Zimmer Group Zimmer Group – The Know-how Factory

Von Silvano Böni

Anbieter zum Thema

Vom Kuhstall zum Global Player – so lässt sich die Erfolgsgeschichte der Zimmer Group in kurzen Worten beschreiben. Im Jahr 1980 gründet Günther Zimmer – quasi aus der Not heraus –, um den eigenen Landwirtschaftsbetrieb zu finanzieren, die Firma Zimmer Technische Werkstätten.

Ein Meilenstein in der 
Geschichte von Zimmer: die mechatronischen 
GEP5000IL-Greifer.
Ein Meilenstein in der 
Geschichte von Zimmer: die mechatronischen 
GEP5000IL-Greifer.
(Bild: Zimmer )

Günther Zimmer interessierte sich bereits früh für technische Verfahren. In einem alten umgebauten Kuhstall im deutschen Rheinau-Freistett tüftelte er zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Martin an einem standardisierten Greifer, der Fertigungsprozesse in der Industrie erleichtert und sich vielseitig einsetzen lässt. Diese Idee sorgte für den Durchbruch und legte den Grundstein für den internationalen Erfolg der späteren Zimmer Group.

Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 1200 Mitarbeiter und hat seit dem Jahr 1999 auch seine eigene Niederlassung in der Schweiz. Die Zimmer Group hat ihre über Jahrzehnte gewachsenen Kompetenzen derzeit in sechs schlagkräftige Technologiebereiche aufgegliedert: Handhabungstechnik, Dämpfungstechnik (indus­trielle Dämpfung sowie Soft Close für Möbel), Lineartechnik, Verfahrenstechnik, Maschinentechnik und Systemtechnik. In diesen Technologiebereichen entstehen Produkte mit technologischem Führungsanspruch, die weltweit unter den etablierten Markennamen der Zimmer Group vertrieben werden.

Mensch-Roboter-Kollaboration

Als einer der ersten Hersteller der Welt bringt die Zimmer Group 2015 Greifer für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) auf den Markt. Diese Innovation wurde noch im gleichen Jahr mit dem Handling Award honoriert. Mittlerweile besitzt das Unternehmen das grösste Portfolio an DGUV-zertifizierten MRK-Greifern nach den Schutzprinzipien der ISO/TS 15066 (MRK-Norm) weltweit. Dabei bietet die Zimmer Group unterschiedlichste Module wie beispielsweise Werkzeugwechsler, Achs­ausgleiche, Drehverteiler bis hin zur Wireless-LAN-Datenübertragung für das «End-of-Arm Tooling». Mittels eigener Apps, die sich in die Robotersteuerung integrieren, lässt sich eine Zimmer-Bediener­oberfläche öffnen, die das Programmieren des Greifers zum Kinderspiel macht.

Meilenstein GEP5000IL-Greifer

Mit der Entwicklung der Serie GEP5000IL setzte man weitere Massstäbe. Die seit 2016 verfügbaren mechatronischen Greifer entsprechen den bisher handelsüblichen pneumatisch betriebenen Greifern in Volumen, Kraft sowie der Kraft/Momentenaufnahme. Ausgestattet mit dem Kommunikations­modul IO-Link bietet diese Entwicklung dem Nutzer darüber hinaus zahlreiche weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel die Nutzung vordefinierter Fahrprofile oder die erweiterte Diagnose zur vorbeugenden Wartung (Predictive Maintenance).

Highlight MBPS-Klemm- und Bremselemente

Ein weiteres Highlight in der mehr als 40 Jahre anhaltenden Produkthistorie sind die pneumatischen Klemm- und Bremselemente der MBPS-Serie. Diese dienen dazu, Achsen unverrückbar zu positionieren und zum Beispiel Hubwerke oder Maschinen­tische auf bestimmten Positionen festzusetzen. Da die Haltekraft von einem Federspeicher aufgebracht wird, der pneumatisch geöffnet werden muss, halten die MBPS-Elemente im drucklosen Zustand zuverlässig die Last und benötigen dazu keine Energie. Sie sorgen dabei für die erforderliche Sicherheit bei einem teilweisen oder vollständigen Ausfall einer Anlage, denn ein Herabfallen von schweren Werkstücken bei einem Stromausfall könnte zu erheblichen Schäden zum Beispiel an Halte- und Messvorrichtungen führen. Auch erhöht sich durch den Einsatz der Klemmfunktion zum Beispiel die Messgenauigkeit erheblich, denn die Brems­elemente können alle dafür notwendigen Komponenten absolut sicher fixieren und unterbinden damit Schwingungen oder andere Fehlerursachen.

Digitalisierung

In der Automation gewinnen vor allem schnelle und flexible Lösungen immer mehr an Bedeutung. Der Maschinen- und Anlagenbau wird zunehmend durch Softwareinnovation getrieben. Hierbei tragen webbasierte Dienste dazu bei, in einer Smart Factory Produktionssicherheit, Produktivität und Kosten­reduktion planbar umzusetzen.

Digital Services sind aber nicht nur zusätzliche Dienstleistungen für den Kunden, sondern auch ganz bewusst digitale und technologische Weiterentwicklungen der Zimmer-Produkte, um den zunehmenden Anforderungen des Weltmarktes gerecht zu werden.

Die Strategie der digitalen Transformation setzt die Zimmer Group auf allen Ebenen, in allen Funktionen und an allen Standorten um. Das Ziel ist es, den digitalen Anteil an Zimmer-Group-Angeboten signifikant zu erhöhen. Die Zimmer Group versteht sich dabei als Nukleus für digitale Innovation und neue, innovative, digitale Geschäftsmodelle wie Product-as-a-Service. Digital Services eröffnen neue Wachstumschancen, machen komplexe Prozesse beherrschbar, ermöglichen mehr Transparenz in Steuerung und Nachhaltung und steigern nicht zuletzt den Markterfolg der Kunden. Die Zimmer Group gestaltet und forciert die Transformation und ist Partner für alle Themen rund um die Digitalisierung im Markt. SMM

(ID:48289091)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung