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Veranstaltung 10. Swissmem-Zerspanungsseminar

Redakteur: Matthias Vogel

>> Am 22. (Winterthur), 23. (Olten) und 24. Januar (Lausanne) wird das Swissmem-Zerspanungsseminar bereits zum 10. Mal durchgeführt. Pascal Streiff, Ressortleiter bei Swissmem, erläutert im Exklusivinterview mit dem SMM die Bedeutung und den Nutzen dieses Seminars sowie den Themenfokus und die Highlights.

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Am 22. (Winterthur), 23. (Olten) und 24. Januar (Lausanne) wird das Swissmem-Zerspanungsseminar bereits zum 10. Mal durchgeführt.
Am 22. (Winterthur), 23. (Olten) und 24. Januar (Lausanne) wird das Swissmem-Zerspanungsseminar bereits zum 10. Mal durchgeführt.
(Bild: Fraisa)

SMM: Herr Streiff, am 22. (Winterthur), 23. (Olten) und 24. Januar (Lausanne) wird das Swissmem-Zerspanungsseminar bereits zum 10. Mal durchgeführt. Welche Highlights können Besucher erwarten?

Pascal Streiff: Es sind viele spannende Referate rund um die Prozesssicherheit in den verschiedensten Bereichen der Zerspanung zu erwarten, welche den Teilnehmern helfen sollen, ihre eigenen Prozesse zu optimieren. Welche Themen für die Teilnehmer am interessantesten sind, entscheiden sie selber, da wie immer zwei Referate parallel laufen und die Teilnehmer somit die Wahl haben.

Thema des 10. Swissmem-Zerspanungsseminar ist Prozesssicherheit. Warum fokussieren Sie konkret auf dieses Thema?

P. Streiff: Gerade im heutigen internationalen Umfeld und mit der derzeitigen Situation des Schweizer Frankens ist ein hoher Automatisierungsgrad entscheidend, um noch in der Schweiz produzieren zu können. Da ist ein hoher Sicherheitsgrad im Prozess massgebend.

Werden an allen drei Standorten die gleichen Themen behandelt?

P. Streiff: Praktisch ja. In Winterthur und Olten sind es auch die gleichen Referenten. In Lausanne weicht ein Fachvortrag ab und auch das Plenumsreferat wird bestimmt anders sein.

Tradition des Zerspanungsseminars ist es, dass ausschliesslich Schweizer Zerspaner zu Wort kommen. Ist in Zukunft ein Erfahrungsaustausch beispielsweise mit den deutschen oder japanischen Werkzeugspezialisten geplant?

P. Streiff: Na ja, solange wir dieses noch nicht durchgeführt haben, planen wir noch nicht das nächste. Es stimmt, dass das Seminar eine Plattform für die Schweizer Zerspaner ist, aber für die Zukunft möchte ich nichts ausschliessen.

Sie schreiben im Programm, dass Schweizer Werkzeughersteller weltweit zu den Marktführern gehören. Allein von der Grösse – Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter – her kann das so nicht begründet werden. Wie begründen Sie die Marktführerschaft?

P. Streiff: Marktführerschaft basiert auch nicht immer nur auf absoluter Grösse einer Firma. Es ist immer wieder interessant festzustellen, dass auch kleine Schweizer Firmen in ihrer Nische Marktführer sind. In puncto Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte und Innovation sind die Schweizer immer noch Spitze.

Gegenüber Konzernen wie Sandvik oder Iscar sind die Schweizer Zerspaner eher KMU-geprägt. Gleichwohl sind sie international top aufgestellt. Woran liegt das aus ihrer Sicht?

P. Streiff: Die Schweizer haben einen kleinen Binnenmarkt und sind somit voll auf den Weltmarkt angewiesen. Das lässt keine Kompromisse zu. Die Schweizer Firmen sind daher unaufhörlich angetrieben, hoch innovativ zu sein und beste Qualität zu produzieren.

Welchen Stellenwert haben aus Ihrer Sicht heute Seminare und Kongresse, wo doch fast alle Informationen aus dem Internet abrufbar sind?

P. Streiff: Im Internet bekommt man die Informationen, die man gezielt sucht. Bei Seminaren und Kongressen werden einem auch Informationen geliefert, an die man vielleicht selber noch nicht gedacht hat. Sie geben einem Denkanstösse, die Themen werden didaktisch besser vermittelt und die Seminare sind interaktiv. Man kriegt seine Fragen direkt beantwortet und hat die Möglichkeit, mit Fachexperten zu diskutieren.

Bemerkenswert ist, dass gleich drei Beschichter (Oerlikon Balzers, Blösch AG, Eiffeler Swiss AG) zu Wort kommen. Welchen Stellenwert nehmen Beschichtungen ein. Unterscheiden sich die Beschichtungstechnologien der drei Spezialisten derart stark, dass sie als Referenten gesetzt sind?

P. Streiff: Beschichtungen sind heute ein wesentlicher Bestandteil für gute Produkte und insbesondere bei der Prozesssicherheit. Und ja, die Referate sind sehr unterschiedlich, während die einen über Pulsplasmanitrierung von Stahlwerkzeugen referieren, hören wir von andern über Hochleistungsschichten und nanostrukturierte Schichten von HSS. Aber für die Details müssen Sie schon ans Seminar kommen.

Welchen Nutzen sollten Besucher im Idealfall am Ende des Seminars aus Ihrer Sicht ziehen?

P. Streiff: Denkanstösse, Anregungen und Tipps, die der Besucher in seinen Prozessen umsetzen kann. <<

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