Swissmechanic: 1983–2013 Sektion Solothurn 30 Jahre Sektion Solothurn

Redakteur: Lya Bartholet

>> Auslöser zur Gründung einer selbständigen Sektion Solothurn war die notwendige Umsetzung der neuen Gesetzesbestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, das die Durchführung von Einführungskursen für die Lehrberufe vorsah. Diese sogenannten EKs mussten von den Berufsverbänden in Zusammenarbeit mit den Kantonen durchgeführt werden.

Firmen zum Thema

Von links nach rechts: Eduard Wyser, Philippe Nicotera, Heinz Nyffenegger.
Von links nach rechts: Eduard Wyser, Philippe Nicotera, Heinz Nyffenegger.
(Bild: Swissmechanic)

Ursprünglich waren die einzelnen Swissmechanic-Mitglieder aus dem Kanton Solothurn der Sektion Aargau angegliedert. Zur Umsetzung des neuen Gesetzes fand am 27. November 1981 erstmals eine Informationstagung mit den Referenten Hans-R. Widmer, Swissmechanic-Präsident der Sektion Aargau/Solothurn sowie dem Berufsinspektor Beat Späti von Kantonalen Amt für Berufsbildung (KABB) statt. Treibende Kraft für den Aufbau einer selbständigen Sektion Solothurn mit einer angeschlossenen Einführungswerkstatt zur Durchführung der EKs war Hans-Rudolf Widmer. Nach verschiedenen weiteren Informationsveranstaltungen, die teilweise auch unter Beisein des Präsidenten der Bildungskommission des Zentralverbandes, Hans Jossi, stattfanden, konnte am 18. Mai 1983 eine Sitzung initiativer Solothurner Unternehmen in Biberist einberufen werden, die unter der Leitung von Kurt Müller einen provisorischen Vorstand einsetzte.

Startkapital CHF 6000

Die anschliessende Gründerversammlung des Berufsverbandes Swissmechanic Sektion Solothurn erfolgte am 17. Juni 1983 im Hotel Rössli in Balsthal unter dem Vorsitz des Zentralpräsidenten von Swissmechanic, Hans Wenzler. Die neue Sektion wurde anschliessend in die Reihen des Zentralverbandes aufgenommen.

In den folgenden Monaten und Jahren galt es, die neue Sektion auf- und auszubauen und die für einen geregelten Betrieb der Einführungskurse notwendigen Abklärungen vorzunehmen. So mussten nebst den wichtigen finanziellen Aspekten die Standortwahl, die Räumlichkeiten mit dem noch zu beschaffenden Maschinenpark sowie das Suchen und Anstellen von geeignetem Ausbildungspersonal geprüft und entschieden werden.

Im April 1986 war es dann so weit. Nach sorgfältiger Abklärung konnten am Standort der Firma Von Roll in Gerlafingen die erforderlichen Räumlichkeiten gemietet werden und mit der für eine neuzeitliche Lehrlingsausbildung notwendigen Infrastruktur bereitgestellt werden. Gestartet wurden die Einführungskurse der Sektion Solothurn mit 16 Lernenden unter der Leitung von Kursinstruktor Heinz Nyffenegger.

In den Folgejahren konnten dank einer weitsichtigen Planung immer wieder namhafte Investitionen zu Gunsten des Ausbildungszentrums vorgenommen werden. Auch die Sektion entwickelte sich kontinuierlich weiter. Auf den Gründungspräsidenten folgten in den kommenden Jahren die Präsidenten Peter Amsler und Dieter Zöll, bis im Jahre 2012 Philippe Nicotera das Präsidium von Interimspräsident Eduard Wyser übernehmen konnte.

Die Sektion Solothurn gehört mit einem Mitgliederbestand von 58 Aktivmitgliedern und ihren rund 3500 Mitarbeitenden und rund 300 Lernenden zu den mittelgrossen Sektionen des Verbandes. Mit einem erzielten Jahresumsatz von etwas weniger als 1 Milliarde Franken nimmt die Sektion im Kanton auch eine volkswirtschaftlich bedeutende Stellung ein.

(ID:39283140)