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Product Lifecycle Management Cenit/Mecaplex: Mit «3D-Experience» dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus

Redakteur: Luca Meister

>> Mit Dassault Systèmes’ 3D-Experience-Plattform für Design, Analyse und Daten-Management hat Mecaplex (Glas Trösch Gruppe) die Design-Prozesse optimiert und das Produktwissen im gesamten Unternehmen verfügbar gemacht. Ingenieure können komplexe Verglasungen mit Sonnen- und Splitterschutz entwerfen sowie deren Widerstandsfähigkeit gegen raue Wetterbedingungen analysieren. Das komplette geistige Eigentum wird über den gesamten Produktlebenszyklus gespeichert.

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Pilatus setzt auf Mecaplex-Verglasungen.
Pilatus setzt auf Mecaplex-Verglasungen.
(Bild: Pilatus)

mei. Wenn früher ein Besuch des Schweizer Bundesamtes für Zivilluftfahrt anstand, bereitete es Daniel Reutimann, Verantwortlicher für digitale Konstruktion und Entwicklung bei Mecaplex, oft eine schlaflose Nacht. Wollte der Prüfer etwa wissen, welche Materialien für die Verglasungen einer Boeing verwendet wurden, hatte Reutimann oft Mühe, die gewünschten Informationen auf Anhieb zu finden. Er musste auf seinem Computer zahlreiche Ordner durchstöbern und sich die entsprechenden Dateinamen zuerst wieder in Erinnerung rufen.

Kommt das BAZL heute vorbei, bleibt Reutimann gelassen. Dafür sorgt die Daten-Management-Lösung «Enovia», Teil der «3D-Experience»-Plattform von Dassault Systèmes (3DS).

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Geistiges Eigentum verwalten

«Sämtliche produktbezogenen Informationen sind ganz einfach per Knopfdruck verfügbar», erklärt Reutimann. Für ihn sei das eine entscheidende Verbesserung: «Sicherheit spielt in der Luftfahrtindustrie eine grosse Rolle. Fehlerfreie und genau dokumentierte Prozesse sind das A und O. Mit Enovia muss ich nicht mehr alles in einzelnen Ordnern zusammensuchen, sondern habe sämtliche aktuellen Informationen zum Produkt stets zur Verfügung.»

Die Software-Umgebung von Dassault Systèmes hilft Mecaplex zudem, wichtiges Wissen im Unternehmen bestehen zu lassen, wenn Know-how-Träger aus der Firma ausscheiden. «Wir haben Mitarbeiter, die seit 30 Jahren bei uns sind und oft als Einzige noch Anfragen zu Flugzeugen, die längst nicht mehr gebaut werden, beantworten können», fährt Reutimann fort. «Mit der 3D-Experience-Plattform gelingt es, sowohl sämtliche Produktdaten als auch weiterführendes geistiges Eigentum für alle Mitarbeiter zugänglich zu machen.»

Simulation eines Vogelschlags

Bei Flugzeugen und Hubschraubern spielen die Verglasungen eine wichtige Rolle, sie schützen sowohl die Crew als auch die Passagiere vor den rauen Wetterbedingungen. Vor allem die Verglasungen der Cockpits müssen starken Windkräften sowie Vogelschlag standhalten und starke Temperaturunterschiede aushalten; an der Aussenseite werden es bis zu minus 60, im Innern sind es 20 Grad Celsius. Ausserdem sind Anti-UV-Beschichtungen notwendig, um den Insassen Schutz vor schädlicher UV-Strahlung zu gewähren.

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