Additive Fertigung 3D-Druck revolutioniert die Luftfahrtindustrie der Zukunft

Redakteur: Stefanie Michel

Das zu General Electric gehörende italienische Unternehmen Avio Aero hat in Cameri eines der größten Werke zum Bau von Triebwerksteilen für die additive Fertigung eingeweiht. Auf 2400 m² sollen bis zu 60 Maschinen Komponenten im „3D-Druck“ herstellen.

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Für die Herstellung von Turbinenflügel nutzt Avio Aero 3D-Druck-Verfahren.
Für die Herstellung von Turbinenflügel nutzt Avio Aero 3D-Druck-Verfahren.
(Bild: Avio Aero)

Mit additiver Fertigung lassen sich die Herausforderungen in der Luftfahrtindustrie in Angriff nehmen: Gewichtsreduzierung und damit verbundene Senkung der Emissionen sowie eine schnellere Produktion der Komponenten. „Um Wettbewerbsvorteile zu erschließen, müssen wir auf Qualifikation und Innovation setzen,“ so der italienische Wirtschaftsminister Falvio Zanonato bei der Eröffnungszeremonie. „Nur wenn wir Forschung und Innovation verbinden, können wir mit Optimismus in die Zukunft blicken und die Krise hinter uns lassen.“

Bei Avio Aero kommen als Verfahren Lasersintern und Elektronenstrahlschmelzen zum Einsatz. In beiden Fällen wird ein 3D-Modell erstellt und an den 3D-Drucker geschickt. Dort wird aus dünnen Schichten mit Metallpulver das Bauteil – beispielsweise Turbinenblätter – aufgebaut. Hierfür wird eine Titanium-Aluminium-Legierung genutzt, die es ermöglicht, diese Bauteile bei Temperaturen bis 740 °C einzusetzen. Zudem kann das Gewicht um bis zu 50 % reduziert werden.

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Mit solchen 3D-Druck-Verfahren kann Leichtbau einfacher möglich gemacht werden, die Bauteile sind metallurgisch einheitlicher und die Herstellung erfolgt schneller mit weniger Material- und Energieaufwand. So wird beispielsweise beim Gießen pro Kilogramm Bauteil etwa 4 kg Rohstofff benötigt; mit additiver Fertigung sind nur noch 1,1 kg Rohstoff nötig.

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