Suchen

Prozessüberwachung Aberle Robotics GmbH: Produktivität mit aktiver Überwachung

| Redakteur: Matthias Vogel

>> Zwölf Prozent mehr Ausbringung an einer Werkzeugmaschine allein durch den Einsatz einer Werkzeug- und Prozessüberwachung, das hat überzeugt. Deshalb hat die Aberle Robotics GmbH als erstes Unternehmen und als Automatisierungsspezialist Toolinspect von MCU für die Baureihe Robodrill von Fanuc mit ins Angebotsprogramm aufgenommen. Wie sich zeigt, mit messbaren Produktivitätssteigerungen.

Firmen zum Thema

Das Unternehmen Aberle Robotics GmbH hat als Automatisierungsspezialist Toolinspect von MCU für die Baureihe Robodrill von Fanuc mit ins Angebotsprogramm aufgenommen.
Das Unternehmen Aberle Robotics GmbH hat als Automatisierungsspezialist Toolinspect von MCU für die Baureihe Robodrill von Fanuc mit ins Angebotsprogramm aufgenommen.
(Bild: Aberle Robotics GmbH)

Es gab eine konkrete Problemstellung zu lösen: Auf einer Fertigungsmaschine wurden Bauteile für den Automotivbereich hergestellt. Hat man die Bearbeitung beendet, wurde mit einem Bohrer an ein herkömmliches Messsystem zur Werkzeugprüfung gefahren. Ob allerdings die eingesetzten Wendeschneidplatten noch intakt waren, konnte auf diesem Wege nicht kontrolliert werden. Hierzu wären entsprechend kostenintensive Lichtschranken notwendig gewesen.

Ein weiteres Handicap dieser Lichtschranken ist der Zeitaufwand und dass bei Werkzeugen mit IKZ (innere Kühlschmierstoffzufuhr) der austretende Kühlmittelstrahl als Werkzeug registriert wird. So kam man bei der Aberle Robotics in Leingarten zur Werkzeug- und Prozessüberwachung Toolinspect von der Firma MCU GmbH & Co. KG. Seither werden während der Bearbeitung aktiv Vorschub- und Zerspanungskräfte an der Spindel geprüft.

Bildergalerie

Das Unternehmen Aberle Robotics GmbH aus Leingarten gilt als einer der führenden Anbieter, wenn Werkzeugmaschinen mit Industrierobotern automatisiert werden sollen.

Ausstoss konnte um 12 % gesteigert werden

Aus dieser Position hat Aberle Robotics zwar nur bedingt Einfluss auf die entsprechenden Werkzeugüberwachungssysteme, Wilfried Aberle, Geschäftsführer der Aberle Automation sieht in Toolinspect aber dennoch einen Mehrwert: «Die Werkzeugüberwachung ist zunächst ein notwendiges Übel. Das heisst, es muss sein, aber man verdient damit kein Geld. Deshalb muss immer geklärt sein, um welchen Werkstoff, welches Werkstück es geht und ob der Kunde bereit ist, das Überwachungssystem zu bezahlen. In konkreten Fällen wissen wir aber, dass der Einsatz sinnvoll und wirtschaftlich wäre.» Solch konkrete Fälle gab und gibt es bei Aberle Robotics derzeit genug.

An vier Maschinen für die Bearbeitung von Automotivkomponenten mit insgesamt acht Werkzeugen führte der Einsatz von Toolinspect nachweislich zu drei bis vier Prozent mehr Ausbringung. Bei einem grossen Automobilzulieferer werden die Flexibilität und Produktivitätssteigerung mit Toolinspect noch deutlicher. Es sind mittlerweile vier Systeme im Einsatz und der Ausstoss konnte so um zwölf Prozent gesteigert werden.

(ID:32587320)