Automatisierungstechnik Baukastensystem macht Maschinenbau schneller

Redakteur: Hermann Jörg

>> Maschinen erst aufwändig im eigenen Werk zusammenbauen, sie dann wieder zerlegen und beim Kunden vor Ort erneut in Betrieb nehmen:Dieser klassische Ansatz war gestern. Heute setzen immer mehr Hersteller aufmodulare Baukastensysteme und montieren die Maschine direkt beim Kunden.Das spart Zeit und Kosten. Rexroth verstärkt diesen Trend mit dezentralenmotorintegrierten Servoantrieben und einem breiten Spektrum an Antriebs- und Controller-basierten Motion-Logic-Systemen.

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Modularisierung verkürzt Time to Market: Maschinenhersteller konfigurieren aus parallel vormontierten Modulen kundenspezifische Lösungen.
Modularisierung verkürzt Time to Market: Maschinenhersteller konfigurieren aus parallel vormontierten Modulen kundenspezifische Lösungen.
(Bild: Bosch Rexroth)

joe. Um individuelle Kundenwünsche bei kurzen Durchlaufzeiten zu erfüllen, stellen Maschinenhersteller zunehmend auf eine modularisierte Bauweise um. Sie automatisieren vorproduzierte Standard-Funktionsmodule wie Handlingsysteme oder Bearbeitungsstationen dezentral und verknüpfen sie zu kundenspezifischen Maschinen. Dieser Ansatz verkürzt die Time to Market und erspart den kompletten Aufbau im Herstellerwerk.

Rexroth unterstützt diesen Ansatz unter anderem durch die zweite Generation motorintegrierter Servoantriebe vom Typ Indra Drive Mi. Diese kompakten Motor-Regler-Baugruppen werden dezentral in der Maschine oder den Modulen eingebaut. Das im Antrieb integrierte Motion-Logic-System regelt bis zu 10 Achsen ohne übergeordnete Steuerung. Dazu wertet es eigenständig die Prozesssignale der angebundenen Sensoren aus. Für Stromversorgung, Synchronisation und Geber-Feedback genügt ein Hybridkabel. Das reduziert den Verkabelungsaufwand um bis zu 85 %. Auch nachträglich können Anwender vorkonfigurierte Module wie weitere Prozessstationen einfach mit einem Kabel in die Maschine integrieren – ohne Eingriff in den Schaltschrank.

Grösstmögliche Flexibilität

Die Indra Drive Mi unterstützen mit einer Multi-Ethernet-Schnittstelle alle gängigen Echtzeit-Ethernet-Protokolle. So passen Hersteller vormontierte Serienmodule an individuelle Maschinenvarianten mit verschiedenen Kommunikationsarchitekturen an. Für die Anbindung an andere Module, die mit einem Indra Drive Mi ausgerüstet sind, genügt ein Hybridkabel. Mit den integrierten Sicherheitsfunktionen können die beteiligten Antriebe normgerecht in beliebige Sicherheitszonen unterteilt werden.

Darüber hinaus erleichtern die in Funktion und Leistung fein skalierten Antriebs- und Controller-basierten Motion-Logic-Systeme die Modularisierung. Sie basieren durchgängig auf der IEC 61131-3 und PLCopen. Das bedeutet: Ersetzt der Anwender zum Beispiel einen Indra Drive Mi durch einen kompakten Antrieb Indra Drive Cs, kann er einfach die einmal geschriebenen Programme und Funktionen darauf übertragen. Der Automatisierungsbus Sercos sorgt dabei für die Synchronisation der einzelnen Module mit der Maschine. Er gewährleistet die Querkommunikation mehrerer Rexroth-Steuerungen in harter Echtzeit. Somit passen sich sämtliche Maschinenbewegungen auf Knopfdruck den Vorgaben des Prozesses an. <<

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