Bossard Group

Anspruchsvolles Umfeld blockiert Wachstum

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Bossard Gruppe konnte 2019 nur ein geringes Wachstum erzielen.
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Die Bossard Gruppe konnte 2019 nur ein geringes Wachstum erzielen. (Bild: Bossard)

Der Bossard Gruppe machte 2019 ein herausforderndes Marktumfeld zu schaffen, was sich in einem geringen Umsatzwachstum (+ 0,6%) niederschlug. Leicht zulegen konnte das Unternehmen in Asien und Europa.

Eine sich abschwächende Konjunktur, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der starke Schweizer Franken waren die drei grossen Herausforderungen mit denen die Bossard Gruppe 2019 konfrontiert war und die den Wachstumspfad der Gruppe zu stoppen vermochten. Der erzielte Umsatz von 876,2 Mio. CHF entspricht einer Steigerung von gerdade mal 0,6 % (in Lokalwährung: +1,9 %). Akquisitionsbereinigt ging der Umsatz im 2019 um 3,3 % zurück (in Lokalwährung: -2,1 %).

Europageschäft wächst dank Akquisitionen

Trotz der schwierigen Bedingungen konnte Bossard in Europa und Asien wachsen. In Europa erzielte die Gruppe im 2019 ein Umsatzplus von 3,0 % auf 507,7 Mio. CHF, obwohl das Wirtschaftsumfeld zunehmend anspruchsvoller wurde. Auch die Entwicklung des Schweizer Frankens wirkte sich nachteilig auf die Umsatzentwicklung aus, beträgt doch der Zuwachs in Lokalwährung 5,6 %. Zu dieser Leistungssteigerung hat sowohl die Akquisition von BRUMA als auch die Übernahme von Boysen beigetragen. Mit der strategisch bedeutsamen Akquisition von Boysen hat die Bossard Gruppe ihre Marktposition in der Luft- und Raumfahrtindustrie entscheidend gefestigt. Ohne Akquisitionen resultierte im 2019 in Lokalwährung eine leichte Umsatzsteigerung von 0,5 %. Das anspruchsvollere Geschäftsumfeld in

Schwierige Rahmenbedingungen in Amerika

In Amerika sind die Rahmenbedingungen im Jahresverlauf zusehends anspruchsvoller geworden. So sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % auf 218,4 Mio. CHF (in Lokalwährung: -10,7 %). Ein markanter Rückgang von 16,1% auf 51,2 Mio CHF musste im vierten Quartal verbucht werden. Ursachen für diesen starken Rückgang liegen in der nachlassende Konjunkturdynamik im Industriesektor, was auch die Nachfrage einiger Grosskunden beeinflusste. Im Falle des US-Elektrofahrzeugherstellers Tesla veränderte sich der Produktemix mit der dritten Modellreihe entscheidend, was sich nachteilig auf den Bedarf an Bossard Produkten und somit auf die Umsatzentwicklung auswirkte.

Anhaltendes Wachstum in Asien

In Asien ist Bossard im 2019 trotz des Handelskonflikts zwischen den USA und China erneut deutlich gewachsen. Per Saldo erhöhte sich der Umsatz um 9,4 % auf 150,1 Mio. CHF (in Lokalwährung: +11,4 %). Ohne Akquisitionen ergibt sich im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 3,8 % auf 142,4 Mio. CHF (in Lokalwährung: +5,7 %).

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