Benninger setzt auf CAD und PDM von «Solidworks» CAD und PDM: ein engmaschiges Gewebe

Autor / Redakteur: Carola von Wendland / Luca Meister

>> Waren wie Unterwäsche, Sport- und Oberbekleidung, Bett- und Tischwäsche oder Autoreifen haben einen Teil ihrer Entstehung der Benninger AG zu verdanken. Seit mehr als 150 Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen Maschinen und Anlagen für die Textilveredelung und Reifencord-Herstellung. Unternehmensweit sorgen «Solidworks»-Lösungen, die vom autorisierten Fachhändler Solid Solutions AG implementiert wurden, für optimale Konstruktionsbedingungen mit integrierter Stammdatenpflege.

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Benninger bietet Lösungen für alle wichtigen Prozesse der Textilveredlung, wobei ihr Spezialgebiet die kontinuierliche Offen-Breit-Behandlung von Geweben und Maschenware ist.
Benninger bietet Lösungen für alle wichtigen Prozesse der Textilveredlung, wobei ihr Spezialgebiet die kontinuierliche Offen-Breit-Behandlung von Geweben und Maschenware ist.
(Bild: Benninger)

Die Benninger AG zählt zu den weltweit führenden Partnern der Textilindustrie. Produziert wird sowohl am Hauptsitz in Uzwil als auch in Deutschland (Standorte Zell und Zittau) und Indien. Umfassendes Prozess-Know-how ist für den Erfolg ebenso wichtig wie eine moderne Entwicklungsumgebung.

Standardisierte Konstruktion

Bereits seit 2005 wird «Solidworks» eingesetzt. Die über 20 Floating-Lizenzen stehen jedem Konstruktionsarbeitsplatz an den verschiedenen Standorten zur Verfügung. In Zukunft soll 2D weitestgehend von 3D abgelöst werden. Michael Egold, Entwicklung Team Waschen: «Unser Ziel ist eine einheitliche Systemlandschaft über das gesamte Unternehmen. Da wir mit Solidworks und Solid Solutions, die uns von Anfang an kompetent begleiten, sehr zufrieden sind, werden wir an einem ersten Standort die veralteten CAD-Lizenzen eines anderen Herstellers reduzieren und durch Solidworks ablösen. Neue Projekte werden in der ganzen Benninger-Gruppe ausschliesslich im 3D-CAD von Solidworks erstellt.»

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Ein massgeblicher Grund für die Standardisierung auf Solidworks ist die weitere Marktverlagerung nach Asien, die einerseits mit einem erhöhten Preisdruck und andererseits mit sehr unterschiedlichen Kundenbedürfnissen einhergeht. Die Entwicklungsabteilung muss daher flexibel agieren können, um den Anforderungen und Spezifikationen der Kunden gerecht zu werden. «Die 3D-Visualisierung hilft, komplexe Konstruktionen einfacher zu verstehen und zu kommunizieren», erläutert Michael Egold. «Da Benninger-Produkte viele Blechteile enthalten, bietet uns Solidworks speziell in diesem Bereich zusätzliche Vorteile, z. B. durch die automatische Generierung von Abwicklungen. Zudem generiert die Software auch neutrale Datenaustauschformate wie etwa DXF- und Step-Dateien aus den 3D-Modellen, die direkt an die Laser-Fertigung übergeben werden können. Dank Solidworks sind wir in der Konstruktion einiges schneller geworden.»

Optimale Stammdatenpflege

Die Zusammenarbeit mit dem Fachhändler Solid Solutions wurde Ende 2012 ausgeweitet. Michael Egold: «Wir hatten die PDM-Software ‹Compass› im Einsatz, was dazu führte, dass bei jeder Versionserhöhung oder Workflow-Anpassung die Schnittstelle zwischen PDM und CAD neu programmiert werden musste. Durchgeführt von einem Drittanbieter war dies zeit- und kostenintensiv. Daher wandten wir uns an Solid Solutions mit der Bitte, einen Workshop aufzusetzen, damit wir uns umfassend über ‹Solidworks Enterprise PDM› (EPDM) informieren konnten.»

Während der dreitägigen Veranstaltung konnten M. Egold und vier seiner Kollegen aus der Konstruktion und der IT einen guten Eindruck der Software gewinnen. Die Solid Solutions bildete im Solidworks Enterprise PDM zudem aktuelle Geschäftsabläufe der Benninger ab und veranschaulichte dem Team an konkreten Beispielen die Funktionalität des PDM-Systems, die Organisation und Verwaltung von Daten, den Ablauf von Änderungs- und Freigabeprozessen sowie das gemeinsame Arbeiten zwischen unterschiedlichen Standorten. M. Egold: «Die Mitarbeiter der Solid Solutions haben ganze Arbeit geleistet: Wir erhielten nicht nur Einblick in den Funktionsumfang des Systems, sondern konnten es auch auf unsere Bedürfnisse hin testen und mit unserem bisherigen PDM vergleichen.»

Die Vorteile von EPDM zeigten sich schnell, da Benninger nun eine einheitliche Systemlandschaft schafft und eine tiefere Integration in Solidworks-CAD erreicht. M. Egold: «Unsere Anwender müssen jetzt nicht mehr zwischen zwei Programmen, dem CAD und PDM, hin- und herspringen, sondern können auf einer Benutzeroberfläche arbeiten. Das erhöht die Produktivität und reduziert potenzielle Fehler beim Daten-Import und -Export. Darüber hinaus benötigen wir keine eigens programmierte Schnittstelle mehr, bei der uns früher allein die Absprache mit dem Drittanbieter zwei bis drei Arbeitstage kostete.»

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