Kistler: Prozesse überwachen Automatisiert optisch und mechanisch prüfen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Zur Messe Control zeigt der Mess- und Prüftechnikhersteller Kistler modular anpassbare Anlagen zur Qualitätsprüfung und zur Montage. Das betrifft das Prüfen von Mantelflächen, eine kombiniertes Prüfen und Montieren sowie automatisiertes Prüfen und Kalibrieren von Drehmomenten.

Mit dem Multicapture Device entdeckt der Prüfautomat KVC 821 selbst bei kurzer Taktzeit kleinste Fehler auf der Manteloberfläche der Prüfteile.(Bild:  Kistler)
Mit dem Multicapture Device entdeckt der Prüfautomat KVC 821 selbst bei kurzer Taktzeit kleinste Fehler auf der Manteloberfläche der Prüfteile.
(Bild: Kistler)

Qualitätssicherung und Prozesskontrolle unterscheiden sich nicht nur von Branche zu Branche deutlich. Auch die Konzepte der Hersteller in der gleichen Branche variieren. Abhängig von Produktionsprozessen und zu prüfendem Bauteil müssen Hersteller die Qualitäts- und Prozesskontrolle exakt an komplexe, individuelle Forderungen anpassen. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, vereint der Messtechnikhersteller Kistler Kompetenzen von der Prüfung über die Automatisierung bis hin zum Anlagenbau unter einem Dach.

Mantelfläche im Durchlauf erfassen

Erstmalig wird in Stuttgart das Messsystem Multicapture Device vorgestellt. Es ist in der optischen Qualitätsprüfanlage KVC 821 integriert. Die Kamerastation erfasst dank acht kreisförmig angeordneter Spiegel die vollständige Mantelfläche des zu prüfenden Bauteils. Verformungen, wie Kratzer und Dellen, werden so ohne mechanisches Drehen der Bauteile erkannt. Somit können auch bei strengen Forderungen an die Qualität Bauteile im Durchlauf erfasst und beurteilt werden. Minütlich kann die Anlage bis 400 Bauteile rundum prüfen. Um zu gewährleisten, dass dabei selbst kleinste Defekte sichtbar werden, erzeugt das Prüfsystem mit je einer Kamera pro Spiegel sehr hoch aufgelöste Prüfbilder. Die vom Hersteller entwickelte Software zur Bildverarbeitung «KiVision» erkennt selbst kleinste Oberflächenfehler. Mithilfe von Algorithmen, die künstliche Intelligenz nutzen, detektiert die Software auch bislang unbekannte Defekte. Wahlweise kann die Bildverarbeitung die Bauteilflächen als 2D-, 2,5D- und auch als 3D-Modelle zeigen und auswerten.

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Automatisiert montieren und prüfen

Die Prüfanlage Smart Single Station ermöglicht nicht nur detaillierte Qualitätsprüfungen, sondern auch präzise geregelte Montageprozesse, wie etwa das Thermal Bonding zur Herstellung von Komponenten für Axialfluss- oder andere Elektroantriebe für hohe Drehmomente. Zudem lässt sich die Smart Single Station in unterschiedlichen Graden automatisieren. Die Expertenteams bei Kistler entwickeln jeweils ein individuelles Konzept, das auf Bauteil, Taktzeiten, Produktionsprozess oder die Prüfanforderungen des Herstellers zugeschnitten ist. Von händisch bestückten Insellösungen bis zu robotergestützten Anlagen steht so ein breites Lösungsportfolio zur Verfügung. Automatische 100%-Qualitätsprüfungen oder Stichprobenkontrollen realisiert die Smart Single Station basierend auf den Kerntechnologien von Kistler. Neben optischer Prüftechnik mitsamt der Bildverarbeitungssoftware KiVision lässt sich dafür das gesamte Sensorik- und Elektronikangebot aus Druck-, Kraft-, Beschleunigungs- und Drehmomentmesstechnik des Herstellers einsetzen.

Schraubgeräte prüfen und kalibrieren

In Stuttgart zeigt der Hersteller zudem die Prüfsysteme «certest» und die Kalibrierstationen «calitest-B». Sie ermöglichen die einfache, normkonforme Prüfung beziehungsweise Kalibrierung von Drehmomentwerkzeugen. Das wird insbesondere in der Automobil- und der Luftfahrtbranche sowie im Konstruktionsbereich gefordert. Mit bis zu vier integrierten Schraubfallsimulatoren erlaubt «certest» mobile Prüfungen im Bereich von 0,2 bis 500 Nm. Drehmomentwerkzeuge wie Akku-, Dreh- und Impulsschrauber lassen sich damit normkonform gemäß VDI/VDE 2645 Blatt 2, VDI/VDE 2647 oder DIN EN ISO 5393 auch direkt in der Montagelinie prüfen. Mit calitest-B präsentiert Kistler zudem eine Kalibriereinrichtung für Drehmomentschlüssel oder -werkzeuge mit einer wirksamen Länge von bis zu 1320 mm. Diese lassen sich dank individuell einsetzbarer Sensoren in einem Bereich zwischen 0,2 und 1000 Nm gemäss DIN EN ISO 6789 kalibrieren. Bei beiden Systemen führt die bedienerfreundliche Software Ceus Anwender Schritt für Schritt durch die Messung, speichert unterschiedliche Messeinstellungen und -historien und erstellt automatisch Prüfprotokolle.

(kmu)

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