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Messevorschau Compamed 2019 Zulieferkompetenz in der Medizintechnik-Industrie

| Autor / Redakteur: Klaus Jopp / Anne Richter

Von Mikrotechnik, Hochleistungskunststoffen bis hin zu keimresistenten Implantaten: die führende Branchenplattform Compamed zeigt in Düsseldorf Mitte November wieder das gesamte Spektrum der Zulieferkompetenz für die Medizintechnik-Industrie.

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Auf der Compamed werden viele Neuheiten vor allem aus den Bereichen Sensorik und Mikrotechnik gezeigt.
Auf der Compamed werden viele Neuheiten vor allem aus den Bereichen Sensorik und Mikrotechnik gezeigt.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Mitte November, vom 18. bis 21.11.2019, demonstriert die international führende Branchenplattform Compamed in Düsseldorf wieder das gesamte Spektrum der Zuliefererkompetenz für die Medizintechnik-Industrie. Vom Katheter bis zum Drucksensor, vom Hüftimplantat bis zur Verpackungsmaschine, vom Lab-on-a-Chip bis zu neuen Materialien für Geräte oder hygienisch kritische Flächen reicht die Neuheitenvielfalt der fast 800 Aussteller aus 41 Nationen in den Messehallen 8a und 8b. In fester Parallelität findet die weltgrösste Medizinmesse Medica statt mit 5300 Ausstellern aus 69 Nationen.

Bei innovativen Materialien in der Medizintechnik gewinnen Kunststoffe zunehmend an Bedeutung, weil sie häufig neben geringem Gewicht weitere Eigenschaften aufweisen, die in diesem Anwendungsgebiet unverzichtbar sind. Erst kürzlich hat Evonik Venture Capital in das chinesische 3D-Druck-Start-up Meditool investiert, das Implantate für die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie herstellt. Die Technologie ermöglicht eine schnellere Genesung und weniger Nachuntersuchungen der Patienten sowie ein verringertes Operationsrisiko für Ärzte.

Die Firma Coherent ist spezialisiert auf industrielle Pikosekunden-Lasersysteme. Bei der Compamed stellt es unter der Bezeichnung Exactcut ein kompaktes Laserschneidsystem zur Bearbeitung von dünnen und dicken Metallen und Legierungen sowie spröden Materialien wie Saphir, PCD und Keramik vor. Besonders zum Schneiden von medizinischen Implantaten (z. B. Stents) und Instrumenten ist das Präzisionslasersystem Starcut Tube SL geeignet. Dagegen ist das Produkt Exactmark zum Markieren sowie für Black Marking (Unique Device Identification, UDI) von Edelstahl in der Medizintechnik vorgesehen.

Microsensys stellt miniaturisierte Tags auf Basis von RFID-Technik für die Proben- und Instrumentenidentifikation her. Diese sind sterilisationsfest und können bei der Vorreinigung von OP-Bestecken verwendet werden. Sie können Daten zur eindeutigen Identifikation und zum Prozessmanagement, wie etwa bei Sterilisationsprozessen, liefern. Der Temperatur-Datenlogger liefert eine lückenlose und effiziente Temperaturüberwachung während der Dampfsterilisation in Autoklaven, bei Bedingungen bis plus 134 °C und drei Bar. So kann der Logger bei periodischen Kontrollen die vorgeschriebenen Temperaturverläufe in der Praxis sicher dokumentieren.

Das grosse internationale Interesse spiegelt sich im Programm des Compamed High-Tech-Forums durch spezielle Sessions wider: So startet der Montag, der 18. November, mit einer Dutch-Session, die Innovationen aus den Niederlanden vorstellt. Am folgenden Dienstag stehen drei Vorträge zum Medizintechnikmarkt in Japan bzw. dem Interesse japanischer Firmen am europäischen Medizintechnikmarkt im Fokus. Grundsätzlich bleiben auf dem Forum die populärsten Themen der letzten Jahre weiterhin im Trend und sind auch in diesem Jahr wieder mit eigenen Sessions vertreten. SMM

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