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Prozessstabilität ist letztlich entscheidend
Diese Prozessstabilität ist letztlich entscheidend, dass Automation überhaupt möglich ist, wie Thomas Bachmann (Head of Marketing Support, GF Agie Charmilles) hervorhebt: «Ist das Maschinenkonzept erst einmal auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten, dann erlaubt die Mikron-HSM-Baureihe dem Anwender tatsächlich mehr oder weniger gedankenlos den Startknopf zu drücken und das Werkstück abzuteilen.»
J. Eichmann bestätigt das: «Auf der alten Maschine musste der Mitarbeiter, wenn er mit einem 6er Durchmesser gefräst hat und anschliessend mit einem 1er Fräser weiterbearbeitet, ein bis zwei Hundertstel manuell in Z-Richtung korrigieren, damit die Z-Achse stimmte. Die HSM macht das alles automatisch. Ohne diese Technologie wäre das Automatisieren nicht möglich.»
J. Eichmann führt ergänzend hinzu: «Bei HSM wollen wir über 48 Stunden 5 µm am Werkstück 3-achsig über mehrere Teile realisieren, das heisst inklusive Werkstück und Werkzeug-Wechsel. Die Oberflächen und Z-Höhen müssen 100 % stimmen. 24 Stunden, sieben Tage die Woche unterschiedliche Werkstücke automatisiert zu fertigen, das ist der Weg, wo wir uns hin entwickeln müssen, wenn man am Standort Schweiz erfolgreich bleiben will.»
Linearantriebe: teuer, aber unverzichtbar
Dass die Mikron HSM 400 LP zu der technologischen Spitzenklasse gehört, zeigt sich letztlich auch an ihren Antriebslösungen, die mit Linearantrieben ausgestattet sind und auf die J. Eichmann nicht mehr verzichten will: «Wir hatten vor der Mikron HSM 400 LP eine hochdynamische Maschine, die Oberflächen waren aber nicht perfekt. Hier erkennt man die Vorteile der Lineartechnik sofort. Darüber hinaus sind die Linearantriebe heute ausgereift, das bemerken wir insofern,weil wir problemlos auch mit 6- bis 8-mm-Fräsern ins gehärtete Material fahren können. Aber wenn Sie wissen wollen, wie sich die Lineartechnik in der Praxis auszeichnet, müssen Sie den Mitarbeiter fragen.»
Das haben wir gemacht und der sagt kurz und knapp: «Die Linearantriebe sind genial, darauf will ich auf keinen Fall mehr verzichten. Die sind extrem schnell.»
Doch der Nutzen der Linearantriebe hat seinen Preis: sie werden teurer. Gleichwohl, J. Eichmann hält sie für unschlagbar im HSM-Sektor: «Der Antrieb arbeitet praktisch reibungslos, und wenn die Vorschubkräfte nicht zu hoch werden, sind Linearantriebe klar im Vorteil. Die höheren Investitionen zahlen sich schnell aus. Aber wenn, wie bei der HPM-Maschine, hohe Kräfte aufgebracht werden müssen, sind Kugelumlaufspindeln nach wie vor das Beste.»
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