Ausbildertagung der Instruktoren

Redakteur: Lya Bartholet

>> Über 40 Ausbildner der SWISSMECHANIC-Kurszentren trafen sich am 18. und 19. April 2011 in Fribourg zur traditionellen Tagung der SWISSMECHANIC- Instruktoren. Die Kulturstadt Fribourg ist ein geeigneter Ort, um mit den Instruktoren aktuelle Kerngebiete der Grundbildung zu thematisieren und daneben auch die Kameradschaft zu pflegen.

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Die Weiterentwicklung der SWISSMECHANIC-Lehrmittel wurden intensiv diskutiert. (Bild: SWISSMECHANIC)
Die Weiterentwicklung der SWISSMECHANIC-Lehrmittel wurden intensiv diskutiert. (Bild: SWISSMECHANIC)

Hanspeter Scheu, Präsident der SWISSMECHANIC-Bildungskommission, begrüsste die Teilnehmer und erläuterte die Bedeutung dieser jährlichen Tagungen. Ziel dieser Tagung sei es, wichtige Themen gemeinsam zu diskutieren sowie einen Erfahrungsaustausch zu pflegen. Mit den dazugewonnenen neuen Impulsen sollen die Teilnehmer ihre anspruchsvolle Aufgabe besser wahrnehmen, evaluieren und weiter optimieren können.

Erfahrungsaustausch unter dem Motto «Aus der Praxis für die Praxis»

Schwergewicht während den zwei Ausbildungstagen war der Erfahrungsaustausch mit folgenden Themen:

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SWISSMECHANIC-Lehrmittel:

Workshopleiter Patrice Bachmann, SWISSMECHANIC-Dachorganisation. Themen wie Stärken und Schwächen, Einsatz der Lehrmittel, individuelle Ergänzung durch die Kurscenter, Einsatz weiterer Lehrmittel wie Europa-Buch etc. und die Weiterentwicklung der vorhandenen Lehrmittel wurden intensiv diskutiert.

Umsetzung der Handlungskompetenzen in den üK:

Workshopleiter Silvan Vogel und Mario Leibacher, Kurszentrum Effretikon. Nachdem mit Lehrbeginn 2009 nach dem neuen Kompetenzen-Ressourcen-Katalog ausgebildet wird, war wichtig zu erfahren, welche Ressourcen den Lernenden gut vermittelt werden können und welche Ressourcen in den Kursen eher Schwierigkeiten bereiten.

Optimierung der Ressourcen:

Workshopleiter Markus Fritschi und Thomas Meier, Kurszentrum Effretikon. Zunehmend müssen sich die Kurscenter überlegen, wie sie ihre Ressourcen besser nutzen. Dabei geht es um Personalressourcen, mobile Infrastrukturen und allenfalls die Ausgliederung von Kursteilen in ein anderes Kurszentrum, um beispielsweise die Klassengrössen zu optimieren. Interessant war zu erfahren, dass es doch heute vereinzelt zu einem Austausch von Ressourcen kommt. Ein Thema, an dem wir zukünftig intensiver Arbeiten müssen. Basierend auf dem üK-Kurs «Maschinelle Fertigungstechnik» – «Fräsen konventionell» und dem dazugehörigen SWISSMECHANIC-Ausbildungsmodul wurden die nachstehenden Themen bearbeitet.

Kompetenzorientierte Wissensvermittlung:

Workshopleiter Patrice Bachmann, SWISSMECHANIC-Dachorganisation. An verschiedenen Methoden der Wissensvermittlung wie Lerntempoduett und Partnerpuzzle konnten die Teilnehmer für ihre pädagogische Unterrichtsgestaltung und Unterrichtsdurchführung sehr gute Inputs erfahren und in Gruppengesprächen für die Umsetzung Lösungen ausarbeiten. Die «Kompetenzorientierung» führt nicht zu einem völlig neuen Kurs, aber vielleicht zu neuen Unterrichtsansätzen.

Umgang mit heterogenen Voraussetzungen:

Workshopleiter Hanspeter Scheu, Kurszentrum St. Gallen. Immer mehr müssen sich die Instruktoren bei Kursbeginn mit heterogenen Voraussetzungen der Lernenden auseinandersetzen. Ziel ist, in kürzester Zeit die Wissensdifferenz und die unterschiedlichen Lerntypen zu erkennen. Keine leichte Aufgabe. Verschiedene Methoden, welche sich in der Praxis bewährt haben, wurden diskutiert und weiterentwickelt. Hohe Anforderungen sind in der Praxis Realität. Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat (mobilisieren kann), die im Moment gefragt sind.

Methoden für eine maschinennahe Ausbildung:

Workshopleiter Edvin Demund, Kurszentrum Landquart. Nur einige Faktoren aufgegriffen, die eine effektive und effiziente Maschinenausbildung erschweren: heterogene Gruppen (Schultage, Niveau), heterogene Arbeitsplätze, keine schriftlichen Aufträge, kein logischer Ablauf, Motivationsprobleme, schwierige Kontrolle und Übersicht und daraus die Überforderung der Ausbildner. Geschickt hat Edvin Demund am Beispielkurs Montagetechnik mit verschiedenen Methoden aufgezeigt, wie die Faktoren minimiert werden können. Die Lernenden beginnen selbständig zu lernen und zu arbeiten und daraus steht dem Instruktor mehr Zeit zur Verfügung für Wichtiges und Unvorhergesehenes. Also, aufnehmen und im eigenen Kurs umsetzen.

Lernstandsmessung und deren Kommunikation gegenüber Lernenden und Berufsbildnern/-innen:

Workshopleiter Roland Weymann, Kurszentrum Weinfelden. Klare Voraussetzungen für alle ermöglichen auch objektive Lernstandsmessungen. Mit viel Erfahrung und guten Beispielen hat der Workshopleiter es verstanden, in den Arbeitsgruppen Lösungen zu entwickeln, die es durchwegs erlauben, in der Praxis anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Feedback der Teilnehmer war sehr gut

Den Instruktoren danken wir für die Vorbereitung und Leitung der Workshops. Das Feedback der Teilnehmer «es war eine super Ausbildertagung» zeigt auch, dass für alle Teilnehmer etwas zum Mitnehmen da war und es nun darum geht, das Erlebte im eigenen Kurs anzuwenden und selbst weiterzuentwickeln. Die Resultate der Workshops werden wir zusammentragen, auswerten, den Teilnehmern und den Bildungsobmännern zustellen. Die nächste Ausbildertagung findet am 2. und 3. April 2012 statt. Der Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt. Wir freuen uns heute schon, auch diese Tagung wieder gemeinsam durchzuführen. <<

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