Die Diskussion, ob konventionelle oder moderne CNC-Werkzeugmaschinen die idealen «Werkzeuge» für die Ausbildung sind, wird sehr unterschiedlich bewertet. In diesem Bericht werden die Vorteile beleuchtet, die moderne CNC-Maschinen bei der Ausbildung von Polymechanikern bieten. Ein Erfahrungsbericht aus der Swissmechanic-Sektion in Graubünden.
Im Juli 2022 ging man bei Swissmechanic mit den sieben Fräs- und Bohrmaschinen Picomax 56 mill von Fehlmann in ein neues Zeitalter bei der Ausbildung.
(Bild: Fehlmann)
Auszubildende erwarten eine gewisse Wertschätzung, man darf das Anspruchsdenken der jungen Leute nicht unterschätzen. So zumindest sieht es Daniel Lohner, Leiter Ausbildungscenter und Kursinstruktor der Swissmechanic, Sektion Graubünden. Im Rahmen geplanter Investitionen in neue Maschinen setzten die Verantwortlichen in Landquart auf sieben CNC-Fräsmaschinen Picomax 56 mill von Fehlmann.
Fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Swissmechanic sind moderne Konzepte und Produkte für die Berufsbildung. Deshalb ist es in der Ausbildung notwendig, kontinuierlich ein entsprechendes Niveau und eine klar definierte Qualität zu gewährleisten. Und so musste in 2022 neu investiert werden.
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Pflichtenheft für Ausbildungswerkzeugmaschinen
Sieben Maschinen waren ins Alter gekommen, zeigten Mängel und waren auch hinsichtlich der Anforderungen nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Im Zuge dieser Neuinvestition wurden deshalb Pflichtenhefte erstellt, Konzepte, Preise und Services auf den Prüfstand gestellt sowie intensive Gespräche mit vier Herstellern geführt. Entschieden hat man sich für die Fräsmaschinen Picomax 56 mill von Fehlmann AG.
Fehlmann Picomax 56 lassen sich manuell und per CNC steuern
Der grosse Vorteil dieser Maschinen ist, dass sie sowohl für den manuellen wie für den CNC-Einsatz mit vereinfachtem Bedienkonzept ausgelegt sind. Möglich wird das durch ein einfaches Umdrehen des zusätzlichen Schlüsselschalters. So wird die Fräsmaschine schnell vom CNC-Betrieb zu einer rein manuellen Maschine mit drei parallel aktiven mechanisch-elektronischen Handrädern für die X-, Y- und Z-Achse sowie Basisfunktionen zum konventionellen Fräsen, Bohren und Gewindeschneiden.
Ausgezeichnetes WZM-Konzept für die Ausbildung
Dieses Konzept ist für die Ausbildung besonders geeignet, denn in Landquart hält man es für notwendig, dass Auszubildende ein Gespür für die Zerspanung bekommen. Was macht die Maschine, wenn ein Fräser zu schnell läuft oder der Vorschub zu hoch ist?
Die Entscheidungskriterien für die Fehlmann-Maschinen sieht Daniel Lohner aber noch in anderen in Bereichen: «Zunächst ist solch eine Investition schwierig, weil es ja kaum noch Hersteller solch konventioneller Fräsmaschinen gibt. Abgesehen davon hat uns bei Fehlmann aber neben dem Preis und Service das Konzept überzeugt. Viele Konsolfräsmaschinen haben um den Maschinentisch eine nur ungenügende Blechverschalung. Die Folge sind Kühlwasser und Späne am Boden. Das ist bei Fehlmann durchweg professionell gelöst. Das gilt auch für die Präzision. Wenn ich von Auszubildenden eine Toleranz von zwei Hundertstelmillimeter verlange, muss auch eine entsprechende Maschine zur Verfügung stehen.»
All das ist bei den Maschinen von Fehlmann durchdacht und gleichzeitig ist es ein sehr modernes Produkt. «Man darf das nicht unterschätzen, unsere Auszubildenden sehen solche Dinge und gehen da auch mit entsprechendem Respekt und Engagement ran.»
Nun geht es in Landquart zwar um die Grundausbildung und es werden ausschliesslich Musterwerkstücke gefertigt. Das könnte man sicher auch auf älteren Maschinen durchführen. Fakt ist aber auch, dass die Unternehmen, die bei Swissmechanic ausbilden lassen, moderne Maschinen erwarten, die den aktuellen Anforderungen gerecht werden.
Der gezielte Spagat für die Ausbildung
Aus der Sicht von Fehlmann macht man mit dem Maschinenkonzept der Picomax 56 mill, so Adrian Tobler, Technische Beratung und Verkauf bei Fehlmann AG, allerdings einen grossen Spagat. Das liegt einerseits daran, dass man als Maschinenhersteller sieht, an welchen Bearbeitungszentren die Auszubildenden nach vier Lehrjahren arbeiten. Überwiegend sind das aktuell 5-Achs-Bearbeitungszentren, meist automatisiert, mit Paletten- oder Rohteilehandling und umfangreichen Werkzeugmagazinen. Deshalb ist hier schon in der Ausbildung eine moderne Basis eine zwingende Grundvoraussetzung.
Präzisions-CNC-Maschinen fordern und fördern die Auszubildenden
Bezogen auf die Picomax 56 mill erklärt das Adrian Tobler wie folgt: «Wir haben ja schon seit einigen Jahren die Picomax 56 TOP in unserem Programm. Diese Maschinen werden überwiegend im Betriebsmittel- und Prototypenbau sowie in der Kleinserienfertigung genutzt. Hier sind die Wünsche von unseren Kunden nach z. B. Lochkreisen, Taschen- und Trochoidalfräsen etc. kontinuierlich gestiegen. Mit dem «Mill-Paket» sind wir deshalb bewusst für die Ausbildung wieder einen Schritt zurückgegangen. Wir wollten die Maschinen einfacher, überschaubarer und bedienerfreundlicher machen.»
Stand vom 30.10.2020
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Inklusive 3D-Taster zur Nullpunktbestimmung
Dass auch das Gesamtpaket funktioniert, man damit ausbildungsspezifisch variieren kann, wird bei Swissmechanic in Landquart deutlich. Zwei der sieben Maschinen sind noch zusätzlich mit einem modernen Werkzeugwechsler und einem 3D-Taster ausgerüstet. Diese Optionen sind für eine Voll-CNC-Ausbildung inklusive der Programmierung bzw. des Einfahrens der Mastercam-Software notwendig.
Neben dem durchdachten Konzept und der Qualität «Made in Switzerland» hat man mit den sieben Fräs- und Bohrmaschinen Picomax 56 mill von Fehlmann AG also alles richtig gemacht. Zumindest Daniel Lohner sieht sich in allen Belangen bestätigt: «Die Maschinen laufen seit Beginn an absolut problemlos und das Schönste ist: ich stelle auch bei den Auszubildenden einen Unterschied zu vorher fest. Wenn sie die Maschinen mit der Touchscreen-Bedienung das erste Mal sehen, sind sie sichtlich beeindruckt.»