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30 Prozent Durchlaufzeitgewinn
Daniel Bänziger (Abteilungsleiter, Werkzeugverwaltung, Bruderer AG): «Unser Werkzeugdurchsatz ist enorm, wenn wir eine Maschine neu rüsten, gilt es manchmal bis zu 100 Werkzeuge für einen Werkzeugsatz bereitzustellen.
Insgesamt verfügen wir über etwa 14 500 Werkzeuge, die regelmässig aus 7500 verschiedenen Werkzeugkomponenten zusammengebaut werden. Unser Ziel war, dass wir 30 Prozent weniger Vorlaufzeit für den Werkzeugauftrag benötigen.»
Beste Voraussetzungen
Die Grundvoraussetzungen bei Bruderer, um ein solches Projekt durchzuziehen, waren hervorragend. Denn Bruderer setzt seit 1991 auf ein Werkzeugverwaltungssystem des Herstellers TDM Systems (Tool Data Management). Ein grosser Teil der Werkzeugdaten war bereits digital hinterlegt.
Michael Fankhauser (Systembetreuung / Systemtechnik, Bruderer AG): «Wir waren 1991 eines der ersten Unternehmen, welche in der Schweiz ein TDM-Werkzeugverwaltungs-System integriert und nachfolgend kontinuierlich erweitert haben. Auch heute sind wir auf dem neuesten Stand.»
Werkzeug-Daten müssen aufbereitet werden
Daniel Bänziger ergänzt: «Wenn man sich für solche Systeme entscheidet, muss man sich bewusst sein, dass immer auch die Werkzeugdaten gepflegt und hinterlegt werden müssen. Das kann schnell in ‹Knochenarbeit› ausarten. ‹Knochenarbeit› heisst, dass wir in den ersten Jahren die TDM-Datenbank mit Werkzeugdaten ‹gefüttert› haben. Heute geht so etwas prinzipiell eleganter, weil die Hersteller umfassende Werkzeug-Daten mitliefern. Abschliessend betrachtet, hat das TDM-System unsere Werkzeugkosten erheblich reduziert. Denn das System bietet eine ausgezeichnete Übersicht über unser Werkzeugportfolio.»
Mit den Speroni-Werkzeug-Messmaschinen geht die Werkzeugvermessung automatisch. Die Speroni-Messmaschinen verfügen über eine Softwareschnittstelle, die direkt auf die Daten des TDM-Systems zugreifen kann. Soll ein Werkzeug vermessen werden, wird es in die Werkzeugaufnahme der Messmaschine gespannt, wobei die Werkzeuge immer mit genau der gleichen Einzugskraft eingezogen werden. Über die dem Werkzeug eindeutig zugeordnete Identnummer, die im TDM-System hinterlegt ist, erkennt das Messgerät das Werkzeug und kann so die Schneiden autonom vermessen. Eine automatische Werkzeugerkennung ist per RFID-Chip oder Data Matrix Laser Code nachrüstbar.
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