologieführer gestalten wir engagiert die Trends Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz und schaffen damit auch die Voraussetzungen für profitables Wachstum unseres Geschäfts», sagte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.
Trotz erheblicher Herausforderungen erzielte Bosch im Geschäftsjahr 2025 mit 91,0 Milliarden Euro einen Umsatz leicht über Vorjahr (2024: 90,3 Milliarden Euro), wechselkursbereinigt ein Plus von 4,1 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betrug zwei Prozent (2024: 3,5 Prozent). Das Ergebnis wurde durch notwendige Struktur- und Personalanpassungen zur Steigerung der Zukunftsfähigkeit mit 2,7 Milliarden Euro in Form von Rückstellungen erheblich belastet.
Für das laufende Geschäftsjahr setzt sich aus Sicht von Bosch die schwache konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2025 fort. Dennoch konnte Bosch im ersten Quartal des Jahres wechselkursbereinigt einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreswert erzielen. «Bosch kann Zukunft – auch unter ungünstigen Bedingungen. 2026 wird ein Jahr des Vorankommens sein», sagte Hartung. Bei der Innovationskraft zählt Bosch zu den stärksten Industrieunternehmen weltweit und ist mit rund 6300 Patenten 2025 einer der grössten Patentanmelder in Europa. Den Ausbau der Innovationsführerschaft sieht der Bosch-Chef als zentralen Erfolgsfaktor, um das Geschäft und die Strategie 2030 umzusetzen.
Stand vom 30.10.2020
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