Getriebe-Drehtisch Vorgespannte Konkurrenz zum Torque-Drehtisch
Das Schweizer Unternehmen pL Lehmann stattet seine seit Anfang 2015 verfügbaren CNC-Drehtische der Baureihe 500 edition 3 mit einer völlig neuen Getriebegeneration aus. Das Preloaded Gear Drive (PGD) weist revolutionäre Züge auf: Es ist vorgespannt, dauerhaft spielfrei und nahezu verschleissfrei. Damit sind die neuen Lehmann-Drehtische sogar der direkt angetriebenen Konkurrenz in so manchen Bereichen überlegen.
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Dem Unternehmen pL Lehmann ist es gelungen, eine Getriebevariante zu entwickeln, die trotz definiert vorgespanntem Zustand weder klemmt, noch frisst beziehungsweise stark verschleisst.
Das Geheimnis hinter diesem spielfreien Preloaded Gear Drive (PGD) liegt zum einen im gewählten Material, in der Herstellung und im verwendeten Getriebeöl, zum anderen in der definierten Vorspannung und dem speziellen Einlaufprogramm, das unter Last absolviert wird.
Mittels Langzeittests unter Belastung wurden Millionen von Positionierungen über tausende von Stunden gemacht, ohne dass das PGD nennenswert an Vorspannung verloren hätte.
Es eignet sich dadurch sowohl hervorragend für die intensive Produktion im Positionierbetrieb als auch für anspruchsvolle Simultan-Bearbeitungen komplexer 3D-Teile.
Vorteil von PGD
Durch seine hohe, dauerhafte Leistungsfähigkeit stellt das PGD nicht nur bisherige, nicht vorgespannte Schneckengetriebe in den Schatten, es weist auch gegenüber Torque-Drehtischen zahlreiche Vorteile auf. So lässt sich ein mit PGD ausgestatteter Drehtisch schneller in Betrieb nehmen und benötigt keine grossen Servos. Das schlägt sich in niedrigeren Kosten und mehr Platz im Schaltschrank nieder. Auch profitieren die Lehmann-Drehtische von der geringen Wärmeentwicklung des PGD, die ein – beim Direktantrieb übliches – Kühlaggregat überflüssig macht. Hier reicht die Kühlung durch die Schneidemulsion meist völlig aus. Zudem ist keine Sicherheitsbremse erforderlich. So ist ein CNC-Drehtisch mit PGD in der Anschaffung meist günstiger als ein Torque-Drehtisch.
Trotz der Kombination aus Motor und Getriebe ist der Drehtisch der Baureihe 500 edition 3 kompakter und leichter gebaut als eine vergleichbare direkt angetriebene Rundachse. Dadurch steht dem Anwender mehr freie Tischbeladung für seine Werkstücke zur Verfügung, und ihm fällt der Auf- und Abbau des CNC-Drehtisches spürbar leichter.
Leistungsstark in Standard- und Highspeed-Ausführung
Das PGD gibt es in Standard- und Highspeed-Ausführung (HS). Letztere überzeugt besonders durch hohe Dynamik, lange Einschaltdauer, sehr kurze Taktzeiten von beispielsweise 0,26 s/90° und Drehzahlen von bis zu 200 min-1 (aktuell verfügbar bis zu 160 min-1). Das prädestiniert sie für kleine bis mittlere Lasten, kurze Bearbeitungen und hohe Stückzahlen im Positionierbetrieb – oder bei simultaner Highspeed-Bahnbearbeitung. Denn bis zu einem Drittel des zulässigen Vorschubmomentes kann der Anwender ohne Klemmung arbeiten und ist dabei nur unwesentlich langsamer als ein Direktantrieb.
Positionierbetrieb mit Klemmung oft schneller
Im Positionierbetrieb mit Klemmung dagegen ist ein Lehmann-PGD-Drehtisch sogar oft schneller und wirtschaftlicher. Auch in Sachen Steifigkeit und Unempfindlichkeit bei Laständerungen durch unterschiedliche Werkstücke (oder deren exzentrische Lage) sind die neuen Lehmann-Drehtische den Torque-Drehtischen häufig überlegen – ohne in Drehzahl und Taktzeit nachzustehen. Wegen seiner grossen mechanischen Übersetzung deckt das PGD zudem einen viel grösseren Massenträgheits-Bereich ab als ein Direktantrieb.
Problemlos: Austausch der Drehtischeinheiten
Der Innenaufbau und die Aussenabmessungen der beiden PGD-Varianten sind identisch, was für hohe Flexibilität sorgt. Denn ein nachträglicher Austausch der Drehtischeinheiten ist problemlos möglich. Schliesslich sind Kabel und Stecker sowie Pin-Belegung und Motoren zu 100 % identisch.
Flexibilität sind kaum Grenzen gesetzt
Allein ein paar wenige Parameter (von pL zur Verfügung gestellt) müssen CNC-seitig modifiziert werden. Dies ermöglicht beliebige Kombinationen (z. B. Schwenkachse Standard, Teilachse Highspeed), ohne maschinenseitig Anpassungen machen zu müssen. Der Flexibilität sind kaum Grenzen gesetzt. <<
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