Die 15. Austragung des von Swissmem veranstalteten Zerspanungsseminars findet erstmals auch im Schweizer Sonnenkanton Tessin statt und wird damit dreisprachig. Der Leiter und Organisator des Swissmem-Zerspanungs- seminars Pascal Streiff sagte im SMM-Interview, dass er sich über die Tessiner Erweiterung freue und sich erhoffe, auch Teilnehmende aus Norditalien ansprechen zu können. Damit findet das Swissmem-Zerspanungsseminar am 16.01 in Pfäffikon SZ (dt.), am 17.01 in Olten (dt.), am 18.01 in Lausanne (frz.) und am 31.01 in Lugano (ital.) statt.
«Es war der Wunsch der Mitglieder, auch für diese Region etwas zu machen und das erfolgreiche Zerspanungsseminar ins Tessin zu exportieren.» Pascal Streiff, Fachgruppenleiter bei Swissmem
(Bild: Thomas Entzeroth)
Die wichtigste Frage zuerst: An wen richtet sich das Swissmem-Zerspanungsseminar, für wen ist es von besonderem Interesse?
Das Seminar ist für alle, die mit der zerspanenden Produktion zu tun haben und wissen wollen, wie sie diese optimieren und steigern können. Ob Produktionsverantwortlicher, Entwicklungsleiter oder Fachkräfte an den Maschinen, das Seminar adressiert alle, die für eine optimale Produktion verantwortlich sind.
Warum sind die Werkzeuge aus Ihrer Sicht von so hoher Bedeutung für die Produktion?
Die Werkzeuge sind das A und O. Die beste Maschine nützt nichts, wenn nicht die richtigen Werkzeuge eingesetzt werden. Das beinhaltet das Material, die Geometrien im Besonderen und die Beschichtungen. Auch das Know-how, wie sie optimal eingesetzt werden, trägt dazu bei. An den Werkzeugen wird ständig weiterentwickelt, damit diese auch laufend mit den gesteigerten Anforderungen Schritt halten können. Wie zum Beispiel die optimale und effiziente Bearbeitung von schwierigen Stoffen wie Titan oder bleifreiem Messing.
Das Swissmem-Zerspanungsseminar setzt ab nächstem Jahr einen Tessiner Akzent und findet neu an vier Standorten statt. Wie kam es zur Tessiner Erweiterung des Zerspanungsseminars?
Es war der Wunsch der Mitglieder, auch für diese Region etwas zu machen und das erfolgreiche Zerspanungsseminar ins Tessin zu exportieren, wo es noch nicht so viele Events dieser Art hat. Zusammen mit Norditalien, von wo wir uns ebenfalls einige Teilnehmer erhoffen, glauben wir, dass das Tessin eine sehr wichtige Region ist. Einige sehr erfolgreiche Firmen in unserem Bereich stammen von dort. Ich dachte zuerst, das Vorhaben würde mangels Referenten scheitern. Das war nicht der Fall. Italienisch ist gut vertreten. Wir präsentieren in Lugano neun hochwertige Vorträge.
In der Deutschschweiz finden nach wie vor zwei Zerspanungsseminare statt, in Olten und in Pfäffikon. Warum findet es in der Deutschschweiz an zwei Standorten statt?
Einerseits aus Kapazitätsgründen und damit die Teilnehmer kürzere Anreisen haben. Wir hatten schon immer zwei Standorte in der Deutschschweiz und hatten an beiden Orten schon weit über 100 Teilnehmer. Leider hat dies das letzte Mal nicht ganz geklappt, weil wir wegen Corona noch kurzfristig verschieben mussten und in einem Hotel der Konferenzraum nicht mehr frei war. Auch waren es wegen Corona und der Verschiebung weniger Teilnehmer. Diesmal konnten wir wieder länger planen. Wir erwarten an allen Orten wieder eine hohe Teilnehmerzahl.
Welche Themen werden konkret behandelt? Wo liegen im Januar 2024 die Schwerpunkte?
Es sind wieder vor allem Neuentwicklungen und Möglichkeiten zur Prozessoptimierung, die vorgestellt werden. Ganz unterschiedliche Vorträge, aber alle äusserst interessant. Werkzeuge für die Hochleistungszerspanung werden präsentiert, Digitalisierung wird thematisiert, aber auch auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren einzugehen und damit bessere Ergebnisse zu erzielen, haben sich verschiedene Referenten vorgenommen.
Wird es zwischen der Deutschschweiz, Westschweiz und dem Tessin unterschiedliche Themen geben, die vorgetragen werden?
Die meisten Firmen präsentieren den gleichen Vortrag in der jeweiligen Sprache. Es hat aber auch einige, die regional verschiedene Vorträge halten. Mikron Tool zum Beispiel referiert in der Deutschschweiz über die Fertigung orthopädischer Implantate, in der Romandie über die Bearbeitung von bleifreiem Messing, mit der damit verbundenen Lösung der schwierig verarbeitbaren Späne, und im Tessin über Ingenieurleistungen, die neue Standards für die Hochleistungsbearbeitung setzen können. Ganz unterschiedliche Themen, die aber überall interessant wären. Es hat noch weitere, die das tun: Rego-Fix haben in der Deutschschweiz ein Thema zur Digitalisierung in der Werkzeugspanntechnik, während sie in den beiden anderen Regionen den Rundlauf für die Hochpräzision als Thema haben und Louis Bélet SA referiert in der Romandie darüber, wie KI die Zerspanung revolutioniert, während es in den anderen Regionen wieder Bearbeitungsthemen sind. Auch Alesa geht speziell für die Romandie auf Mikrotechnologie ein. Lassen wir uns überraschen, wie das ankommt.
René Näf, langjähriger Moderator und Mitinitiator des Zerspanungsseminars, präsentiert die Unterwasserwelt der Weltmeere. Was erwartet die Besucher bei diesem Vortrag?
Ja, da freue ich mich ganz besonders drauf. Ich konnte René Näf überzeugen, seine langjährigen Taucherfahrungen, insbesondere auch im Umgang mit Haien, mit uns zu teilen. Zugegeben, die Verbindung der scharfen Haizähne mit den scharfen Schneiden der Werkzeuge ist schon etwas fragil, wenn auch nicht ganz abwegig.
Die Haihaut hat schon Pate gestanden für die Optimierung der Aussenschicht von Flugzeugen, weil sie die optimale Form für Aerodynamik hat. Aber darum geht es nicht. Der Vortrag handelt von der Faszination des Hais als wichtiges und wertvolles Tier für den Schutz unserer Meere und vom Projekt Sharkproject, das den Raubbau an den Haien bekämpft. Lassen Sie sich überraschen. Wer René Näf kennt, weiss auch, dass er fantastische Bilder zu sehen bekommt. SMM
Stand vom 30.10.2020
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