SMM-Technologietag bei United Machining Branchenleute vernetzen, Fertigungsprozesse automatisieren

Von Nastassja Neumaier 2 min Lesedauer

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Rund 170 Teilnehmende, über 20 Partnerfirmen, kompakte Fachvorträge sowie eine Ausstellung zu den neuesten technologischen Entwicklungen und Live-Demos unter Span: Am 13. November 2025 zeigte der SMM-Technologietag bei United Machining in Biel, wie sich selbst komplexe Fertigungsoperationen ab Losgrösse 1 wirtschaftlich automatisieren lassen.

Während des Firmenrundgangs konnten die Teilnehmenden des SMM-Technologietags einen tiefen Einblick in die Technologien des Gastgebers United Machining gewinnen.(Bild:  Thomas Entzeroth)
Während des Firmenrundgangs konnten die Teilnehmenden des SMM-Technologietags einen tiefen Einblick in die Technologien des Gastgebers United Machining gewinnen.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Nach dem Moderationsauftakt von Matthias Böhm, SMM-Chefredaktor, begrüsste auch Stefan Dahl, COO von United Machining, die Gäste: «Seit Juli firmiert die Gruppe unter neuem Namen, deswegen freue ich mich, Sie heute bei United Machining willkommen zu heissen. Unsere Entwicklungsspezialisten und Partner werden Ihnen einen selten offenen Einblick in die jüngsten Entwicklungen der automatisierten Prozesskette gewähren.»

Wie breit das Ökosystem einer durchgängigen Automationskette heute gefasst ist, machten die Fachbeiträge der Vortragsreihe deutlich.

Silos aufbrechen, Daten nutzen

Michael Meier, Business Consultant bei Janus Engineering, zeigte für den CAx-Bereich, dass intelligente Fertigungslösungen, Anwendungen zunehmend verschmelzen und Datensilos aufbrechen lassen.

Raphaël Müller, Head of Industrial Solutions der Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG, sprach sich für mehr Technologieakzeptanz aus und hob die Rolle von Maschinendaten als Schlüssel zur flexiblen Produktion in der Industrie 4.0 hervor.

Werkzeugstrategien mit Zukunft

Wie automatisierte Präzision in der Industrie 4.0 aussieht, zeigte Alexandre Marques, Product Manager bei Big Daishowa, mit dem EWA-System: ein Feinbohrwerkzeug, das Bohrungen im geschlossenen Regelkreis ohne menschlichen Bediener fertigt. «Mit dem EWA 68 muss die Werkzeugmaschine nicht mehr angehalten werden, um Messungen vorzunehmen und das Feinbohrwerkzeug manuell nachzustellen. Das erhöht die Produktivität, reduziert die Fehlerquote aufgrund menschlicher Fehler und spart Zeit – unsere kostbarste Ressource», so Marques.

High-End-Bauteile verlangen nach High-End-Werkzeuglösungen. Eine solche Lösung von Mikron Tool veranschaulichte Sandro Tomasina, Technical Sales Manager bei Mikron Switzerland, anhand eines konkreten Anwendungsfalls: einem Knieimplantat aus Kobalt-Chrom.

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«Hidden Champions» der Bearbeitung

Christoph Affolter, Geschäftsführer der ARO Technologies AG, machte deutlich, dass die KSS-Anlage zu Unrecht ein «Mauerblümchen-Dasein» fristet und vielmehr der «Hidden Champion» in der Bearbeitung ist.

Auch Dr. Parvin Zare, Teamleiterin R&D Industrial Lubricants bei der Motorex AG, widmete sich dem KSS und warf einen Blick in die Zukunft der KSS-Formulierungen: Sie sollen erneuerbar, nachhaltig und intelligent sein.

Im Dialog setzten Philippe Abt, Business Development Manager CNC, und Olivier Gugelmann, Area Sales Manager, von Beckhoff Automation den Fokus auf Energiemessung: «Energie ist teuer und ein relevanter Kostenblock in der Kalkulation. Daher ist der effiziente Einsatz von Energie in Maschinen und Gebäuden nicht nur aufgrund gesetzlicher Vorgaben wichtig: Eine durchgängige und transparente Erfassung von Energie- und Leistungsdaten deckt Einsparpotenziale auf und stellt wertvolle Informationen für eine vorausschauende Wartung zur Verfügung.»

Nahtloser Übergang von Theorie und Praxis

Begleitend zu den Vorträgen wurden im Applikationszentrum von United Machining verschiedene Prozesse unter Span vorgeführt. So konnte Ismet Dibra, Gebietsverkaufsleiter Schweiz bei Blum-Novotest, den in seinem Vortrag vorgestellten Digilog-Messtaster direkt im Einsatz demonstrieren. Das Messsystem vereint digitale und analoge Funktionalitäten in einem Gerät und ist für das raue Klima in Werkzeugmaschinen konzipiert – prädestiniert für die schnelle und automatische Prüfung von Werkstückkonturen in der Serienfertigung.

«Das Konzept des SMM-Technologietags vereint Erfahrung, Inspiration und Networking – drei entscheidende Faktoren für Wachstum. Ich habe heute wieder gelernt, dass man nie ausgelernt hat», resümierte Thomas Brauen, Head of Key Account Management bei United Machining. «Als Anwender sieht man die neuesten Entwicklungen; und wir als Gastgeber bringen die Spezialistinnen und Spezialisten zusammen.»

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