Benninger setzt auf CAD und PDM von «Solidworks»

CAD und PDM: ein engmaschiges Gewebe

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Ein gutes Gefühl, von Anfang an

Benninger-Waschaggregate zur Entfernung von Rückständen aus Textilien sind ein wichtiger Bestandteil der Textilveredelung. Sie bestehen aus ca. 30 000 Einzelteilen und je nach Konfiguration aus etwa 30 bis 40 Baugruppen. Eine komplette Waschanlage kann bis zu zehn Waschmaschinen enthalten. «Die Datenübernahme aus unserem bisherigen PDM in Solidworks EPDM war angesichts unseres Datenvolumens ein äusserst wichtiges Thema», erklärt M. Egold. «Wir haben Solid Solutions damals genau vorgegeben, wie das System aufgebaut und die Daten abgebildet werden müssen. Möglich war dies nur, weil Solidworks EPDM sich so gut an Geschäftsprozesse anpassen lässt. Die Mitarbeiter des Fachhändlers haben daraufhin eine Datenanalyse durchgeführt und Datenübergaben simuliert, um sicherzustellen, dass die richtigen Daten vollständig übernommen werden. Seit der tatsächlichen Datenübernahme haben wir gerade einmal vier Zeichnungen nachträglich übertragen müssen; das heisst, der Datentransfer hat bestens geklappt.»

Sichere Datenspeicherung

Der Datentresor von Solidworks EPDM steht in Uzwil. In diesem Datenspeicher werden die konstruktionsrelevanten Informationen sicher verwaltet: Von Archivdaten über alte 2D- und 3D-Daten bis hin zu allen aktuellen Solidworks-CAD-Daten sowie dazugehörigen PDF-, Excel-, Word- und DXF-Dateien. M. Egold: «Unsere Stammdaten sind heute wesentlich sicherer. Früher konnten die Anwender in Compass direkt in der Datenbank Änderungen an Teilen und Baugruppen vornehmen. Heute werden die zu bearbeitenden Daten zuerst aus dem Tresor ausgecheckt, dann lokal am Rechner bearbeitet und schliesslich wieder in den Tresor eingecheckt. Ein weiterer Vorteil: Bei einer Unterbrechung der Netzwerkverbindung können alle Konstrukteure an ihren Modellen lokal weiterarbeiten und verlieren keine wertvolle Zeit.»

Benninger setzt rund 40 Solidworks-EPDM-Lizenzen ein. Die Konstruktion und das Engineering besitzt Editor-Lizenzen mit Lese- und Schreibrechten; dem Verkauf, Verkaufsinnendienst und Ersatzteilwesen, der Beschaffung, Arbeitsvorbereitung und Montage werden mittels Viewer-Lizenzen Leserechte eingeräumt. Langfristiges Ziel von Benninger ist es, dass ausschliesslich die Konstruktion und das Engineering mit Solidworks EPDM arbeiten. Nach der Fertigstellung eines Projektes sollen die Konstruktionsinformationen komplett an das ERP-System «SAP» übergeben werden. Abteilungen ausserhalb von Konstruktion und Engineering erhalten dann über SAP Einblick in die Konstruktionsdaten. Bis das jedoch realisiert ist, arbeiten die Beteiligten ausserhalb von Konstruktion und Engineering weiterhin mit den Viewer-Lizenzen.

Alles im Fluss

Besonders hilfreich empfindet das Benninger-Team die Administrationswerkzeuge in Solidworks EPDM, mit denen sie das System innerhalb von Minuten an ihre Anforderungen anpassen können. «Dank dieses Tools können wir alle Änderungen, die mit der SAP-Einführung einhergehen, selbst vornehmen und sind nicht mehr auf einen externen Anbieter angewiesen. Einzig die Mitarbeiter der Solid Solutions werden uns bei der PDM-ERP-Anbindung begleitend unterstützen.»

Über die anpassbaren Workflows in Solidworks EPDM soll später auch die Übergabe der Daten aus dem Tresor an das ERP angestossen werden. Bereits heute startet das PDM-System bei der Fertigstellung eines Projektes mittels Workflows automatisch den Genehmigungsprozess, wobei alle Zeichnungen und Modelle während des Freigabelaufs einen Schreibschutz und ein Wasserzeichen erhalten. Zudem erfolgt die Erstellung einer PDF- oder DXF-Datei als neutrales Dokument für die weitere Nutzung in der Fertigung. Ebenfalls mit Hilfe der Workflow-Funktionen ist das Revisionswesen verwaltet, das bei jeder Konstruktionsänderung die Version erhöht und diese als neue Datei abspeichert.

Bislang haben sich alle Erwartungen an die Solidworks-Lösungen erfüllt, von den Effizienzvorteilen einer tieferen Integration zwischen CAD und PDM über eine bessere Administration bis hin zu einer optimierten Stammdatenpflege. Darüber hinaus konnte das Ziel einer einheitlichen CAD/PDM-Systemlandschaft realisiert werden. Die Solid Solutions liefert dabei sowohl die Software als auch den Service. Dem nächsten Release-Wechsel bei Solidworks sieht man daher bei Benninger gelassen entgegen. <<

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