Hannover-Messe 2013 CFK-Leichtbau erhält mehr Gewicht

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Zwar sind die Stückzahlen bei CFK-Bauteilen nocht nicht besonders groß, jedoch wird fieberhaft daran gearbeitet, das zu ändern. Einen Einblick in Prozess- und Bauteilentwicklungen gibt die Hannover-Messe 2013. Besucher sollen über das Leichtbaupotenzial von CFK informiert werden.

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Leichtbau beim ICE
Leichtbau beim ICE
(Kraus)

Sie machen Automobile leichter, ermöglichen immer größere Rotorblätter von Windkraftanlagen und lassen Flugzeuge wirtschaftlicher fliegen: Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) beginnen, sich als Serienwerkstoff für Strukturbauteile zu etablieren. Die Gründe dafür liegen in der hohen gewichtsbezogenen Steifigkeit und Festigkeit. Bei gleicher Bauteilbelastung können CFK-Werkstoffe im Vergleich zu Aluminium bis zu einem Drittel Bauteilgewicht einsparen. Gegenüber Stahl sind es bis zu 50 %. Das macht diese faserverstärkten Kunststoffe zu prädestinierten Materialien für den Leichtbau.

Prozesse für größere Stückzahlen im Visier

Noch sind die Stückzahlen bei CFK-Bauteilen nicht besonders groß. Dominant sind die Einzelteil- und Kleinserienfertigung. Doch Lösungen für größere Stückzahlen sind in Sicht. Sie werden auf der „Industrial Supply“ und der „Industrial Automation“ im Rahmen der Hannover-Messe 2013 (8. bis 12. April) vorgestellt. Einer der Aussteller auf der Leitmesse „Industrial Automation“, der sich mit dem Thema CFK-Fertigung beschäftigt, ist der Roboterhersteller Kuka, Augsburg. Industrieroboter sind als flexible „Arbeiter“ branchenübergreifend etabliert. Sie automatisieren Prozesse mit einem Höchstmaß an Qualität und Sicherheit.

Das ist auch bei der Fertigung von CFK-Bauteilen der Fall: „Die Anforderungen an Präzision und Wiederholungsgenauigkeit im Prozess spielen eine wichtige Rolle“, sagt Dipl.-Ing. Rüdiger Sonntag, Key Technology Manager Plastics bei der Kuka Roboter GmbH. „Diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, ist die Hauptaufgabe der Automatisierung.“

CFK in Luftfahrttechnik kommt voran

Derzeit verteilen sich die CFK-Tonnagen weltweit mehrheitlich auf drei Anwendungsbereiche: auf Rotorblätter für Windkraftanlagen, die Luftfahrttechnik sowie den Sport- und Freizeitbereich. In der Luftfahrttechnik wird mit Abstand der meiste Umsatz mit CFK-Bauteilen erzielt. Die Bauteile sind mit hochfesten, sehr teuren Carbonfasern verstärkt.

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