Stanzmaschinenhersteller Bruderer AG setzt auf automatisierte Speroni-Werkzeugverwaltung und -vermessung

Automatisierte Werkzeugvoreinstellung

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Werkzeugrüsten: Früher drei – heute zwei Tage

Bereits eingangs wurde erwähnt, dass sich die Investition rechnen müsse. Was die drei automatischen Messmaschinen konkret im Alltag bringen, beantwortet Daniel Bänziger wie folgt: «Die Vorlaufzeit für das Bereitstellen eines kompletten Werkzeugsatzes für eine grössere Werkzeugmaschine hat bisher drei Tage in Anspruch genommen, weil nur ein Mitarbeiter an diesem Werkzeugsatz arbeiten konnte. Mit den Speroni-Mess- maschinen geht das in zwei Tagen. Die drei Messmaschinen sind untereinander vernetzt und somit kann an allen Ma- schinen am gleichen Satz gearbeitet werden. Das bringt uns 30 Prozent Zeitersparnis.»

Schnelligkeit ist das eine, auch die Prozesssicherheit ist deutlich besser geworden, wie bereits oben angedeutet wurde. Wenn sich früher ein Fehler beim Werkzeug-Zusammenbau eingeschlichen hat, ging das Werkzeug bisher so auf die Maschine. Schlimmstenfalls kam es zu einem Crash mit den typischen Folgen. Solche Szenarien gehören heute der Vergangenheit an. Remo Ackermann: «Unsere Marschrichtung geht klar in Richtung höhere Prozesssicherheit und Null-Fehler-Toleranz. Mit der systemintegrierten Speroni-Werkzeugvermessung inklusive Datenübergabe haben wir klar einen grossen Schritt in diese Richtung gemacht.»

Simulation bringt Schutz vor Kollisionen

Michael Fankhauser: «Apropos Prozesssicherheit. Bevor wir ins Volle gehen, muss der Programmierer am PC mit dem Softwaresystem Vericut prüfen, ob das Werkstück kollisionsfrei gefertigt werden kann. Im Vericut ist das genaue Steuerungsabbild plus die Kinematik der Maschine hinterlegt. Darüber lassen wir das NC-Programm laufen und können am Programmierplatz den Fertigungsprozess auf Kollisionen prüfen. Aufgrund dessen, dass die Werkzeuge heute zu 100% mit den im System hinterlegten Daten übereinstimmen, ist unsere Prozesssicherheit nochmals erheblich angestiegen. Auch dies sind Faktoren, die sich sehr positiv auf den gesamten Produktionsprozess auswirken.»

Langfristig am Werkplatz erfolgreich bleiben

Was das neue Werkzeugvermessungssystem Bruderer letztlich gebracht hat, wollte die SMM-Redaktion vom Produktionsleiter wissen. Remo Ackermann: «Ein perfekter Maschinenpark mit einer langsamen Werkzeugvermessung bringt Ihnen gar nichts. Mit den neuen Speroni-Messmaschinen gewinnen wir an Effizienz und stärken unseren Werkplatz. Die Investition wird sich rasch amortisieren – davon bin ich überzeugt.» <<

(ID:43716348)