Auf Technologieführerschaft ausgerichtet 40 Jahre gelebte Partnerschaft

Redakteur: Anne Richter

Seit der Gründung im Jahr 1974 setzt der Spritzgiesswerkzeuge- und Kunststofftechnik-Spezialist Kaut auf Fräsmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren von Hermle AG. Gründer und Inhaber der Firma Herbert Kraut legt dabei hohe Massstäbe an seine qualifizierten Mitarbeiter als auch an seine betriebliche Ausrüstung.

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Arbeitsbereich des 5-Achsen-BAZ C 42 U; das Maschinenkonzept mit drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück erlaubt optimale Werkzeug-Anstellungen für die 5-Seiten-Komplett- und Simultanbearbeitung.
Arbeitsbereich des 5-Achsen-BAZ C 42 U; das Maschinenkonzept mit drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück erlaubt optimale Werkzeug-Anstellungen für die 5-Seiten-Komplett- und Simultanbearbeitung.
(Bild: Hermle)

Die Chronologie des typisch mittelständisch orientierten Unternehmens Herbert Kaut GmbH & Co. KG, Werkzeug- und Formenbau und Kunststofftechnik in D-72488 Sigmaringen, stellt in vielen Bereichen die Entwicklungsstufen des deutschen Werkzeugmaschinenbaus dar. Im Jahr 1974 durch Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau Herbert Kaut aus der Taufe gehoben und bis heute von ihm geleitet, hat sich der Betrieb aus sehr kleinen Anfängen heraus zu einem gefragten Spezialisten mit 75 Mitarbeitern entwickelt. Fokussiert auf die komplementären Geschäftsfelder Werkzeug- und Formenbau (Spritzgiesswerkzeuge für Thermoplaste und Feingusswerkzeuge) sowie hochwertige und komplexere Kunststoffspritzgiessteile (Spritzteile mit Gewebeeinlagen, Filtern, Membranen und Einlegeteilen), zieht der hohe Leistungs- und Qualitäts-Anspruch durch alle Abteilungen seine Kreise.

Denn von Anfang an legte Herbert Kaut hohe Massstäbe an sich und seine qualifizierten Mitarbeiter sowie die betriebliche Ausrüstung. Darin und vor allem in der Konzentration auf anspruchsvolle Technologien und Teile sah er die Chance, sich vom Wettbewerbsumfeld abheben zu können. Nicht zuletzt deshalb begann die Firma Kaut schon sehr früh mit der Lehrlings-Ausbildung und hat bis heute weit über 50 junge Menschen zu Fachkräften ausgebildet, von denen ca. die Hälfte im Betrieb verblieben sind. Jürgen Sauter, Werkzeugmachermeister und langjähriger Leiter des Formenbaus, zur gelebten Unternehmens-Philosophie: «Wir sind in beiden Produktionszweigen auf Technologieführerschaft ausgerichtet und setzen dafür auf hoch qualifiziertes Personal, einen modernen Maschinenpark und gut ausgestattete Arbeitsplätze. Von der Ideenfindung über die Konstruktion und den Werkzeugbau bis hin zur Serienproduktion und dem Service bilden wir die relevante Prozesskette geschlossen und mit hochwertigem Equipment ab, wobei wir sowohl bei den Lieferanten- als auch bei den Kunden-Beziehungen langfristige Partnerschaften anstreben.»

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Vom Bohren und Fräsen der 70er-Jahre …

Als sehr gutes Beispiel gilt die mittlerweile 40-jährige Geschäftsbeziehung zu einem der wichtigsten Lieferanten, nämlich der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG aus Gosheim. Bereits kurz nach dem Start beschaffte sich Herbert Kaut im Jahr 1975 eine Hermle-Universalfräsmaschine vom Typ UWF 800 und dieser gesellten sich in den Jahren 1978 und 1979 jeweils eine UFW 700 hinzu. Den Einstieg in die CNC-Technik markierte im Jahr 1983 der Kauf eines Bearbeitungszentrums CNC 850 und diesem folgten in kurzen Abständen bis zum Jahr 1991 insgesamt neun Bearbeitungszentren der Typen CNC 700, 720, 850, 1000, 600 mit Zusatzausstattung 4. Achse, 1000, 851 und nochmals ein CNC 851. Als Hermle Ende der 90er-Jahre mit der C-Baureihe eine neue Leistungsklasse propagierte, nahm Kaut die Gelegenheit wahr und wagte im Jahr 2000 mit einem CNC-BAZ C 800 den Einstieg in die 5-Achsen-/5-Seiten-Komplettbearbeitung. Die jüngste Maschine stellt das in 2012 beschaffte 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U dar. Herbert Kaut zur damaligen Entscheidung, sich die Maschinenfabrik Hermle als einen der wichtigsten Partner auszusuchen und über Jahre daran festzuhalten: «Das Fräsen ist die grundlegende Technik für den Werkzeug- und Formenbau, weshalb wir hier vom Start weg keine Kompromisse eingingen. Heute können wir sagen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und sich eine auf gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit basierende Partnerschaft entwickelt hat. In all den Jahren erhielten wir tatkräftige Unterstützung, was zu Beginn des CNC-Zeitalters und vor allem der 5-Achsen-Technologie besonders wichtig war. Der Faktor Vertrauen in die gelieferte Technik spielt für die Umsetzung aller topmodernen Bearbeitungs-Technologien mit ihrer hohen Komplexität eine grosse Rolle und ist Bestandteil unseres Unternehmenserfolgs. So gesehen hat Hermle, bezüglich Geschäftsentwicklung über die besagten 40 Jahre, an unserem Erfolg einen nicht unerheblichen Anteil, weshalb wir auch künftig auf die Innovations- und Leistungsfähigkeit dieses Partners bauen.»

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