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Maschine und Werkzeug produktiver nutzen
Werden Kosten und Nutzen gegenüber gestellt, ist Toolinspect sicher nicht immer und überall sinnvoll einsetzbar. Diese Abwägung beginnt bereits bei den Werkzeuggrössen.
Ein sicheres und zuverlässiges Überwachen von Bohrern, Stufenwerkzeugen oder Messerköpfen sind auf Basis der digitalen Antriebsdaten erst ab einem Durchmesser von 3,5 mm, bei Gewindebohrern ab M6, gegeben. Ist das der Fall, lassen sich mit Toolinspect Maschine und Werkzeug produktiver nutzen, weil damit der Verschleiss von Werkzeugen berücksichtigt wird und so eine Vorausberechnung über eine eventuelle Reduzierung des Vorschubs stattfindet. Diese Fakten machen gleichzeitig deutlich, dass das Überwachungssystem immer da eingesetzt wird, wo eine möglichst hohe Ausbringung einer Werkzeugmaschine gefragt ist.
Innerhalb von drei bis sechs Monaten amortisiert
Dass MCU mit Toolinspect nun auch bei Fanuc, dem weltweit grössten Maschinenhersteller, Einzug hält, hat unterschiedliche Gründe, wie Wilfried Aberle weiss: «Für die Zukunft wird der Druck, hohe Qualität noch kostengünstiger herzustellen, noch grösser werden.
Hinsichtlich der Werkzeugmaschinen zeigt sich das an der Zunahme von Downsizing. Mit den Fanuc-Maschinen bewegen wir uns aber ohnehin schon in kleinen Werkzeugbereichen, weil ja auch die Verfahrwege begrenzt sind. In diesem Segment war die Nachfrage nach elektronischer, aktiver Messüberwachung bislang gleich null. Konkrete Einsatzfälle haben uns nun aber gezeigt, dass wir mit der adaptiven Kontrolle bzw. dem Nachführen von Vorschüben dem Kunden einen Mehrwert bringen können.»
Die Preisfrage scheint deshalb schwierig, weil sich die Fanuc-Maschinen in einem Preisgefüge bewegen, wo ein Vergleich mit einer schweren deutschen Werkzeugmaschine schwierig wird. Deshalb geht Uwe Schröter, Geschäftsführer MCU bei seiner Amortisierung auch von Werkzeugen aus: «Bei Unternehmen, die beispielsweise PKD-Werkzeuge für einige Tausend Euro in der Serienbearbeitung einsetzen, rechnet sich Toolinspect, wenn nur eine Serie mehr möglich wird. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Überwachung innerhalb von drei bis sechs Monaten amortisiert.»
Hohe Qualität, ein Mehr an Prozesssicherheit
In der Summe sind es also höhere Qualität, ein Mehr an Prozesssicherheit, die Reduzierung von Werkzeugkosten und Erhöhung der Taktzeit, die mit Toolinspect erzielt werden. Dass das nun auch für Maschinen mit kleineren Verfahrwegen gilt, mag den meisten Anwendern vielleicht noch nicht bewusst sein, wird sich aber sicher schnell herumsprechen. <<
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