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Die Umfrageresultate im Detail
32.3% der im Rahmen der KMU-Exportperspektiven von S-GE antwortenden Schweizer KMU erwarten für das kommende Quartal einen Exportzuwachs. Im Vorquartal waren es 25.7%. 50.7% der KMU gehen von einer Stagnation ihres Exportvolumens aus, gegenüber 43.2% zu Beginn des 3.Quartals 2015. Und nur mehr 17.1% der KMU efürchten rückläufige Exporte, gegenüber 31.1% im Vorquartal.
In sieben von acht untersuchten Branchen rechnen die KMU mit steigenden Ausfuhren. Insbesondere die Unternehmen aus den Sektoren Maschinenbau, Chemie/Pharma und Dienstleistungen steigen zuversichtlich ins kommende Quartal. Einzig die Unternehmen aus dem Konsumgütersektor zeigen sich pessimistisch.
Befragt nach den Gründen für die erwarteten Steigerungen ihrer Exporte, verweisen 52% der KMU auf die Produktinnovation (Vorquartal 54%; Mehrfachnennungen möglich). 48% setzen auf ein verstärktes Marketing (50%). Mit 31% erwarten mehr KMU, dass sich die Konjunktur in ihren Exportmärkten im kommenden Quartal verbessert (28%). An Bedeutung verloren hat hingegen der Faktor Änderung der Preispolitik, den noch 20% der KMU nennen (26%). Die KMU, die von rückläufigen Ausfuhren ausgehen, schreiben dies in erster Linie dem steigenden Konkurrenzdruck zu. 63% der Befragten nennen diesen Faktor, gegenüber 61% im Vorquartal. An zweiter Stelle stehen Ängste vor einem konjunkturellen Abschwung auf den Exportmärkten. 49% der Unternehmen nennen diesen Faktor, gegenüber 41% im Vorquartal. Hingegen rechnen nur noch 39% damit, dass sie Preisnachlässe gewähren müssen, während es im Vorquartal noch 47% waren.
Neue Exportmärkte wichtiger als Wechselkurs
Fast zwei Drittel (65%) der befragten Unternehmen geben an, dass der starke Schweizer Franken gegenüber dem Euro und US-Dollar einen negativen Einfluss auf ihr Exportvolumen habe. Im Vorquartal waren es 74% gewesen. Anscheinend wirkt sich der günstigere Franken-Euro-Kurs hier positiv aus. Wie nachhaltig dieser Umschwung auf breiter Front ist, werden die kommenden Quartale zeigen. 96% der KMU geben an, dass sie Massnahmen umsetzen bzw. seit dem 15.Januar 2015 umgesetzt haben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im Export zu stärken. Im Vordergrund steht eine Optimierung der Beschaffung. 57% der Firmen wollen auf diese Weise ihre Margen trotz Euro-Schwäche auffangen (Vorquartal 59%; Mehrfachnennungen möglich). An zweiter Stelle wird mit unverändert 46% der Nennungen die Senkung der Produktionskosten genannt. An dritter Stelle mit deutlich gestiegener Bedeutung folgt neu die Suche nach neuen, lukrativeren Exportmärkten mit 32% der Nennungen, gegenüber 24% im Vorquartal. 55% der KMU gehen davon aus, dass die Frankenstärke auf absehbare Zeit anhält. Sie rechnen damit,dass der EUR/CHF-Kurs in einem Jahr weiterhin höchstens auf dem Niveau von 1.08 liegen wird. 45% der KMU erwarten, dass sich der Franken gegenüber dem heutigen Wert abschwächen wird.
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