CNC-System

CNC-Honmaschine intensiviert die Produktion

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Faktor: anwendungsspezifische Software

Marco Battistoni, Direktor NUM Italien, verweist darauf, dass die Fähigkeit von NUM zur Entwicklung einer anwendungsspezifischen Software ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des CNC-Systemanbieters durch Sicmat war. «Für diese Anwendung brauchte Sicmat eine spezielle Steuerungssoftware, die die extrem enge Synchronisierung der Achsen der Honeinheit ermöglicht. Ausserdem wollte der Kunde unbedingt mit einem CNC-Unternehmen zusammenarbeiten, das mit hochintegrierten Maschinenarchitekturen vertraut und in der Lage ist, parallel zu den eigenen Entwicklungsarbeiten kundenspezifische Engineeringprozesse umzusetzen – eine Fähigkeit, die zweifellos zu den besonderen Stärken von NUM gehört. Der Erfolg unserer Zusammenarbeit wurde bereits bei den ersten Maschinentests offensichtlich: die fertig bearbeiteten Zahnräder wiesen eine ausserordentlich hohe Qualität auf.»

Werkstück wird mit einem zweiten Zahnrad synchronisiert

Im Interesse einer maximalen Effizienz ist jede Phase des Honprozesses an der Grono 250 automatisiert. Bei den bisher üblichen Maschinen wird das einsatzgehärtete Werkstück durch eine robotergestützte Handling- bzw. Spannvorrichtung vom Förderband der Fertigungslinie entnommen. Durch die Vorrichtung wird anhand des Aussendurchmessers des betreffenden Zahnrades sein Typ ermittelt, ehe es an eine in die Einheit integrierte Messstation zur Ermittlung des Zustands vor der Bearbeitung übertragen wird. Bei der Grono 250 wird das Werkstück mit einem zweiten Zahnrad synchronisiert, in die Verzahnung vorgeschoben und durch eine vollständige Drehung gedreht. In dieser Zeit wird der Versatz zwischen den beiden Achsen kontinuierlich gemessen. Auf diese Weise wird ermittelt, wie viel Material noch vom Werkstück abgetragen werden muss. Die entsprechenden Daten werden an das Flexium-CNC-System übertragen.

Honprozess im Detail

Nach der Messung transferiert eine weitere robotergestützte Handling-Einheit das Werkstück in die Honvorrichtung. Hier wird es zunächst indiziert, danach auf die erforderliche Drehzahl gebracht und mit der verzahnten Honscheibe synchronisiert. Danach gelangt die Honscheibe allmählich in Eingriff mit dem Werkstück. Die beiden Achsen arbeiten in einer besonderen Master-Slave-Konfiguration ohne Verzögerung der Slave-Achse. Um dieses Ziel zu erreichen, musste der Hersteller für den Werkstückmotor einen zweiten Master entwickeln. Die Drehzahl der beiden Achsen werden hochpräzise gesteuert. Die Feineinstellung des Honprozesses wird durch eine fraktionelle Variierung der relativen Synchronität beider Achsen ermöglicht. Die Grono-250-Maschinen der aktuellen Generation sind für Spindeldrehzahlen von 7000 U/min ausgelegt. Um eine noch genauere Prozesssteuerung zu ermöglichen, arbeitet Sicmat bereits an der Entwicklung einer Maschine mit Spindeldrehzahlen von bis zu 10 000 U/min. Nach Abschluss des Honprozesses wird der Eingriff von Werkstück und Honscheibe getrennt. Die Scheibe wird zum Entfernen von anhaftendem Kühlmittel geschleudert und danach mithilfe der robotergestützten Handling-Einheit wieder in die Fertigungslinie transferiert. <<

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