CNC-System CNC-Honmaschine intensiviert die Produktion

Redakteur: Matthias Vogel

>> Durch ein hochleistungsfähiges, 11-achsiges CNC-System von NUM wurde der Werkzeugmaschinenhersteller Sicmat in die Lage versetzt, eine Zahnradhonmaschine zu konfigurieren, die für das Feinhonen nach der Aushärtung einen neuen Industriestandard setzt. Mithilfe einer innovativen Honscheibe mit Aussenverzahnung sowie eines von NUM entwickelten, ultrapräzisen, anwendungsspezifischen CNC-Programms ermöglicht die Grono 250 ein hochexaktes Zahnradschaben.

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In der Grono 250 kommt eine innovative Honscheibe mit Aussenverzahnung zum Einsatz.
In der Grono 250 kommt eine innovative Honscheibe mit Aussenverzahnung zum Einsatz.
(Bild: NUM)

Sicmat ist ein führender Hersteller von Präzisionsmaschinen für die Endbearbeitung von Zahnradgetrieben für die Automobil- und die Automobilzulieferindustrie. Bis vor Kurzem war das Unternehmen ausschliesslich auf Maschinen spezialisiert, bei denen die Zahnrad-Endbearbeitung unter Anwendung der Schabetechnologie erfolgt. Diese Art der Endbearbeitung wird vorwiegend von Herstellern praktiziert, die mittel- und hochwertige Zahnräder für die Automobilindustrie fertigen. Schabarbeiten müssen jedoch generell vor dem Einsatzhärten eines Werkstücks durch Wärmebehandlung durchgeführt werden. Die Beseitigung von Deformierungen, die durch diese Wärmebehandlung verursacht werden, erfolgt mittels Schleifen oder Honen. Deshalb hat Sicmat eine leistungsstarke Honmaschine entwickelt, die den Getriebeherstellern eine Steigerung des Durchsatzes ihrer Produktion durch Reduzierung der Prozessschritte ermöglicht.

Niedrige Werkzeugkosten

Bisher wurden für das automatisierte Zahnradhonen hochspezialisierte Werkzeugmaschinen mit ringförmigen, an ihren Innenflächen verzahnten Werkzeugen genutzt. Diese Werkzeuge sind jedoch teuer, und ihre Einrichtung ist zeitaufwendig. Bei Sicmat war man der Auffassung, durch eine Honscheibe mit Aussenverzahnung die Genauigkeit des Bearbeitungsprozesses so verbessern zu können, dass in vielen Anwendungsbereichen auf das Schaben verzichtet werden kann, was mit weiteren Vorteilen wie niedrigeren Werkzeugkosten und deutlich einfacheren Einrichtprozessen verbunden ist. Erste Forschungsarbeiten dazu wurden in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Mathematik, Physik und Naturwissenschaften der Universität Turin durchgeführt, die als die führende technische Universität Italiens gilt. Dabei konnte die Praktikabilität der vorgeschlagenen neuen Methode nachgewiesen werden.

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