Trumpf: Schweissnahtvorbereitung Beim Laserschneiden fürs Schweissen vorbereiten

Von Ramona Hönl

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Bislang war es aufwendig, Fasen für Schweissnähte anzuarbeiten. Mit dem Laser geschnittene Bleche bearbeitete man manuell durch Fräsen oder Schleifen. Mit der Funktion Edge Line Bevel integriert Trumpf die Vorbereitung der Schweissnähte in die Laserschneidmaschine.

Die Technologie Edge Line Bevel bearbeitet wiederholgenau Kanten an dünnen und dicken Blechen, damit diese prozesssicher dicht geschweisst werden können.  (Bild:  Trumpf)
Die Technologie Edge Line Bevel bearbeitet wiederholgenau Kanten an dünnen und dicken Blechen, damit diese prozesssicher dicht geschweisst werden können.
(Bild: Trumpf)

Mit der Funktion Edge Line Bevel hat Trumpf eine Innovation auf den Markt gebracht, die Bauteile beim Schneiden automatisch für das Schweissen vorbereitet. Dabei erzeugt das Verfahren automatisch schräge Schnittkanten an den Konturen der Bauteile. Beim Schweissen dringt flüssiges Metall ein und sorgt für eine hochwertige Schweissnaht. Bei zahlreichen Blechen erweist sich das integrierte Verfahren als vorteilhaft.

Dicke Bleche

Wenn Anwender Bauteile aus dickem Blech schweissen wollen, kommen sie um Fasen meistens nicht herum. Denn hier ist die Gefahr des Einbrands besonders hoch. Dabei gelangt beim Schweissen zu viel Energie ins Bauteil und das Blech an den Rändern der Schweissnaht «sackt». Das Bauteil verliert an Stabilität und die Sicherheitsanforderungen sind nicht mehr gewährleistet. Mit der Funktion Edge Line Bevel lassen sich bis 8 mm dicke Bleche zum Schweissen vorbereiten. Daher ist die Technologie bei der Schweisskantenvorbereitung dicker Bleche enorm hilfreich.

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Optisch anspruchsvoll

Mit der Funktion Edge Line Bevel lassen sich ebene, mit dem Blech bündige Schweissnähte legen. Dadurch erhält das Bauteil eine ebene Oberfläche. Nacharbeit mit der Schleifmaschine ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Zudem lassen sich Fasen auch an Innenkonturen des Bauteils anbringen, die der Mitarbeiter mit dem Winkelschleifer überhaupt nicht erreicht. Das verbessert die Optik des Bauteils weiter. Das neue Verfahren eignet sich daher besonders für Bauteile, die viele sichtbare Schweissnähte aufweisen. Das ist beispielsweise im Anlagenbau bei Maschinenkörpern der Fall.

Spaltfreie Schweissnähte beständig gegen Bewitterung

Bauteile, die im Freien zum Einsatz kommen, sollten vollständig geschlossene Schweissnähte aufweisen. Bei Lücken oder Überlappungen besteht durch Feuchtigkeit die Gefahr einer sogenannten Spaltkorrosion. Die Funktion Edge Line Bevel ermöglicht spaltfreie Schweissnähte ohne Nacharbeit. Deshalb können so bearbeitete Blechteile problemlos im Freien eingesetzt werden. Das betrifft beispielsweise Bauteile für Landmaschinen.

Günstig für Leichtbau

Die Funktion Edge Line Bevel unterstützt den Leichtbau. Durch das Anfasen werden die Bleche leichter, die Fasen vermeiden Ablagerungen an den Rändern der Schweissnähte. Flansche, die für eine Keilnaht nötig sind, lassen sich einsparen. Das in der Laserschneidmaschine integrierte Vorbereiten der Schweissnähte eignet sich daher besonders für Anwendungen, die möglichst leicht sein sollen oder dynamisch belastet werden, etwa in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Luftfahrt.

Senken mit dem Laser

Mit der Funktion Edge Line Bevel kann die Laserschneidmaschine auch Senkungen in Bleche einbringen. Diese sind erforderlich, um beispielsweise Elektronikgehäuse miteinander zu verschrauben. Bislang ist es für Fachkräfte sehr aufwendig, Senkungen anzubringen. Nach dem Schneiden müssen sie gebohrt werden. Wahlweise kann man die Bleche auch auf kombinierten Stanz-Lasermaschinen umformen.

Kreative Konstruktionen möglich

Mit der Technologie, Kanten für Schweissnähte auf den Laserschneidmaschinen in einem zügigen Ablauf anzubringen, können Konstrukteure zusätzlich bisher nicht für möglich gehaltene Blechteile verwirklichen. Beispielsweise lassen sich die Grenzen beim Laserschweissen erweitern. So können Anwender bislang nur dünne, bis etwa 2 mm dicke Bleche biegen und anschliessend mit dem Laser mit einer Wärmeleitnaht zu einem Bauteil mit runder Sichtnaht ohne Nacharbeit verschweissen. Das Bauteil muss dafür so geschnitten werden, dass der Werkstoff, den der Laser beim Schweissen aufschmilzt, nicht zu weit übersteht. Maximal 70 Prozent der Blechdicke sind möglich. Deshalb funktioniert dieses Vorgehen nur bei dünnen Blechen. Weist das Bauteil Fasen auf, ist es möglich, zusätzlich Werkstoff überstehen zu lassen und somit die Grenze auf 3 bis 4 mm dickes Blech auszuweiten. Diese neue Möglichkeit beim Laserschweissen eröffnet Konstrukteuren mehr Gestaltungsfreiheit, weil sie Bauteile ganz neu denken können.

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