Additive Fertigung

Bossard steigt ins Geschäft der additiven Fertigung ein

| Redakteur: Sergio Caré

Die Zuger Schraubenhandels- und Logistikgruppe Bossard steigt mit drei Kooperationspartner in den Markt mit 3D-Druckern ein. Dadurch will das Unternehmen künftig als Verkäufer von industriellen 3D-Druckern und den entsprechenden Verbrauchsmaterialien am Markt aktiv sein.
Die Zuger Schraubenhandels- und Logistikgruppe Bossard steigt mit drei Kooperationspartner in den Markt mit 3D-Druckern ein. Dadurch will das Unternehmen künftig als Verkäufer von industriellen 3D-Druckern und den entsprechenden Verbrauchsmaterialien am Markt aktiv sein. (Bild: Bossard)

Die Zuger Schraubenhandels- und Logistikgruppe Bossard steigt mit drei Kooperationspartner in den Markt mit 3D-Druckern ein. Dadurch will das Unternehmen künftig als Verkäufer von industriellen 3D-Druckern und den entsprechenden Verbrauchsmaterialien am Markt aktiv sein.

Die Bossard Gruppe steigt mit drei Partnern in den Zukunftsmarkt des 3D-Drucks ein. Kooperationspartner für den Schweizer Markt sind die Industrieunternehmen Trumpf, German RepRap und Henkel. Durch diese Kooperationen wird das Zuger Schraubenhandels- und Logistikunternehmen künftig als Verkäufer von industriellen 3D-Druckern und den entsprechenden Verbrauchsmaterialien, wie Metallpulver und Filamente, am Markt aktiv sein. Auch in der Kundeberatung und Konzeption komplexer Bauteile für den 3D-Druck will das Unternehmen, wie sie Anfang März mitteilte, als Partner auftreten.

Drei Kooperationspartner...

In Abstimmung mit den Partnern will Bossard die neue Produktlinie mit 3D-Druckern stetig erweitern. Die Geräte basieren dabei auf drei verschiedenen Technologien und werden für die Nutzung in den Bereichen Produktentwicklung, Prototyping, Modell- und Formenbau, Architektur, Produktdesign und Realisierung komplexer Bauteile mit Funktionsintegration entwickelt.

Die Kooperationspartner Trumpf, German RepRap und Henkel steuern dazu ihre Technologie bei, in denen sie Spezialisiert sind.

Die Trumpf-Gruppe als Hersteller von Werkzeugmaschinen und Lasern für die industrielle Fertigung bietet in der additiven Fertigung relevanten Lasertechnologien an: Einerseits die Laser Metal Fusion, also das pulverbettbasiertes Laserschmelzen, andererseits die Laser Metal Deposition, also das Laserauftragschweissen.

Im Bereich Fused Filament Fabrication (FFF) kooperieren die Zuger mit dem deutschen Hersteller German RepRap, der seine 3D-Drucker seit 2013 auf der Basis dieser Technologie entwickelt. Das FFF-Verfahren ist eine der am meisten verbreiteten Methoden der additiven Fertigung. Das Verfahren zeichnet sich durch eine vergleichsweise einfache Handhabung bei relativ bescheidenen Investitionskosten aus.

...die Technologie beisteuern

Auch die Stereolithograpie betrachtet Bossard als längerfristig erfolgversprechendes Entwicklungsfeld. Die Stereolithograpie ist ein technisches Prinzip des Rapid Prototyping, bei dem ein Werkstück durch frei im Raum materialisierende (Raster-)Punkte schichtenweise aufgebaut wird. Die Stereolithographie eignet sich für den Druck von Objekten mit sehr fein ausgeprägten Oberflächen, bei denen die einzeln aufgetragenen Schichten nicht mehr erkennbar sind. Partner dieser Technologie ist der deutsche Klebstoffhersteller Henkel, der mit seinen Printerprodukte und Auswahl an Kunstharzen ebenfalls auf die additive Fertigung setzt. Die KVT-Fastening, Tochtergesellschaft von der Bosshard-Gruppe, ist im Bereich Klebstoffe bereits ein langjähriger Partner von Henkel. -sc-

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