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Wieder alles genauso machen?
Auf die entscheidende Frage, ob Herr Eichmann in Anbetracht seiner Erfahrung mit den beiden Maschinen alles wieder genauso machen würde, antwortet er differenziert:
«Bei unserer nächsten Investition werden wir im Vorfeld noch mehr Tests direkt bei GF Agie-Charmilles vor Ort durchführen, um die Maschine bereits im Vorfeld optimal auf unser Teilespektrum zu konfigurieren. Vor allem im HSM-Bereich ist das erforderlich. Im HPM-Bereich ist es erheblich weniger kritisch. Vom Maschinen-Konzept her würden wir es aber genauso machen.
Wir setzen in Zukunft verstärkt auf die Maschinen von GF Agie-Charmilles, weil sie auch im Erodierbereich stark sind. Das war für mich ein wichtiger Aspekt für die zukünftige Fertigungsstrategie, insbesondere wenn man die Maschinen verketten und automatisieren will. Im HSM-Bereich ist GF Agie-Charmilles aus meiner Sicht führend. Darüber hinaus verfügen sie im Werkzeug- und Formenbau über ein ausserordentlich hohes Prozessdenken, das ist vorbildlich. Unsere Strategie ist, dass in Zukunft jede neue Maschine mit einer Automationslösung versehen wird. Hier ist vielleicht noch einzuwenden, dass durch die Prozessintegration das System als solches anspruchsvoller wird. Zugleich müssen wir schauen, dass die Bedienerfreundlichkeit optimiert wird. Das ist ein Spagat, aber in diesem Zusammenhang muss ich die Heidenhain-Steuerung sehr positiv erwähnen, die die Auftragsverwaltung ausgezeichnet abbildet. Mit einer guten Palettisierlösung – die Grundpalette ist von System 3R, die Aufnahmen/Schnittstellen der Elektroden sind von Erowa – funktioniert unser Produktionsprozess reibungslos.»
Moderne Produktion schützt Arbeitsplätze
Was die Zukunft des Werkplatzes Schweiz anbelangt, ist J. Eichmann zuversichtlich, sofern die Unternehmen ihre Hausaufgaben machen:
«Wichtig ist, dass man investiert, um effizient produzieren zu können. In der Schweiz muss man zunehmend auf Automation setzen, auch wenn man in der Einzelteilfertigung tätig ist. Ganz entscheidend: Hier müssen die Mitarbeiter mitziehen. In unserem Segment tun sich die altgedienten Werkzeugbauer manchmal ein wenig schwer – aber Automation ist zwingend und schützt unsere Konkurrenzfähigkeit als Unternehmen und letztlich unsere Arbeitsplätze.»
Nachruf
Mit grossem Bedauern müssen wir mitteilen, dass Hansjörg Sturzenegger, der an diesem Bericht persönlich mitgearbeitet hat, plötzlich verstorben ist. Er hatte diesen Beitrag noch gegengelesen, korrigiert und freute sich auf die Veröffentlichung, die er leider nicht mehr miterleben kann. Seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen sowie Geschäftspartnern drücken wir unser tiefes Beileid aus. <<
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